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Fifa zieht umstrittenen Investorendeal zurück
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Süddeutsche Zeitung2 hours agoSports2 min readGermany

Fifa zieht umstrittenen Investorendeal zurück

Quick Look

  • Die Fifa hat ihre Pläne zum Verkauf kommerzieller Rechte und der Gründung von Fifa Forward Enterprise (FFE) nach massivem Druck, insbesondere von der Uefa, zurückgezogen.
  • Präsident Infantino erklärte, der Vorschlag werde nicht weiterverfolgt, nachdem sogar ein WM-Boykott angedroht wurde und ein Berater zurücktrat.

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Why It Matters

Die Fifa plante den Verkauf kommerzieller Rechte für Milliardensummen und die Gründung der Tochtergesellschaft FFE, stieß jedoch auf heftigen Widerstand von kontinentalen Verbänden.

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Die Pläne der Fifa um den mächtigen Präsidenten Infantino hatten vorgesehen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Für die Umsetzung wollte die Fifa das Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) gründen. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. All das ist nun vom Tisch.

Infantino erklärte weiter, Ziel der Fifa sei es, stets zu vereinen und zu verbessern. „Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.“ Es sei seine Absicht, alle interessierten Parteien in den kommenden Tagen und Wochen „im Geiste des gemeinsamen Interesses an unserem Sport wieder zusammenzubringen, mit dem Ziel, den Fußball überall weiter voranzubringen, insbesondere in jenen Ländern, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen“.

Uefa drohte mit WM-Boykott

Die Fifa beugte sich damit dem Druck, der in den vergangenen Tagen immer größer geworden war. So hatte die europäische Uefa nicht nur die Pläne heftig kritisiert, sondern sogar mit einem WM-Boykott gedroht. „Keine Nationalmannschaften aus der Uefa werden an irgendeinem Fifa-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge weiterbestehen“, teilte die Uefa nach einem Dringlichkeitstreffen mit.

„Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet“, schrieb die Europäische Fußball-Union.

Auch die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Concacaf und der asiatische Fußballdachverband AFC gingen deutlich auf Distanz zu Infantino und seinen Plänen. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol bezog dagegen zunächst keine inhaltliche Position. Stattdessen kündigte der Kontinentalverband an, die Pläne weiter zu prüfen und forderte zusätzliche Informationen von der Fifa an.

Hochrangiger Infantino-Berater zurückgetreten

Zudem bröckelte auch innerhalb der Fifa die Unterstützung für Boss Infantino. Carlos Cordeiro, ein hochrangiger Berater des 56-Jährigen, trat aus Protest gegen das Vorhaben zurück. Dabei wählte er drastische Worte.

„Als leitender Berater des Fifa-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die Fifa den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“, schrieb der Topfunktionär auf der Plattform LinkedIn.

Der ehemalige Präsident des US-Verbandes, der seit 2021 für die Fifa arbeitet, schrieb zudem: „Es ist ein schlechtes Geschäft für die Fifa-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports.“ Dieses Geschäft wird es nun nicht geben.

Open Questions

  • Wie wird die Fifa zukünftig versuchen, Einnahmen zu generieren?
  • Welche Rolle wird Carlos Cordeiro in der Fifa spielen?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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