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GNU Coreutils 9.11 bringt bis zu 15-fache Geschwindigkeitssteigerung
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Heise Online4/21/2026Tech2 min readGermany

GNU Coreutils 9.11 bringt bis zu 15-fache Geschwindigkeitssteigerung

Zero-Copy-I/O und Unicode-Unterstützung für Kommandozeilen-Werkzeuge

Quick Look

  • Die GNU Coreutils 9.11 erreichen massive Performancegewinne: yes erzielt auf Power10-Systemen 175 GByte/s statt 11,6 GByte/s, cat wird sechsfach schneller.
  • Die Entwickler nutzen Zero-Copy-I/O mit sendfile().
  • Zudem unterstützen cut, nl, unexpand und expand jetzt Unicode mit Emojis und nicht-lateinischen Schriften.

AI-generated summary

Why It Matters

GNU Coreutils bilden das Fundament jedes GNU/Linux-Systems mit Standardprogrammen wie ls, cp, cat, mv oder wc. Eine Rust-Alternative (uutils coreutils) ist zu 96 Prozent kompatibel.

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Die Entwickler der GNU Coreutils haben mit Version 9.11 eine höhere Performance ihrer Anwendungen über verschiedene Prozessorarchitekturen hinweg gemeldet. Einige der elementaren Systemprogramme für Linux und Unix erreichen 15-fache Geschwindigkeit im Vergleich zur Vorversion. Neben einigen Bugfixes und Verbesserungen haben die Entwickler die Kompatibilität von cat mit Unix-Implementierungen überarbeitet.

Den höchsten Leistungsgewinn erzielt yes, dessen Datendurchsatz auf Power10-Systemen von 11,6 GByte/s auf 175 GByte/s ansteigt. Dazu nutzen die Entwickler eine Zero-Copy-I/O-Implementierung unter Linux. Statt Daten zwischen Kernel- und User-Space hin und her zu kopieren, nutzt die neue Variante moderne Funktionen des Kernels wie sendfile(), um Kopiervorgänge zu vermeiden. Auf diese Weise erhöht sich bei Power10-Prozessoren die Performance von cat auf das Sechsfache, bei AMD64-Prozessoren auf das Fünffache.

Neben den Performance-Verbesserungen erweitern die Entwickler mehrere Programme für den Umgang mit Multi-Byte-Zeichen. Die Werkzeuge cut, nl, unexpand und expand können jetzt Unicode-Texte mit Emojis oder nicht lateinischen Schriften korrekt verarbeiten. Bisher arbeiteten diese Tools rein bytebasiert, was bei Mehrbyte-Kodierungen zu fehlerhaften Ergebnissen führen konnte.

Darüber hinaus enthält cut drei neue Optionen: cut -w trennt Felder nun mit einem beliebigen Whitespace wie Leerzeichen oder Tab anstelle eines festgelegten Trennzeichens. Dies soll gleichzeitig die Kompatibilität mit FreeBSD und macOS erhöhen. cut -O legt das Zeichen fest, das zwischen ausgegebenen Feldern stehen soll, und cut -F ist ein Alias für die Kombination dieser beiden Optionen. Dieses Verhalten entspricht der cut-Implementierung in BusyBox und Toybox.

Weiterhin erweitern die Entwickler date, das jetzt Datumsangaben im Format dd.mm.yy mit Punkten als Trennzeichen verarbeiten kann. Außerdem behandelt cksum --check jetzt Dateinamen mit ungewöhnlichen Zeichen sicherer durch robusteres Quoting. Das verhindert potenzielle Probleme bei der Integritätsprüfung von Dateien, deren Namen Sonder- oder Leerzeichen enthalten.

Die in C geschriebenen GNU Coreutils bilden das Fundament jedes GNU/Linux-Systems. Standardprogramme wie ls, cp, cat, mv oder wc gehören zu den am häufigsten genutzten Werkzeugen auf der Kommandozeile. Eine Alternative dazu ist die Rust-Neuimplementierung uutils coreutils, die zuletzt ebenfalls Leistungssprünge aufweisen konnte und inzwischen zu 96 Prozent mit der GNU-Werkzeugsammlung kompatibel ist. Einige Linux-Distributionen enthalten bereits standardmäßig das Rust-Pendant, etwa Ubuntu. Insgesamt bringt das Update knapp 30 Veränderungen und Bugfixes. Alle Änderungen der GNU Coreutils 9.11 finden sich im Changelog.

Open Questions

  • Welche genauen Prozessoren profitieren noch von den Verbesserungen?
  • Gibt es bekannte Inkompatibilitäten mit der neuen Version?

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This article was originally published by Heise Online.

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