Krim: Behörden verbieten Kinderunterbringung bis September
Quick Look
- Die von Russland eingesetzten Behörden auf der Krim verbieten bis zum 1.
- September die Unterbringung von Kindern zu Erholungs- und Tourismuszwecken.
- Als Grund wird die öffentliche Sicherheit genannt, angesichts der verschärften Lage durch ukrainische Drohnenangriffe und Treibstoffknappheit.
AI-generated summary
Why It Matters
Die von Russland 2014 annektierte Krim ist ein beliebtes Reiseziel für russische Touristen. Die Ukraine kündigte eine Isolation der Halbinsel mittels Drohnenangriffen an.
Moskau. Die von Moskau eingesetzten Behörden auf der seit 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Unterbringung von Kindern zu Erholungs- und Tourismuszwecken verboten. Das gelte bis zum 1. September, hieß es in einem entsprechenden Dekret.
„In der aktuellen Situation sind diese Maßnahmen nötig zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“, schrieb der von Russland einsetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow dazu bei Telegram und bat um Verständnis. Die Krim ist bei russischen Touristen ein beliebtes Reiseziel. Auch Kinderferienlager sind üblich.
Die Lage auf der Krim verschärft sich nach ukrainischen Drohnenangriffen. Bereits seit Wochen ist Benzin dort knapp. Nachdem es erst Abgabebeschränkungen gegeben hatte, wird inzwischen gar kein Kraftstoff mehr an Privatleute ausgegeben. Der örtliche Energieversorger Krimenergo teilte außerdem mit, dass Zeitpläne für Stromsperren eingeführt wurden. Das wiederum hat auch Einfluss auf die Wasserversorgung.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hatte vor einer Woche in einem Interview eine Isolation der Halbinsel mittels Drohnenangriffen angekündigt.
Open Questions
- Wie lange wird das Verbot gelten?
- Welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen sind geplant?

