Hackergruppe Rhysida veröffentlicht gestohlene Berliner Senatsdaten im Darknet
Quick Look
- Die Hackergruppe Rhysida hat nach Ablauf ihres Lösegeld-Ultimatums rund 5,8 Terabyte gestohlener Daten aus dem Berliner Landesnetz im Darknet veröffentlicht.
- Der CCC-Sprecher Joachim Selzer bestätigte die Echtheit der Daten, die unter anderem Personalunterlagen enthalten.
- Der Senat hatte zuvor erklärt, kein Lösegeld zu zahlen.
AI-generated summary
Why It Matters
Der Berliner Senat hatte zuvor erklärt, auf Erpressungen durch Hackergruppen nicht einzugehen und kein Lösegeld zu zahlen. Die Rhysida-Gruppe hatte ein Ultimatum gestellt und einen Countdown auf ihrer Leak-Site geschaltet.
Berlin. Im Erpressungsfall nach dem massiven Datendiebstahl im Berliner Landesnetz hat die kriminelle Hackergruppe Rhysida ihre Drohung wahrgemacht. Rund eine Stunde nach Ablauf des Ultimatums wurde das rund 5,8 Terabyte große Datenpaket am späten Freitagnachmittag im Darknet veröffentlicht.
„Nach dem, was ich jetzt hier sehen kann, haben sie den kompletten Datensatz für alle zur Einsicht live gestellt“, sagte der Sprecher des Chaos Computer Clubs, Joachim Selzer, der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist für die Berliner Verwaltung schon unangenehm. Das sind natürlich sehr viele interne Daten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Ich sehe hier zum Beispiel Personalangelegenheiten, auch Arbeitszeugnisse. Mit solchen Daten können Kriminelle immer irgendetwas anfangen.“
Die Erpresser hatten auf ihrer Leak-Site einen Countdown geschaltet, der am Freitag gegen 15.35 Uhr ablief. Gefordert wurde ein Lösegeld von 30 Bitcoin (umgerechnet rund zwei Millionen Euro). Der Berliner Senat hatte vorab bekräftigt, auf derartige Erpressungen grundsätzlich nicht einzugehen und kein Lösegeld zu zahlen. Nach dem Verstreichen der Frist wurde auf der Webseite der Erpresser im Darknet die „Auktion“ beendet. „Alle Dateien wurden im öffentlich zugänglichen Bereich hochgeladen - viel Spaß beim Stöbern, Datenjäger!“, hieß es dort. Ein Link führte allerdings nicht zu den Daten, sondern zu einer Fehlermeldung.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Es werden weitere Ermittlungen durch Strafverfolgungsbehörden gegen die Rhysida-Gruppe aufgenommen.
Likely · Within weeks
Der Berliner Senat wird seine IT-Sicherheitsmaßnahmen überprüfen und gegebenenfalls verstärken.
Very likely · Within months
Open Questions
- Welche konkreten Daten wurden genau veröffentlicht?
- Wie ist der Datendiebstahl technisch erfolgt?
- Werden rechtliche Schritte gegen die Rhysida-Gruppe eingeleitet?




