Kieler Woche: Drohnenshow wegen Sicherheitsbedenken verlegt
Quick Look
- Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann nicht wie geplant über dem Marinearsenal stattfinden.
- Die Bundeswehr begründet dies mit Spionage- und Sabotagegefahren.
- Ein alternativer Startplatz im Ostuferhafen wurde gefunden.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann aus Sicherheitsgründen nicht über dem Marinearsenal stattfinden. Die Bundeswehr befürchtet Spionage und Sabotage. Auch die Sperrung des Marinearsenals für Zuschauer bleibt bestehen.
Die Drohnenshow zum Abschluss der Kieler Woche kann aus Sicherheitsgründen in diesem Jahr nicht über dem Marinearsenal stattfinden. «Es besteht die Gefahr, dass die Drohnenshow genutzt werden könnte, um Spionage und gegebenenfalls auch Sabotage zu betreiben», sagte ein Sprecher der Bundeswehr den «Kieler Nachrichten». Die Bundeswehr habe sich daher entschieden, das Marinearsenal nicht als Start- und Landepunkt der Drohnen zuzulassen.
Regelmäßig Drohnen im militärischen Sicherheitsbereich
«Es hat sich gezeigt, dass zur Abschlussinszenierung auch im militärischen Sicherheitsbereich regelmäßig fremde Drohnen in der Luft waren», sagte der Sprecher mit Blick auf frühere Drohnenshows. Wie im vergangenen Jahr bleibe das Marinearsenal auch für die Bevölkerung gesperrt. «Auch in diesem Jahr wird ein Betreten durch Zuschauerinnen und Zuschauer aufgrund der allgemeinen Sicherheitslage nicht realisierbar sein», sagte der Sprecher.
Trotz der Absagen der Bundeswehr wird es nach Angaben der Stadt Kiel dennoch eine Drohnenshow geben. Da die Bundeswehr sie rechtzeitig informiert habe, habe ein Alternativstandort gefunden werden können, sagte eine Stadtsprecherin dem Blatt. Statt vom Marinearsenal aus sollen die Drohnen nun auf einem Gelände des Ostuferhafens starten und landen.
Kieler Woche im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts
Die Kieler Woche, die als eine der größten Segelsportveranstaltungen der Welt gilt und gleichzeitig ein riesiges Volksfest ist, beginnt am 20. Juni und endet am 28. Juni. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Zur Eröffnung wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Zuletzt hatte die Veranstaltung rund 3,3 Millionen Besucher angezogen.
Open Questions
- Welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen werden am alternativen Standort ergriffen?
- Gab es in der Vergangenheit bereits Vorfälle von Spionage oder Sabotage durch Drohnen im militärischen Sicherheitsbereich?
- Wie wird die Bundeswehr die Sicherheit des Marinearsenals für die Bevölkerung weiterhin gewährleisten?


