KI-Shopping-Start-up Phia unter Betrugsverdacht: Gates-Tochter Mitgründerin
Dem Start-up Phia, mitgegründet von Bill Gates' Tochter Phoebe Gates, wird vorgeworfen, unrechtmäßig Provisionen durch 'Cookie-Stuffing' kassiert zu haben.
Quick Look
- Das KI-Shopping-Start-up Phia, mitgegründet von Phoebe Gates, sah sich Vorwürfen gegenüber, durch eine Browsererweiterung unrechtmäßig Provisionen von Onlineshops kassiert zu haben.
- Eine Bloomberg-Recherche deckte die Praxis des 'Cookie-Dropping' auf, die Phia mittlerweile beendet hat.
- Die Enthüllung löste eine Online-Kontroverse aus.
AI-generated summary
Why It Matters
Phia, ein KI-Shopping-Start-up, wurde 2025 von Phoebe Gates und Sophia Kianni gegründet und hat über 38 Millionen Euro an Finanzmitteln von prominenten Investoren erhalten.
Dem KI-Shopping-Start-up Phia wird vorgeworfen, zu Unrecht Provisionen für Käufe in Onlineshops kassiert zu haben. Besondere Prominenz bekommt das Unternehmen, da die 23-jährige Tochter des Microsoft-Gründers Bill Gates zu den Gründerinnen gehört.
Phia wirbt damit, für seine Nutzerinnen und Nutzer beim Onlineshopping besonders günstige Angebote und Rabattcodes zu finden. Doch eine Recherche von »Bloomberg« zeigte, dass die Browsererweiterung des Unternehmens offenbar Onlineshops täuschte, um Provisionen zu verdienen. Das Unternehmen hat die umstrittene Praxis mittlerweile beendet.
Bei dem Skandal geht es um sogenannte Affiliate-Links: Medien oder andere Portale verlinken dabei auf Onlineshops und erhalten eine Provision, wenn Nutzerinnen oder Nutzer über diese Links Waren einkaufen. Laut der Recherche öffnete die Browsererweiterung von Phia während des Bezahlvorgangs eines Einkaufs im Hintergrund ein neues Tab und fügte dort einen eigenen Empfehlungscode ein – ohne Interaktion des Käufers. Damit konnten Empfehlungen von anderen Websites überschrieben werden, sodass Phia Provisionen für Verkäufe einfordern konnte, mit denen die App nichts zu tun hatte. Die Praxis nennt man »Cookie-Dropping« oder »Cookie-Stuffing«.
Wie ein Sprecher des Unternehmens »Bloomberg« mitteilte, soll Phia die Praxis mittlerweile behoben haben. Die Redaktion konnte dies bestätigen.
Phia wurde 2025 von Bill Gates’ Tochter Phoebe Gates, 23, und ihrer ehemaligen Stanford-Mitbewohnerin Sophia Kianni, 24, gegründet. Das Start-up hat Finanzmittel im Wert von umgerechnet mehr als 38 Millionen Euro eingetrieben und wird von sehr bekannten Investorinnen unterstützt. Zu den prominenten Gesichtern zählen unter anderem Hailey Bieber, Khloé Kardashian, Alix Earle, Sydney Sweeney und Paris Hilton.
Die Recherche hatte am Wochenende eine Kontroverse im Netz ausgelöst. Phia wurde von Impact.com, einer Plattform für Affiliate-Marketing, gesperrt. Auf TikTok finden sich Clips mit Tausenden Likes zu dem »Tech-Skandal«, bei dem immer wieder auf die Herkunft von Phoebe Gates eingegangen wird.
Phia ist nicht das erste Tech-Start-up, dem diese Methode vorgeworfen wurde. Aktuell laufen Klagen wegen »Cookie-Stuffing« gegen die PayPal-Tochter Honey.
Open Questions
- Wie wird Phia das Vertrauen der Nutzer zurückgewinnen?
- Welche weiteren Konsequenzen drohen Phia durch die Vorwürfe?







