Frankreich ersetzt Palantir-Software durch heimische KI-Tools
Quick Look
- Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI ersetzt Palantir-Datenanalyse-Tools durch Chapsvision.
- Premierminister Lecornu betont die Notwendigkeit technologischer Souveränität und kündigt KI-Assistenten auf Basis von Mistral AI an.
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Why It Matters
Frankreichs Inlandsgeheimdienst DGSI ersetzt seine Datenanalyse-Tools von Palantir Technologies durch eine lokale Alternative. Dies ist Teil einer breiteren Initiative zur Förderung technologischer Souveränität.
Paris. Der französische Inlandsgeheimdienst DGSI wird die Datenanalyse-Tools von Palantir Technologies durch eine lokale Alternative des Unternehmens Chapsvision ersetzen. Die Maßnahme ist Teil einer breiteren französischen Initiative zur Förderung technologischer Souveränität, wie Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag erklärte. Zudem werde die Regierung allen Beamten Zugang zu einem KI-Assistenten verschaffen, der auf der Technologie des französischen Unternehmens Mistral AI basiert.
Palantir liefert der DGSI seit einem Jahrzehnt seine Software-Plattform und hatte im Dezember eine dreijährige Vertragsverlängerung bekannt gegeben. Doch das Unternehmen steht wegen seiner engen Verbindung zur Trump-Regierung in der Kritik. Ein britischer Parlamentsausschuss empfahl in diesem Monat, einen wichtigen Vertrag mit dem Unternehmen zu beenden. Ein Palantir-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.
Die Debatte um technologische Souveränität hatte vergangene Woche einen neuen Höhepunkt erreicht: Die USA hatten den Entwickler Anthropic angewiesen, ausländischen Staatsangehörigen den Zugang zu den hochentwickelten Modellen Fable 5 und Mythos 5 zu sperren.
„Frankreich muss über eigene Werkzeuge verfügen“, sagte Lecornu. „Wir können uns nicht auf den guten Willen bestimmter Partner verlassen, die – wie wir in den vergangenen Tagen gesehen haben – in der Lage sind, den Zugang zum Anthropic-Modell zu kappen.“
Open Questions
- Wann genau erfolgt der vollständige Austausch der Palantir-Software?
- Welche weiteren heimischen Unternehmen werden im KI-Bereich gefördert?


