Katar meldet Explosion bei Neustart von LNG-Anlage
Quick Look
- Bei der Wiederinbetriebnahme einer Gasversorgungsanlage in Katar kam es zu einer Explosion und einem Brand, bei dem 54 Menschen verletzt und 18 vermisst wurden.
- Die Auswirkungen auf die LNG-Produktion sind unklar.
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Why It Matters
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz sollen ein Friedensabkommen und die Beilegung des Irankriegs zum Ziel haben. Gleichzeitig gibt es eine Explosion in Katar und anhaltende Konflikte im Libanon.
Lukas Bay
Katar meldet Explosion bei Neustart von LNG-Anlage
Bei einem Zwischenfall während der Wiederinbetriebnahme des Industriekomplexes Ras Laffan ist es in Katar zu einer Explosion gekommen, bei der Dutzende Menschen verletzt wurden. Nach Angaben des Betreibers QatarEnergy trafen eine Explosion und ein Brand am Sonntag die lokale Gasversorgungsanlage Barzan. Das Innenministerium Katars teilte auf X mit, dass 54 Menschen bei der Explosion verletzt wurden, zudem werden 18 Personen vermisst.
Das Gaswerk Barzan versorgt die heimische Industrie und die Stromerzeugung. Ob die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) beeinträchtigt wird, ist unklar. Katar, vor dem Krieg der zweitgrößte LNG-Exporteur der Welt, hatte die Produktion des tiefgekühlten Brennstoffs zu Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran eingestellt.
Sabrina Frangos
Vermittler: Iran-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiter
Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein „finales Abkommen“ zu erreichen, hieß es in der Nacht in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.
Zudem sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, hieß es weiter. Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen. Die technischen Gespräche zur Umsetzung der Vereinbarungen sollen demnach den Rest der Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock fortgesetzt werden, hieß es in der von Katar auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter.
Sabrina Frangos
Iran: Einigung auf Mechanismus für Schifffahrt in Straße von Hormus
Bei den von Katar und Pakistan vermittelten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz gibt es nach iranischen Angaben gute Fortschritte. Unter anderem sei ein Mechanismus für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus vereinbart worden, teilt das Außenministerium in Teheran mit. Die Arbeit der Verhandlungsdelegation sei nach 18 Stunden abgeschlossen, die technischen Teams setzten ihre Arbeit jedoch fort. Die Vermittler Katar und Pakistan würden ein Dokument mit den vereinbarten Eckpunkten veröffentlichen. Damit sei der Grundstein für Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen gelegt. Auch bei der Umsetzung der Verpflichtungen der Gegenseite gebe es Fortschritte, berichten staatliche iranische Medien übereinstimmend.
Sabrina Frangos
Schiffsverkehr in Straße von Hormus bricht nach Iran-Blockade wieder ein
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist Schifffahrtsdaten zufolge nach der erneuten Blockade-Erklärung des Iran drastisch eingebrochen. Lediglich fünf Schiffe durchquerten die Meerenge am Sonntag, verglichen mit 26 am Vortag, wie aus Daten der Analysefirma Kpler hervorgeht. Das US-Militär teilt hingegen mit, dass weiterhin Handelsschiffe in dem Gebiet verkehren.
Vivian Melchert
Berichte: Protest der iranischen Delegation nach Trump-Drohungen
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump eingelegt. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüfe die iranische Abordnung nun eine angemessene Reaktion darauf.
Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten.
Kurz darauf berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna, das Treffen zwischen dem Iran, der USA, Pakistan und Katar sei nach 80 Minuten für interne Beratungen unterbrochen worden. Vertreter der iranischen Delegation haben sich dazu bislang nicht offiziell geäußert.
Vivian Melchert
US-Regierung widerspricht iranischem Militär zu Straße von Hormus
Die US-Regierung hat die Angaben des iranischen Militärs zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert, sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Was den Transport von Öl und Ölprodukten angeht, entspreche dies in etwa dem Verkehrsaufkommen vor Kriegsbeginn.
Wright räumte ein, manche Reeder hätten immer noch Bedenken, die Meerenge wieder zu nutzen. Der Iran habe im zentralen Teil der Wasserstraße verlegte Minen auch noch nicht geräumt. Die USA hätten jedoch eine Route im Süden der Meerenge geöffnet und eskortierten Schiffe, die diese nutzen.
In einer am Donnerstag unterzeichneten Rahmenvereinbarung sagten beide Seiten zu, die Blockaden aufzuheben. Doch am Samstag erklärte das gemeinsame Militärkommando des Iran, die Meerenge werde wegen der israelischen Angriffe auf die mit dem Iran verbündete Hisbollahmiliz im Libanon erneut gesperrt. Das US-Militär widersprach und kündigte an, sicherzustellen, dass der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert fließt.
Timm Seckel
Trump fordert Iran auf, Hisbollah aufzuhalten
US-Präsident Donald Trump verlangt von der iranischen Regierung in einem Truth-Social-Post, diese solle ihre „gut bezahlten“ Stellvertreter im Libanon davon abhalten, weiter Probleme zu bereiten. Damit dürfte vor allem die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz gemeint sein, gegen die sich die israelischen Luftangriffe und die Bodeneinsätze im Südlibanon richten. Sollte der Iran das nicht tun, würden die USA das Land erneut angreifen, droht Trump.
Dass Trump sich während der laufenden Verhandlungen in der Schweiz zu Wort meldet, dürfte als Zeichen des Drucks auf die iranische Delegation zu werten sein. Diese macht den Ausgang der Beratungen vor allem davon abhängig, ob Israel die Angriffe im Libanon tatsächlich einstellt. Wegen der fortlaufenden Attacken hatte Teheran erklärt, die Straße von Hormus erneut für alle Handelsschiffe zu sperren.
Timm Seckel
Vance berichtet von Verhandlungen – wenig Konkretes
US-Vizepräsident JD Vance hat nach der ersten Verhandlungsrunde in der Schweiz einen Zwischenstand vor der Presse verkündet und dabei keine Tendenz erkennen lassen. Vance sagte: „Wir wollen den Nahen Osten transformieren. Der Iran war bisher ein Treiber der regionalen Instabilität. Jetzt sehen wir die Chance auf Frieden und Wohlstand. Die Benzinpreise in den USA sinken bereits und Öl und Gas fließen langsam wieder. Jetzt schauen wir, ob wir darauf aufbauen können. Präsident Trump hat uns gebeten, eine neue Seite aufzuschlagen, und dem iranischen Volk die Hand zu reichen. Wir haben in den vergangenen Stunden großen Fortschritt gemacht und werden weitere Fortschritte machen.“ Von iranischer Seite gab es zunächst keine Stellungnahme.
Auf die Frage nach den anhaltenden israelischen Angriffen im Libanon sagte Vance, auch dort gebe es Fortschritte. „Frieden ist nie leicht, aber der Präsident hat sich dem Frieden in der gesamten Region verschrieben“, sagte der US-Vizepräsident.
Vivian Melchert
Irans Präsident signalisiert USA schriftlichen Verzicht auf Atombombe
Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigt sich bereit, den USA auch schriftlich zu garantieren, dass der Iran künftig kein Atomwaffenprogramm verfolgen werde. „Falls notwendig, können wir schriftlich festhalten, dass wir nicht beabsichtigen, eine Atombombe zu bauen“, sagte Peseschkian laut Nachrichtenagentur Irna. Ob eine solche Zusicherung Teil der laufenden Gespräche mit den USA in der Schweiz sein wird, ließ er offen.
Pesezschkian verwies erneut darauf, dass bereits der frühere oberste Führer Ali Chamenei aus religiösen Gründen die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen abgelehnt habe. Chamenei war bei den militärischen Angriffen der USA und Israels am 28. Februar getötet worden und wurde anschließend von seinem Sohn Modschtaba beerbt. Die politische Führung der Islamischen Republik beteuert stets, sie strebe nicht nach Atomwaffen.
Zu den anstehenden Verhandlungen mit dem politischen Erzfeind USA äußerte sich Peseschkian zuversichtlich. Die bisherigen Vereinbarungen lägen „wesentlich im Interesse des Irans“. Unter anderem erhoffe sich Teheran finanzielle Vorteile. Als ersten Schritt könnten die sechs Milliarden US‑Dollar – umgerechnet mehr als 5,2 Milliarden Euro – die von den USA in Katar eingefroren wurden, wieder freigegeben werden, so der Präsident.
Vivian Melchert
Anwohner berichten von Pause bei israelischen Angriffen im Südlibanon
Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz sind zu Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar gestoppt worden. Anwohner im Südlibanon berichteten von einer Pause bei den israelischen Angriffen am Sonntagmorgen. Auch von der israelischen Seite gab es keine Berichte über Beschuss durch die Hisbollah. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Anweisungen erhalten, die Waffenruhe einzuhalten. Es handle ausschließlich defensiv, sagte ein Sprecher.
Noch am Freitag und Samstag hatten sich Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah heftig beschossen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete mehr als 50 Tote bei israelischen Angriffen seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran am Donnerstag. Zudem kamen fünf israelische Soldaten ums Leben. Israel gab an, am Samstag Infrastruktur der Hisbollah angegriffen zu haben, darunter ein Tunnelnetzwerk in der südlibanesischen Stadt Kfar Tebnit.
Das amerikanisch-iranische Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges „an allen Fronten, auch im Libanon“ und die Gewährleistung der „territorialen Integrität und Souveränität“ des Libanon vor. Allerdings sind weder Israel noch die Hisbollah Vertragsparteien. Der Iran besteht darauf, dass sich Israel aus dem Südlibanon zurückziehen müsse, auch wenn der Wortlaut der Übergangsvereinbarung das nicht ausdrücklich vorschreibt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenrückzug bislang verweigert.
Timm Seckel
Iran und USA verhandeln nun direkt
Die beiden Delegationen verhandeln nach Angaben der Vertreter aus Katar nun direkt miteinander. In einer Hotelanlage nahe des Vierwaldstättersees in der Schweiz beraten die beiden Staaten erstmals darüber, wie ein endgültiges Ende des Irankriegs aussehen könnte. Katar und Pakistan haben als vermittelnde Staaten hochrangige Militärs und Regierungsvertreter entsandt, die die Gespräche begleiten.
Vivian Melchert
Katz: Kein Abzug Israels aus „Sicherheitszone“ im Libanon
Die israelischen Truppen werden Verteidigungsminister Israel Katz zufolge in den besetzten Gebieten im Südlibanon bleiben. „Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen“, erklärt Katz. Es habe in der Vergangenheit keine Einschränkung für israelische Soldaten gegeben, im Libanon gegen Bedrohungen vorzugehen, und es gebe auch jetzt keine. Obwohl nach monatelanger Eskalation der Gewalt seit Freitagnachmittag eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gilt, hat Israel am Samstag nach eigenen Angaben Ziele der mit dem Iran verbündeten Miliz angegriffen. Dabei seien mindestens zwanzig Menschen getötet worden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.
Timm Seckel
Iran: Verhandlungen dauern nur einen Tag
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA im schweizerischen Bürgenstock sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.
Neben den politischen Gesprächen sind auch Arbeitsrunden auf Expertenebene geplant. Die sollen sich unter anderem um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz. Allerdings ist bislang nicht geklärt, ob auch diese technischen Beratungen bereits nach einem Tag enden oder unabhängig von den Hauptverhandlungen fortgesetzt werden.
Timm Seckel
Ablauf der Verhandlungen in der Schweiz unklar
Nach der Ankunft von US-Vizepräsident JD Vance am Schweizer Verhandlungsort Bürgenstock gibt es öffentlich keinen klaren Zeitplan für die Friedensverhandlungen mit dem Iran. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, sagt staatlichen Medien, ein Vierertreffen zwischen dem Iran, den USA, Katar und Pakistan werde am Sonntagnachmittag stattfinden. Iran werde bereits früher am Tag Gespräche mit den Vermittlern Katar und Pakistan führen. Das Schweizer Außenministerium erklärt, die Gespräche der Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf sollten unter Beteiligung von Vermittlern „im Laufe des Vormittags“ beginnen.
Timm Seckel
Straße von Hormus laut iranischen Medien weiter gesperrt
Kurz vor Beginn US-iranischer Gespräche in der Schweiz bleibt die Straße von Hormus nach Berichten aus dem Iran weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider. Die USA und der Iran hatten sich auf eine 60-tägige Waffenruhe geeinigt, um über ein Friedensabkommen zu verhandeln. Als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon hatten die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge jedoch am Samstag für geschlossen erklärt. Das US-Militär hatte dagegen mitgeteilt, dass weiterhin Handelsschiffe in der Wasserstraße unterwegs seien.
Timm Seckel
Vance und Sharif in der Schweiz eingetroffen
Sowohl die US-Delegation um die Vizepräsidenten J.D. Vance als auch die pakistanischen Vertreter um Ministerpräsident Shehbaz Sharif sind in der Schweiz eingetroffen, um dort an den Verhandlungen mit dem Iran teilzunehmen. Pakistan gilt als wichtigster Vermittler in dem Konflikt.
Timm Seckel
Libanon: Mindestens sieben Tote nach israelischen Angriffen
Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA am Morgen. In der Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.
Laut libanesischen Sicherheitskreisen überwachen israelische Bodentruppen einen strategisch wichtigen Hügel nahe der Stadt Nabatija genau, auch wenn sie dort noch nicht d
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Verhandlungen werden zu einer teilweisen Lockerung der Sanktionen gegen den Iran führen.
Likely · Medium term
Die Spannungen im Libanon werden weiter bestehen, trotz der Waffenruhe.
Likely · Long term
Open Questions
- Wie stark wird die LNG-Produktion beeinträchtigt?
- Wird die Waffenruhe im Libanon eingehalten?
- Wird ein endgültiges Abkommen zwischen USA und Iran erreicht?




