Breaking
AREnzo Fernandes submitted two requests to leave Chelsea before moving to Manchester CityFRMultiplex of the 4th day of Ligue 1: Monaco holds Strasbourg in check, Lyon prepares to face Paris FCDE1. FC Köln missed a home win against Werder BremenRUCSKA football player Mateus Reis pushed referee Inal Tanashev in the match against RubinUSArizona Wildcats vs. BYU Cougars Week 2 College Football Preview and Betting AnalysisTRSemih Varol Was Detained Using Scathed Statements To Police OfficersESBeñat San José changes the goalkeeper and Audero makes his debut | Mourinho's men want to return to the path of victory in the League after the defeat against BetisTRBolu Governorship: Fire in the factory in Gerede Yazıkara village, 1 employee slightly injuredRUA drone that violated Moldovan airspace crashed in a corn field in RomaniaARDrone attacks on a Saudi pipeline and Houthi threats in the Bab al-Mandab Strait raise fears of rising oil pricesAREnzo Fernandes submitted two requests to leave Chelsea before moving to Manchester CityFRMultiplex of the 4th day of Ligue 1: Monaco holds Strasbourg in check, Lyon prepares to face Paris FCDE1. FC Köln missed a home win against Werder BremenRUCSKA football player Mateus Reis pushed referee Inal Tanashev in the match against RubinUSArizona Wildcats vs. BYU Cougars Week 2 College Football Preview and Betting AnalysisTRSemih Varol Was Detained Using Scathed Statements To Police OfficersESBeñat San José changes the goalkeeper and Audero makes his debut | Mourinho's men want to return to the path of victory in the League after the defeat against BetisTRBolu Governorship: Fire in the factory in Gerede Yazıkara village, 1 employee slightly injuredRUA drone that violated Moldovan airspace crashed in a corn field in RomaniaARDrone attacks on a Saudi pipeline and Houthi threats in the Bab al-Mandab Strait raise fears of rising oil prices
BackKanada trotzt Trump: Wie der Handelskrieg das Land zusammenhält
Kanada trotzt Trump: Wie der Handelskrieg das Land zusammenhält
Developing
FAZ2 hours agoPolitics2 min readGermany

Kanada trotzt Trump: Wie der Handelskrieg das Land zusammenhält

Quick Look

  • Der eskalierende Zollstreit zwischen Kanada und den USA unter der Trump-Regierung hat zu Gegenzöllen und gegenseitigen Anschuldigungen geführt.
  • Trotz wirtschaftlicher Ungleichheit wehrt sich Kanada unter Premierminister Mark Carney, der internationale Investoren trifft und nach Europa reist, um Unterstützung zu suchen.
  • Der Artikel zieht Parallelen zu Deutschlands Herausforderungen und kritisiert die dortige Stimmung des Niedergangs im Gegensatz zu Kanadas Aufbruchswillen.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Zollstreit begann vor drei Wochen mit gescheiterten Verhandlungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Kanada hat Gegenzölle verhängt, auf die Trump mit weiteren Zöllen und Importverboten reagierte. Trump hatte zudem vorgeschlagen, den Lake Ontario in Lake America umzubenennen.

Font size

Die Kanadier hätten allen Grund zur schlechten Laune. Der Zollstreit mit dem Nachbarland USA ist zuletzt immer weiter eskaliert. Vor drei Wochen ging es los mit geplatzten Verhandlungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Vor wenigen Tagen traten Kanadas Gegenzölle in Kraft, auf die Donald Trump prompt mit weiteren Zöllen und Importverboten reagierte. Schon zuvor hatte der US-Präsident verkündet, den Lake Ontario, dessen Ufer sich beide Länder teilen, in Lake America umzubenennen. Es ist ein neuer Tiefpunkt in den Beziehungen der Länder, die sich eigentlich wirtschaftlich und politisch stets so nah waren wie kaum zwei andere Nachbarländer.

Doch Kanada lässt sich nicht unterjochen. Das Land, das im Vergleich zu den USA zumindest wirtschaftlich ein Zwerg ist, wehrt sich entschieden gegen die Attacken Donald Trumps. Mehr noch: Es zieht sogar neue Kraft aus der Bedrohung von außen. Premierminister Mark Carney wirkt umtriebiger denn je. Kommende Woche empfängt er kanadische und internationale Investoren in Toronto, bevor er dann eine Reise nach Europa antritt, wo er der Rede der Kommissionspräsidentin zur Lage der Union beiwohnen und selbst vor dem EU-Parlament sprechen wird. Mehr als jeder zweite Kanadier unterstützt Mark Carney als Premierminister, er hat Anhänger sowohl in den progressiven Großstädten als auch in ländlichen Regionen. Das sind Umfragewerte, von denen Friedrich Merz nur träumen kann.

Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

F.A.S. jetzt lesen

Dabei ähneln sich die Ausgangslagen Deutschlands und Kanadas. Beide Länder müssen von den USA unabhängiger werden, das ist die offensichtlichste Parallele. Eine gewaltige Aufgabe, die vom Ausbau neuer und alter Handelswege bis zur Aufrüstung der eigenen Streitkräfte reicht. Beide Staaten müssen ihre Wirtschaft wieder in Schwung bringen, nachdem die Inflation das Leben der Menschen in den vergangenen Jahren erheblich verteuert hat. Sie müssen Bürokratie abbauen und um ihren Platz im Rennen um die Künstliche Intelligenz kämpfen. Und sie müssen Antworten finden auf den demographischen Wandel, der die Sozialsysteme und die Unternehmen immer stärker unter Druck setzt.

Kanada begegnet diesen Herausforderungen mit einer Haltung, die Deutschland abhandengekommen zu sein scheint: mit dem Willen zum Aufbruch. Dabei waren die Kanadier vor gar nicht langer Zeit auch ziemlich unzufrieden. Vor der letzten Wahl war das Land auf dem besten Weg, einen rechtsgerichteten Populisten zum Premierminister zu machen. Dann kam Donald Trump zurück – und das Blatt wendete sich für Mark Carney und seine liberale Partei. Das Land wollte nun doch lieber einen seriösen Staatsmann statt eines polternden Anführers. Von Anfang an hat Carney sein Land auf schwere Zeiten eingeschworen – und anders als Friedrich Merz kann er seine Bürger davon überzeugen, dass es sich lohnt, sie durchzustehen.

Es ist nicht neu, dass ein Land desto enger zusammensteht, je mehr es von außen bedroht wird. Wenn Trump verkündet, Kanada zum 51. Bundesstaat der USA machen zu wollen, ist die Gefahr besonders greifbar. Die persönliche Kränkung, die viele Kanadier angesichts der Demütigung durch ihren langjährigen Verbündeten empfinden, hilft Carney. Aber auch Deutschland ist bedroht, wenn Russland unsere Infrastruktur und Unternehmen immer wieder mit Drohnen und Cyberattacken ins Visier nimmt. Hinzu kommt die wirtschaftliche Abhängigkeit von China und den Vereinigten Staaten, die sich in eine Gefahr für den Wohlstand verwandelt hat.

Hierzulande beschwört man dennoch lieber den Niedergang. Vor einigen Tagen haben die Wähler in Sachsen-Anhalt die AfD zur stärksten Kraft gemacht, eine Partei, die wie keine andere Partei Abstiegsängste schürt. Wer einen Unternehmer, Manager oder Politiker sucht, der die Standortnachteile Deutschlands beklagt, wird schnell fündig. Und obwohl den meisten klar ist, dass es so nicht weitergehen kann, sollen etwaige Reformen doch bitte nicht sie selbst betreffen.

Wer einige Zeit in Kanada verbringt, erlebt ein Land, das sich der Spaltung in Krisenzeiten widersetzt. Dass Carney die Gespräche mit Trump abgebrochen hat, finden vier von fünf Kanadiern gut – obwohl ihnen klar sein dürfte, dass der Handelskrieg sie wirtschaftlich treffen wird. Ob am Ende ein stärkeres und moderneres Kanada steht, daran muss sich Carney in Zukunft messen lassen. Aber fürs Erste schafft er es, Zumutungen einen Sinn zu geben. Wenn der kanadische Premierminister in der kommenden Woche nach Straßburg reist, sollte die Bundesregierung deshalb genau hinsehen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Mark Carney wird seine Europa-Reise nutzen, um Unterstützung für Kanadas Position im Handelskrieg mit den USA zu sammeln.

    Likely · Within days

  • Der Handelskrieg zwischen Kanada und den USA wird sich kurzfristig verschärfen, bevor eine Verhandlungslösung gesucht wird.

    Possible · Within weeks

Open Questions

  • Wie lange wird der Handelskrieg zwischen Kanada und den USA andauern?
  • Welche konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen werden die Zölle auf beide Länder haben?
  • Wird Kanada seine Suche nach neuen Handelsparteien in Europa intensivieren?
  • Wie wird die EU auf Kanadas Vorstoß gegenüber den USA reagieren?

Related Topics

This article was originally published by FAZ.

Related Stories

Breakdown in the renovation of the White House Pool: Rushed work without tender
Developing·

Breakdown in the renovation of the White House Pool: Rushed work without tender

During the renovation of the White House Pool to mark the 250th anniversary of the United States, damage occurred due to hasty work without public tender: workers did not apply enough adhesive base, the chemical layers were incompatible, causing the bottom layer to bubble and separate. The government awarded the contract without competitive bidding to meet the July 4 deadline. The cost was $14.7 million. Initially, an investigation was launched against former Olympic canoeist David Hearn due to allegations of vandalism, but was later withdrawn. Trump ultimately admitted that there was no video or evidence to support his vandalism theory.

Spiegel Ausland
1 min read
Reform UK receives tens of millions in donations from crypto entrepreneurs
Developing·

Reform UK receives tens of millions in donations from crypto entrepreneurs

The British right-wing populist party Reform UK has received £36 million in donations each from crypto entrepreneurs Christopher Harborne and Ben Delo. Both stressed that the party needed more money than possible through membership fees in order to compete with Labor and the Conservatives. Delo was pardoned by Donald Trump in 2023 after pleading guilty in the US in 2022 to violating the Bank Secrecy Act. Reform UK has raised at least £85 million since the start of the year, while Farage is under investigation over an unreported donation of £5 million.

Die Welt
1 min read
Nationwide protests against right-wing extremism after the AfD success in Saxony-Anhalt
Developing·

Nationwide protests against right-wing extremism after the AfD success in Saxony-Anhalt

After the AfD's success in the state elections in Saxony-Anhalt, demonstrations against right-wing extremism took place in over 35 cities. Around 13,000 people came together in Berlin, organizers expected 20,000 participants in Hamburg and 20,000 demonstrators were counted in Düsseldorf. The protests were organized by a non-partisan alliance with more than 100 organizations. Some demonstrators called for an AfD ban procedure at the Federal Constitutional Court.

Tagesschau Inland
2 min read
More on this topickanada