German Minister Calls for Increased Working Hours
Quick Look
- German Minister Katherina Reiche (CDU) advocates for increasing the volume of work in Germany, citing lower average working hours compared to China.
- She proposes halting early retirement programs and offering older workers continued employment opportunities.
- Reiche also calls for flexible working hours and improved work-life balance.
AI-generated summary
Why It Matters
German Minister Katherina Reiche has called for an increase in the volume of work in Germany, citing that Germans work significantly fewer hours than in China. She believes this disparity impacts the economy despite high productivity per hour. Reiche also pointed out that recent economic growth is largely state-induced and that structural weaknesses have been neglected due to a focus on crisis management.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat eine Steigerung des Arbeitsvolumens in Deutschland gefordert.
Im Interview mit dem Kölner Stadtanzeigerschlug Reiche unter anderem den Stopp von Frühverrentungsprogrammen vor. Außerdem müsse es Unternehmen ermöglicht werden, »älteren Arbeitnehmern, die dazu noch in der Lage und Willens sind, Angebote zu machen«. Die Aktivrente sei dafür ein erster Ansatz. Zudem forderte Reiche flexiblere Arbeitszeitmodelle und gute Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
In Deutschland arbeiteten die Menschen im Schnitt 1.337 Stunden im Jahr, in China etwa 2.000. »Diese Zahlen machen deutlich, dass wir selbst bei sehr hoher Produktivität pro Stunde als Volkswirtschaft verlieren.« Deshalb müsse das Arbeitsvolumen gesteigert werden. Sie werde jedoch keine einzelne Maßnahme hervorheben und »diese als die Seligmachende herausstellen«, sagte die Ministerin.
Reiche will Senkung der Körperschaftssteuer vorziehen
Das leichte Wirtschaftswachstum in Deutschland, mit dem ihr Ministerium momentan in diesem und im kommenden Jahr rechne, sei vor allem auf die Mittel aus dem Sondervermögen zurückzuführen, die schrittweise wirksam würden. Es handle sich also »im Wesentlichen um staatlich induziertes Wachstum«, sagte Reiche. Entscheidend sei jedoch, »dass wir die wirtschaftliche Eigendynamik unseres Landes wieder stärken.« Deshalb plädiere sie dafür, die ab 2028 geplante stufenweise Senkung der Körperschaftssteuer auf 2027 vorzuziehen.
Ebenso wichtig sei die Reform der Einkommenssteuer, sagte Reiche. Rund 70 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen würden der Einkommenssteuer unterliegen und deshalb unmittelbar von einer Senkung profitieren.
In den vergangenen Jahren sei die Politik nahezu ausschließlich mit der Bewältigung akuter Krisen wie der Coronapandemie, der Flüchtlingskrise oder der Energiekrise infolge der Gasmangellage beschäftigt gewesen. Das Krisenmanagement sei notwendig gewesen, gleichzeitig seien aber die strukturellen Schwächen des Landes zunehmend aus dem Blick geraten, sagte Reiche. Dabei habe es schon lange Warnsignale gegeben. Beispielsweise habe die deutsche Volkswirtschaft seit rund 25 Jahren mehr Ersparnisse exportiert, als im Inland investiert worden seien. Die Signale seien aber ignoriert worden. Deshalb müsse jetzt nachgearbeitet werden.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
The corporate tax cut will be advanced from 2028 to 2027.
Possible · Within months
Open Questions
- What specific measures will be implemented to halt early retirement programs?
- How will companies be incentivized to offer continued employment to older workers?
- What are the potential impacts of flexible working hours on employee well-being?
- What is the projected impact of advancing the corporate tax cut on government revenue?


