
Kai Schönbach leitet die bundesweit einmalige kommunale Stabsstelle Mieterschutz in Frankfurt und berät von Verdrängung bedrohte Hausgemeinschaften.
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Die Stadt Frankfurt hat vor sieben Jahren die Stabsstelle Mieterschutz als einmalige kommunale Institution in Deutschland geschaffen.
Frankfurt. Eine schöne Aussicht hat Kai Schönbach an seinem Arbeitsplatz. Der Jurist steht auf dem Balkon im zwölften Stock des Frankfurter Amts für Wohnungswesen und blickt auf seine Stadt. Hier der Uni-Campus Westend, da die Hochhaustürme von Innenstadt und City West, dort die Bundesbank, dahinter the Feldberg.
So ganz genießen kann er die Aussicht jedoch nicht. Schönbach leitet die Stabsstelle Mieterschutz der Stadt Frankfurt. Hier berät er Hausgemeinschaften, die von Verdrängung bedroht sind – Mieter, denen ein unfreiwilliger Auszug aus ihren Wohnungen droht, ausgelöst durch steigende Mieten, Sanierungen oder Umwandlungen. Wo andere auf Wohnviertel blicken, sieht Schönbach Leerstand. Wo andere schöne Fassaden sehen, sieht er Mieterschicksale.
Verdrängung ist auf dem deutschen Wohnungsmarkt ein immer stärker verbreitetes Problem. Die Stadt Frankfurt hat daher vor sieben Jahren mit der Stabsstelle eine bislang einmalige kommunale Institution in Deutschland geschaffen.
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Jeder zweite Mieter in Deutschland befürchtet laut DMB-Mietenreport 2026, keine bezahlbare Ersatzwohnung zu finden. 29 Prozent sorgen sich um die Finanzierbarkeit ihrer Miete, während 58 Prozent über gestiegene Wohnkosten berichten.

Der Deutsche Mieterbund warnt im neuen Mietenreport vor einer massiven Wohnungsnot mit 1,4 Millionen fehlenden Einheiten. Steigende Mietkosten zwingen viele Haushalte zu Einsparungen bei Ernährung und Gesundheit, während der Bestand an Sozialwohnungen ein Rekordtief erreicht.

Laut dem Mietenreport 2026 des Deutschen Mieterbundes fürchten 50 Prozent der Mieter in Deutschland, keine bezahlbare Wohnung zu finden. 29 Prozent sorgen sich um die Bezahlbarkeit ihrer Miete, während 58 Prozent steigende Wohnkosten in den letzten zwölf Monaten meldeten.
Laut dem Mietenreport 2026 des Deutschen Mieterbundes sorgt sich jeder zweite Mieter in Deutschland um bezahlbaren Wohnraum. 29 Prozent fürchten Mietzahlungsschwierigkeiten, während 58 Prozent bereits gestiegene Wohnkosten verzeichnen.
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