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Isar Aerospace verschiebt Raketentest erneut wegen technischer Probleme
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Handelsblatt6/15/2026Tech2 min readGermany

Isar Aerospace verschiebt Raketentest erneut wegen technischer Probleme

Quick Look

  • Isar Aerospace hat seinen zweiten Raketentestflug zum vierten Mal verschoben.
  • Ein technisches Problem mit den Fluidsystemen der "Spectrum"-Rakete ist die Ursache.
  • Das bayerische Start-Up plant, Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen zu bringen und ist bereits bis 2028 ausgebucht.

AI-generated summary

Why It Matters

Isar Aerospace, ein bayerisches Raumfahrt-Start-Up, versucht, seine Trägerrakete "Spectrum" erfolgreich zu testen, um Satelliten ins All zu bringen. Europa ist derzeit stark von US-Unternehmen wie SpaceX abhängig.

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Andøya. Das bayerische Raumfahrt-Start-Up Isar Aerospace hat den geplanten zweiten Testflug seiner Trägerrakete zum vierten Mal verschoben. Grund war ein neuerliches technisches Problem, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte. Demnach gab es eine Fehlfunktion in den Fluidsystemen.

Weitere Erläuterungen gab es in der kurzen Mitteilung nicht. Fluidsysteme einer Rakete regeln die Lagerung und den Transport des flüssigen Treibstoffs zu den Triebwerken. Ursprünglich war der zweite Testflug für Anfang dieses Jahres geplant, doch bereits im Januar, März und April waren die Startvorbereitungen dreimal abgebrochen worden.

Beim ersten Anlauf gab es ein technisches Problem, beim zweiten Mal kam ein norwegischer Fischer dazwischen, der die Sicherheitszone in den Gewässern vor der Startbasis nicht rechtzeitig verlassen hatte. Bei den Versuchen drei und vier kam es erneut zu technischen Problemen.

Die Spectrum soll nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen wenige hundert Kilometer über dem Erdboden bringen. Ziel des in Ottobrunn bei München ansässigen Unternehmens ist die Produktion von 40 Raketen pro Jahr.

Laut Unternehmen ist Isar Aerospace jetzt schon mit Aufträgen über mehrere hundert Millionen Dollar bis zum Jahr 2028 ausgebucht, obwohl die Rakete nicht serienreif ist. Wie wichtig das erst 2018 gegründete Jungunternehmen auch für die deutsche Politik ist, zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der das Gelände in Andøya am 13. März gemeinsam mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støhre besucht hatte.

Grund des großen Interesses ist die derzeitige weitgehende Unfähigkeit Europas, Satelliten mit eigener Technik ins All zu schießen. Seit langem wird die große Mehrheit der europäischen Satelliten von dem US-Raumfahrtunternehmen Space X ins All befördert.

Open Questions

  • Wann wird der nächste Startversuch stattfinden?
  • Was sind die genauen Ursachen der technischen Probleme?
  • Wie lange wird die Behebung der Probleme dauern?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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