Konflikt zwischen Israel und Hisbollah geht trotz US-Deal weiter
Quick Look
- Trotz eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran gehen die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter.
- Israelische Luftangriffe forderten auf libanesischer Seite 18 Tote und 33 Verletzte, darunter acht Mitglieder derselben Familie.
- Vier israelische Soldaten wurden getötet und vier weitere verletzt.
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Why It Matters
Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israels Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon gehen unvermindert weiter. Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht eine Beendigung der militärischen Konflikte vor, enthält aber keine Klausel über einen Abzug israelischer Truppen.
Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israels Armee und der Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon gehen unvermindert weiter. Was bedeutet das für das Abkommen zwischen Washington und Teheran? 19.06.2026 - 10:06 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören
Trotz des US-Deals mit dem Iran gehen die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon weiter. (Archivbild) Foto: Hussein Malla/AP/dpa
Beirut/Tel Aviv. Der Libanon bleibt die Schwachstelle im Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben über Nacht und am Freitagmorgen Stellungen der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon aus der Luft an. Zuvor habe die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt.
Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurden auf libanesischer Seite 18 Menschen getötet und 33 verletzt. Acht Getötete seien Mitglieder derselben Familie, hieß es in der Mitteilung.
Alle Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.
Das Rahmenabkommen sieht ein Ende der Gewalt vor
Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen. Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete des Irans in der Region.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag die von der Armee errichtete „Sicherheitszone“ im Südlibanon als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael bezeichnet. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
Libanesischen Sicherheitskreisen zufolge wurde unter anderem die Ortschaft Kfar Tebnit nahe Nabatija von mehreren Luftschlägen getroffen. Demnach kam es dort bei einer strategisch wichtigen Anhöhe zu Gefechten.
Open Questions
- Wie wird sich das Abkommen auf die regionale Stabilität auswirken?
- Wann wird Israel seine Sicherheitsbedürfnisse als erfüllt ansehen?




