Jüdische Allgemeine nimmt Gastbeiträge von Stephan-Andreas Casdorff offline
Quick Look
- Die "Jüdische Allgemeine" entfernt zwei Gastbeiträge von Stephan-Andreas Casdorff, da diese mutmaßlich mit KI erstellt wurden.
- Casdorff selbst räumte einen "Riesenfehler" ein und darf vorerst nicht mehr für den "Tagesspiegel" publizieren.
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Why It Matters
Die Wochenzeitung "Jüdische Allgemeine" hat zwei Gastbeiträge von Stephan-Andreas Casdorff offline genommen, nachdem bekannt wurde, dass er für den "Tagesspiegel" Texte mit Künstlicher Intelligenz verfasst hat.
Die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ nimmt zwei Gastbeiträge von Stephan-Andreas Casdorff, Editor-at-Large beim „Tagesspiegel“, offline.
Betroffenen seien die Texte „Warum werden Israels Fehler laut, der mörderische Judenhass seiner Feinde aber allzu oft nur sehr leise benannt?“, erschienen am 26. Mai und „Merz und Wadephul riskieren Deutschlands Glaubwürdigkeit“, erschienen am 22. März dieses Jahres, teilte die Zeitung am Montag in Berlin mit.
Vergangenen Freitag hatte der „Tagesspiegel“ bekannt gemacht, dass Casdorff mehrfach Meinungstexte für die Zeitung mit Künstlicher Intelligenz (KI) geschrieben habe. Der frühere Chefredakteur des Blattes darf deshalb bis auf Weiteres für den „Tagesspiegel“ nicht mehr publizistisch aktiv sein. Die besagten Texte wurden depubliziert. Er selbst sprach laut „Tagesspiegel“ von einem „Riesenfehler“. „Das hätte ich kenntlich machen müssen und sie deswegen nicht publizieren dürfen“, räumte er ein.
Während die beiden früheren Texte keinerlei Auffälligkeiten zeigten, seien die beiden späteren laut der selbst auf KI-Technologie basierenden „Pangram“-Software sehr wahrscheinlich mit einer KI verfasst worden, heißt es. Die Redaktion der „Jüdischen Allgemeinen“ habe sich daher entschieden, die beiden Beiträge von Casdorff zu depublizieren. Die Wochenzeitung habe zudem bisher vergeblich versucht, Casdorff zu erreichen.
Zuletzt hatte auch Mario Voigt in der Kritik gestanden. Dem thüringischen Ministerpräsidenten war vorgeworfen worden, Gastbeiträge für WELT und FAZ per KI erstellt zu haben. Auch eine Rede zum Holocaust-Gedenktag im Jahr 2025 solle er unter technischer Zuhilfenahme verfasst haben.
Open Questions
- Wie viele weitere Texte sind betroffen?
- Wie wird die KI-Nutzung zukünftig gehandhabt?



