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Friedensabkommen im Irankrieg stimuliert Finanzmärkte
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Spiegel Wirtschaft5/25/2026World3 min readGermany

Friedensabkommen im Irankrieg stimuliert Finanzmärkte

Quick Look

  • Die Aussicht auf ein Friedensabkommen im Irankrieg hat die Finanzmärkte weltweit stimuliert.
  • Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete deutliche Zugewinne, insbesondere im Luftfahrt- und Reisesektor.
  • US-Präsident Trump bezeichnete das Abkommen als weitgehend ausgehandelt.

AI-generated summary

Why It Matters

The prospect of a peace agreement in the Iran war has stimulated financial markets worldwide, with stock exchanges showing significant gains. The German stock market, in particular, has continued its recent upward trend. US President Trump has stated that a framework agreement with Tehran is 'largely negotiated'.

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Die Aussicht auf ein Friedensabkommen im Irankrieg hat die Finanzmärkte stimuliert. Am Pfingstmontag verbuchten Börsen weltweit deutliche Zugewinne. Auch der deutsche Aktienmarkt setzt seinen jüngsten Aufwärtskurs fort.

Der Dax erklomm am Montag das höchste Niveau seit dem Tag vor Kriegsbeginn in Iran Ende Februar und legte bis zum Nachmittag um 1,6 Prozent auf 25.279 Punkte zu. Der MDax kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Zuletzt gewann der Index der mittelgroßen deutschen Werte 1,9 Prozent auf 32.728 Zähler. Der SDax schwang sich erneut zu einem Rekordhoch empor und legte um 0,8 Prozent zu.

Besonders positiv reagierten im Dax die Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor, weil sich mit den sinkenden Preisen für Rohöl auch die Lage am Kerosin-Markt entspannt. So gehörten die Titel von Tui und Lufthansa mit Kursgewinnen von 4,8 und 3,6 Prozent zu den Top-Werten im MDax. Die Anteilscheine des Triebwerkherstellers MTU waren am Nachmittag mit einem Anstieg von 6,4 Prozent Spitzenreiter im Dax. Für die Airbus-Papiere ging es um 3,1 Prozent nach oben.

Trump: Abkommen »weitgehend ausgehandelt«

Die USA stehen nach Angaben von Präsident Trump in den Bemühungen um ein Ende des Irankriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Es sei »weitgehend« ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Allerdings dämpfte er auch Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen: »Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist.«

Die Verhandlungen gehen weiter. Wie die iranische Nachrichtenagentur Irib mitteilte, reiste eine iranische Delegation nach Katar. Der iranische Verhandlungsführer und Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghchi wollen demnach die Führung Katars über Einzelheiten der Verhandlungen mit den USA informieren. Ebenfalls in Doha ist der iranische Zentralbankchef Abdolnasser Hemmati. Bereits vor der Reise der Delegation war bekannt geworden, dass er in die katarische Hauptstadt reiste, um dort nach iranischen Angaben die Freigabe von Vermögen zu prüfen.

Trump verknüpft Friedensankommen mit Abraham-Abkommen

Am Montagmorgen (Ortszeit) setzte Präsident Trump einen längeren Post in seinem sozialen Netzwerk Truth Social ab, in dem er zunächst mitteilte, dass die Verhandlungen mit Iran »gut liefen«. Gleichzeitig drohte Trump: »Es wird entweder ein großartiges Abkommen für alle geben oder gar kein Abkommen – zurück an die Front und zu den Kämpfen, aber größer und heftiger als je zuvor – und das will doch niemand!«

Der US-Präsident forderte zudem die Staaten des Nahen Ostens auf, im Rahmen der Friedensverhandlungen mit Iran dem Abraham-Abkommen beizutreten, einer Normalisierung der Beziehungen zwischen einigen arabischen Staaten und Israel, die während Trumps erster Amtszeit unterzeichnet wurden. In einem langen Beitrag auf Truth Social listete Trump die Länder auf, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Irankriegs gesprochen habe. Für diese Länder, die Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Pakistan, sollte es »verpflichtend« sein, gleichzeitig das Abraham-Abkommen zu unterzeichnen.

»Es wäre möglich, dass ein oder zwei (der Länder) einen Grund haben, nicht mitzumachen, und das würde auch akzeptiert werden, aber die meisten sollten dazu bereit und willens sein, und so diese Vereinbarung mit Iran zu einem weit historischeren Ereignis zu machen, als es sonst sein würde«, schrieb Trump weiter. Saudi-Arabien und Katar sollten sofort unterschreiben und alle anderen folgen. »Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals sein, weil es schlechte Absichten zeigt.« Lesen Sie hier mehr zu den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Reopening of the Strait of Hormuz

    Likely · Short term

  • Increased participation in the Abraham Accords

    Possible · Short term

  • Further gains in German stock indices (Dax, MDax, SDax)

    Likely · Short term

Open Questions

  • What are the specific terms of the proposed peace agreement?
  • What are the exact conditions for the reopening of the Strait of Hormuz?
  • Which specific Middle Eastern countries are hesitant to join the Abraham Accords?
  • What are the potential economic implications beyond the financial markets?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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