Fußball-WM 2026: Gewitter unterbricht Spiel, Tornado-Warnung stoppt Training
Quick Look
- Ein schweres Gewitter unterbrach das WM-Spiel zwischen Frankreich und Irak in Philadelphia für über zwei Stunden.
- In Chattanooga musste die spanische Nationalmannschaft ihr Training wegen einer Tornado-Warnung abbrechen.
- Die WM-Ente Merlín erhielt in Mexiko eine besondere Ehrung.
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Why It Matters
Das Wetter in den USA sorgt für Unannehmlichkeiten bei der Fußball-WM 2026. Ein schweres Gewitter unterbrach ein Spiel, während eine Tornado-Warnung ein Training beendete. Eine Ente namens Merlín erhielt in Mexiko eine besondere Ehrung.
Fußball-WM 2026 Wetter in den USA sorgt für Spielunterbrechung und Trainingsabbruch
22. Juni 2026, 21:39 Uhr|
Wegen Gewitters wird das Spiel zwischen Frankreich und Irak über zwei Stunden unterbrochen und das Training der Spanier kann nicht stattfinden. Der Ente Merlin wird in Mexiko eine besondere Ehre zuteil.
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Wichtige Updates
"Kein Schlechter" – Klose gratuliert Messi
US-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen Ecuador
Die „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano Gallo
Schlotterbeck fällt für den Rest der WM aus
Die Kapverden haben es schon wieder getan – das war die Nacht
Spiel Frankreich gegen Irak in Philadelphia wegen eines schweren Gewitters unterbrochen
Das Wetter und die Stimmung waren etwas durchwachsen am Montag in Philadelphia. Vor dem Spiel gegen Frankreich hatten vor allem die Iraker noch gefeiert, gerne am Monument für Rocky über den Stufen des Kunstmuseums. Im Match der Gruppe I entlud sich die drückende Schwüle dann in einem heftigen Gewitterregen, weshalb im Stadion eine Art Katastrophenwarnung verbreitet und die Halbzeitpause vorerst auf unbestimmte Zeit verlängert wurde. Nach über zwei Stunden Unterbrechung wurde das Spiel schließlich forgesetzt. Frankreich gewann 3:0.
„A severe Thunderstorm is approaching“, hieß es auf der Anzeigetafel, versehen mit stilisierten Blitzen. Das Publikum möge die Tribünen verlassen und Schutz suchen, wurde auch über Lautsprecher verfügt, worauf die gut 65 000 Zuschauer unter das Dach oder in die Innenräume flohen. Die Franzosen führten zu diesem Zeitpunkt durch ein Tor von Kylian Mbappé 1:0, schlecht schlug sich die irakische Elf aber nicht.
Das Stadion in Philadelphia ist wegen eines Gewitters vorläufig geräumt. Peter Burghardt
Vor dem Spiel feierten iranische Fans in der Innenstadt. Peter Burghardt
Sollten Sie sich die Zeit vertreiben wollen, bis es weitergeht: Hier ein Interview mit Iraks Nationaltrainer:
Ehre für Enterich Merlin
Die WM-Ente Merlín kommt in Mexiko groß heraus. Nachdem das weiße Tier im grünen Mexiko-Trikot bereits im ganzen Land bekannt ist, traf Merlín nun sogar die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Der Vogel nahm an der täglichen Pressekonferenz der Staatschefin im Nationalpalast teil und posierte für ein Foto mit seinen Besitzern und der Präsidentin.
„Merlín ist der Patron unseres Geschäfts“, sagte seine Besitzerin Karla Ivette Gómez, die in den Straßen des historischen Zentrums von Mexiko-Stadt als Straßenhändlerin Getränke verkauft. „Er passt auf, dass wir ordentlich arbeiten.“
Merlín war zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft berühmt geworden, als er im mexikanischen Dress mit farblich passenden Söckchen durch die Straßen der Hauptstadt watschelte. Seine Besitzer wollen die Ente Merlín nun als geschützte Marke eintragen lassen.
Gewitter und Tornado-Warnung: Spaniens Training abgebrochen
Das Wetterchaos in Teilen der USA hat am Montag auch die spanische Fußball-Nationalmannschaft getroffen. Aufgrund eines plötzlichen Gewitters inklusive Tornado-Warnung musste die Furia Roja ihr Training in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee nach nur 15 Minuten abbrechen. Die Mannschaft um Lamine Yamal wärmte sich bei der Einheit lediglich leicht auf und absolvierte Kreisspiele.
Am Montag war auch das Spiel der Franzosen gegen Irak (3:0) in Philadelphia von einem Gewitter und starkem Regen betroffen, die Partie konnte erst nach einer Unterbrechung von 132 Minuten fortgesetzt werden. Chattanooga liegt rund 1100 Kilometer südwestlich von Philadelphia.
Die Spanier hatten ihr zweites Gruppenspiel am Sonntag mit 4:0 gegen Saudi-Arabien gewonnen und führen die Gruppe H mit vier Punkten an. Der Europameister trifft am Freitag (Ortszeit) im mexikanischen Guadalajara auf Uruguay.
Da sind garantiert viele Steaks drin. Philipp Schneider
Beim Ochsen nebenan
Gleich neben dem "Graylyn Estate", dem edlen Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem, steht ein gigantischer Ochse. Er bewacht das italienische Steakhaus "Fratellis". Die Speisekarte verspricht leckere Dinge. "Rummo pasta", importiert aus Benevento, Italien. Oder "Certified Angus Beef®", versehen mit dem Hinweis: "beef raised responsibly by North America’s family farmers and ranchers".
Die Nationalmannschaft hat ihren eigenen hervorragenden Koch, der so kocht, wie er heißt: Anton Schmaus. Und der genau weiß, was Leistungssportler brauchen. Aber manchmal wollen Leistungssportler gar nicht das, was sie brauchen. Sondern das, was sie wollen.
Der delikate Kollege Philipp Selldorf (rechts) erinnert sich an den Besuch eines hochrangigen DFB-Stabsmitglieds, das während der WM lieber mit den Reportern auf dem Balkon grillte, als mit den Leistungssportlern im Hotelgarten. Grund: Beim Nationalteam lagen nur magere Putenschnitzel und ungewürzte Gesundheitswürstchen auf dem Rost.
Bei Fratellis gibt es das gute Zeug. Zum Beispiel "Prime Porterhouse, Two Steaks in One! 38 ounces to 40 ounces". Das sind umgerechnet 1077 bis 1122 Gramm.
Falls die Mannschaft mal nach nebenan gehen möchte, wäre also für jeden etwas dabei. Der Veganer Chris Führich wurde nicht nominiert.
"Kein Schlechter" – Klose gratuliert Messi
Miroslav Klose gratuliert Lionel Messi zum Torrekord bei der Fußball-Weltmeisterschaft. „Ich habe doch immer gesagt, der Messi ist kein Schlechter“, sagte Klose, 48, der Süddeutschen Zeitung am Montag. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“ Klose war bisher mit 16 Toren der Spieler mit den meisten WM-Treffern. Messi gelangen am Montag beim 2:0 in der Vorrundenpartie Argentiniens gegen Österreich seine Treffer 17 und 18 bei Weltmeisterschaften.
Er rechne damit, dass sein Rekord in diesem Turnier falle, hatte Klose schon unmittelbar vor Turnierbeginn der SZ in einem Interview gesagt. „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, so Klose. Messi sei „ein Genie“.
Bei Punktgleichheit rückt der direkte Vergleich in den Fokus
In den abschließenden Vorrundenspielen droht Langeweile, wegen eines Eingriffs der Fifa in den Modus. Warum das ein Problem ist, hat SZ-Sportchef Claudio Catuogno hier beschrieben und er kommt zu einem eindeutigen Urteil:
US-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen Ecuador
Die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso pfeift das letzte WM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ecuador. Dies teilte die Fifa mit. Für die 39-Jährige ist die Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford der zweite Einsatz bei diesem Turnier. Sie hatte zuvor Tschechien gegen Südafrika (1:1) geleitet.
Penso ist erst die zweite Frau in der Geschichte der Männer-WM, die bei einem Spiel zum Einsatz kam. Vor vier Jahren in Katar war die Französin Stéphanie Frappart die Unparteiische bei der Partie von Deutschland gegen Costa Rica. Bei dieser WM ist neben Penso auch die Mexikanerin Katia García im Aufgebot der Referees, kam bislang aber nicht zum Einsatz.
Schiedsrichterin Tori Penso bei ihrem WM-Debüt, dem Spiel Tschechien gegen Südafrika. REUTERS
Die „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano Gallo
Genau 40 Jahre ist es her, dass Diego Maradona im Viertelfinale der WM 1986 gegen England zwei Tore erzielte: das verruchteste und das schillerndste der WM-Geschichte. Das zweite, ein spektakuläres Solo, bezeichnet der Autor Andrés Burgo in seinem Buch „El Partido“ als „die Nuklearbombe unter den Toren“. Aber im Legendenschatz des Fußballs verewigt hat sich vor allem das erste: Maradona, wie er den Ball mit der Hand über den englischen Torwart hinüber stupst, ohne dass es auf den ersten Blick wie ein Handspiel aussieht. Muss also die „Hand Gottes“ gewesen sein …
Mein Kollege Javier Cáceres hat sich zum Jahrestag noch mal auf die Spuren dieses Spiels begeben, durch das Diego Maradona zur Legende wurde. Er hat dafür Maximiliano Gallo getroffen, der einst Maradonas Assistent war. Und der irgendwann, „2010 oder 2011, so genau weiß ich das nicht mehr“, die Idee hatte, Maradona zu bitten, seine linke Hand in Tinte zu tauchen und sie ihm auf den Bauch zu drücken, um sie sich als Tattoo stechen zu lassen. Nun hat er sie immer bei sich.
Die Geschichte empfehle ich Ihnen sehr. Unter anderem auch deshalb, weil sie rekonstruiert, dass es gar nicht Maradona selbst war, der hinterher von der „Hand Gottes“ sprach …
Maximiliano Gallo hat die „Hand Gottes“ immer bei sich. Als Tatoo gestochen, nachdem Diego Maradona seine Hand in Tinte getaucht und sie seinem ehemaligen Assistenten Gallo auf den Wams gedrückt hatte. Javier Cáceres
Schlotterbeck fällt für den Rest der WM aus
Bittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat beim 2:1 im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk erlitten. Er falle „mehrere Monate“ und damit auch für den Rest des Turniers aus. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt.
„Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und fügte bedauernd hinzu: „Es hätte seine WM werden können.“ Man habe gemeinsam „versucht, ihn aufzubauen – zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt“. Dass Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA bleiben werde, wertete Nagelsmann als „ein schönes Zeichen, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung (...) weiterhin sehr gut aufgestellt.“ Eine Nachnominierung ist nicht mehr möglich.
Schlotterbeck war in Toronto zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Gegen die Elfenbeinküste kam Antonio Rüdiger für Schlotterbeck ins Spiel. Jetzt wird der Profi von Real Madrid wohl in die Startelf rücken.
Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte bereits im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden.
SZ-Reporter Philipp Selldorf erlebte in der vergangenen Woche den „entspanntesten Antonio Rüdiger, den es je gab“. Sein Text:
Frauenfußball am Flughafen JFK
Heute ist die WM wieder in New York / New Jersey zu Gast, zum Spiel zwischen Frankreich und Irak. Wer zu diesem Zweck am Flughafen JFK ankommt, wird von einer besonderen Fußballspielerin empfangen. Vielleicht auch eine kleine Erinnerung daran, dass in den USA Megan Rapinoe, Hope Solo oder Alex Morgan schon Stars waren, lange bevor das Land wirklich zur Kenntnis nahm, dass Fußball übrigens auch von Männern gespielt wird …
Kennen Sie diese Fußballerin?
Werbebanner des Flughafens New York JFK. Claudio Catuogno
Norwegen-Trikots machen Probleme
So mancher Fernsehzuschauer reibt sich bei den WM-Spielen der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft bisweilen verwundert die Augen. Die Nachnamen von Erling Haaland und Co. auf den Rückseiten der Trikots sind wie die Nummern Runen nachempfunden, den Schriftzeichen der alten Germanen und Wikinger, aber leider nicht für alle gut lesbar.
„Viele von uns können die Nummern und die Namen nicht erkennen“, sagte Terje Andre Olsen vom norwegischen Blinden- und Sehbehindertenverband. Das sei ansonsten bei Fußballspielen in der Regel anders, betonte er, „der Kontrast ist meist gut.“ Die „schwer lesbare“ Schriftart auf den norwegischen WM-Trikots aber sei „für niemanden ein Pluspunkt“. Auch die Spieler hätten sich erst an die Shirts von Ausrüster Nike gewöhnen müssen, sagte der frühere Frankfurter Jens Petter Hauge dem norwegischen Rundfunk NRK. Jetzt aber fänden die Spieler die Trikots „verdammt cool“.
Kongolesischer Fan zum Teil der Delegation erklärt - Einreise trotz Ebola-Ausbruch möglich
Wegen des Ebola-Ausbruchs konnten keine Fans die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo zur WM begleiten. Für ihren berühmtesten Fan fand die Mannschaft einen Weg, die Einreiserestriktionen zu umgehen: Michel Nkuka Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, wurde auf Betreiben von Regierungschef Félix Tshisekedi in die offizielle Delegation des Landes aufgenommen.
Mboladinga ist weltbekannt - vor allem, weil er kaum zu übersehen ist. Wenn die Demokratische Republik Kongo spielt, steht der 49-Jährige auf der Tribüne - regungslos, den Blick in die Ferne gerichtet, den rechten Arm erhoben. Wie eine Statue. Er singt nicht, er feiert nicht, er bewegt sich einfach nicht. Seine farbenfrohen Anzüge, inspiriert von der Nationalflagge des Kongo, kennt mittlerweile fast jeder Fußballfan.
Den sensationellen Auftakt seiner Landsmänner gegen Portugal (1:1) hatte "Lumumba Vea" wegen der Isolationsmaßnahmen noch verpasst. Doch im zweiten Gruppenspiel der WM gegen Kolumbien in Guadalajara am Mittwoch wird er wohl endlich dabei sein - und seine Mannschaft unterstützen, auch ohne Gesang.
Michel Nkuka Mboladinga bei einem Spiel der kongolesischen Mannschaft beim Afrika Cup gegen Algerien in Rabat im Januar 2026. AFP
„Ich stehe reglos da, weil ich glaube, dass es dem Team emotionale Ausdauer gibt“, sagte Mboladinga zuletzt dem Wall Street Journal. Laut eigenen Angaben hält er seine Pose jeden Tag für 30 bis 40 Minuten, um zu trainieren. Ein einfacher Scherz ist die Aktion, mit der er beim Afrika-Cup 2025 erstmals viral ging, keinesfalls. Mboladinga imitiert eine Statue von Patrice Lumumba in Kinshasa.
Der erste Premierminister des unabhängigen Kongo und einer der Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung war 1961 ermordet worden. Er wird bis heute als Symbolfigur verehrt. Mboladingas Spitzname „Lumumba Vea“ bedeutet so viel wie „Lumumba lebt“.
Die Spieler scheinen das wertzuschätzen. „Sie lieben ihn sehr“, sagte Véron Mosengo-Omba, der Präsident des kongolesischen Fußballverbands, über das Verhältnis der Profis zu ihrem berühmtesten Fan: „Mboladinga ist ein nationales Symbol für Widerstandskraft und Stolz.“
Die Kapverden haben es schon wieder getan – das war die Nacht
Warum mit einer Sensation aufhören? Nach dem 0:0 im Auftaktspiel gegen Europameister Spanien hat es auch der zweimalige Weltmeister Uruguay nicht geschafft, die Kapverden zu bezwingen. In diesem Spiel musste Torhüter Vozinha, dessen Mutter diesmal im Stadion dabei wa
Open Questions
- Wie wird das Wetter die weiteren Spiele beeinflussen?
- Welche weiteren Trainings könnten wetterbedingt ausfallen?


