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Hormuz Strait: Shipping traffic remains low despite ceasefire
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Tagesschau Wirtschaft4/9/2026World3 min readGermany

Hormuz Strait: Shipping traffic remains low despite ceasefire

Only four ships passed through the Strait of Hormuz on the first day of the ceasefire, a fraction of the usual 140, as shipping companies await security guarantees and face potential tolls and high insurance premiums.

Quick Look

  • Shipping traffic through the Strait of Hormuz has plummeted since the ceasefire, with only four ships passing on the first day compared to the usual 140.
  • Shipping companies are hesitant due to security concerns, potential tolls, and high insurance costs.

AI-generated summary

Why It Matters

The Strait of Hormuz is a critical chokepoint for global oil transportation. A ceasefire has been declared, but shipping companies remain hesitant to resume normal operations due to security concerns and potential new regulations.

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Nur sehr wenige Schiffe passieren derzeit die Straße von Hormus. Am Mittwoch, dem ersten Tag der Waffenruhe, nutzten lediglich vier Schiffe mit eingeschalteten AIS-Sendern – einem automatischen Ortungs- und Informationssystem – die Meerenge. Dies steht im starken Kontrast zum üblichen Durchschnitt von rund 140 Schiffen pro Tag vor dem Krieg. Schiffe der sogenannten "Schattenflotte", die mit abgeschalteten AIS fahren und zumeist sanktioniertes iranisches Rohöl transportieren, sind in dieser Zählung nicht erfasst.

Die Reedereien zögern mit der Durchfahrt, da die Waffenruhe allein keine ausreichenden Sicherheitsgarantien bietet. Die tatsächliche Sicherheit der Passage ist ungewiss, weshalb die Unternehmen vorerst abwarten. Zusätzlich warnt die Marine der iranischen Revolutionsgarden vor Seeminen in der Straße von Hormus und hat eine Karte mit einer Gefahrenzone in den üblichen Schifffahrtswegen veröffentlicht. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) fordert daher Sicherheitsgarantien für Frachtschiffe, bevor die Durchfahrt wieder aufgenommen werden kann.

Iran behält sich eine Kontrolle über die Straße von Hormus vor. Richard Fontaine, Geschäftsführer der Denkfabrik Center for a New American Security, merkt gegenüber der New York Times an, dass Iran damit nun eine bessere Position innehabe als vor dem Krieg, da es zuvor keine Kontrolle über die Meerenge hatte.

Teheran hat eine Gebühr für eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge ins Spiel gebracht, die Teil der anstehenden Verhandlungen mit den USA ist. Laut der Financial Times könnte diese Gebühr bis zu zwei Millionen Dollar pro Öltanker betragen und in Kryptowährungen zu entrichten sein.

Experten warnen, dass eine solche Gebühr das iranische Regime finanzieren würde. Viele Reeder sehen die Zahlung als problematisch an, da sie gegen US-Sanktionen verstoßen könnte. Frankreichs Außenminister Barrot und Griechenlands Premier Mitsotakis bezeichneten die Mautpläne als "inakzeptabel". Mitsotakis warnte zudem im US-Sender CNN vor einem "äußerst gefährlichen Präzedenzfall für die Freiheit der Schifffahrt".

Selbst bei einer sicheren Passage durch die Straße von Hormus würde eine Rückkehr zum Normalbetrieb viel Zeit in Anspruch nehmen. Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen rechnet damit, dass es "mindestens sechs bis acht Wochen" dauern kann, bis das regionale Routennetzwerk wieder normal läuft.

Dies liegt daran, dass sich die Lieferströme erst neu sortieren müssen. Es geht nicht nur darum, ob einzelne Schiffe, die seit Wochen in der Region festsitzen, wieder fahren dürfen, sondern ob der Verkehr insgesamt wieder planbar wird. Ziel ist die Rückkehr zu verlässlichen Fahrplänen, Hafenanläufen und Routen der Schifffahrt, was auch eine komplette Neuplanung der Crew-Einsätze erfordert. Dies spricht gegen eine schnelle Rückkehr zum Vorkriegsniveau.

Die Frage der Versicherung bleibt eine große Herausforderung für die Reedereien. Die Meerenge wird vom Joint War Committee des Londoner Versicherungsmarktes weiterhin als Hochrisikogebiet eingestuft, was die von den Versicherern festgelegten Prämien in die Höhe treibt. Laut Financial Times verlangen Versicherer zudem teilweise Nachweise über iranische Genehmigungen, deren verbindliche Erteilung jedoch unklar ist. Solange die Versicherungsprämien hoch bleiben und die Bedingungen für Policen unklar sind, wird ein Neustart der Schifffahrt in der Straße von Hormus nur äußerst zäh anlaufen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Shipping traffic in the Strait of Hormuz will remain significantly below pre-war levels for at least several weeks.

    Very likely · Within weeks

  • Negotiations regarding tolls and security guarantees will be protracted and contentious.

    Likely · Within months

  • Insurance premiums for passage through the Strait of Hormuz will remain elevated.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • What are the exact terms of the ceasefire?
  • How will the US respond to Iran's proposed toll?
  • What specific security guarantees are required by shipping companies?
  • Will Iran's proposed tolls be enforced, and how will they be collected?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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