Leipzig Straßenbahnen nach Hitzeschäden wieder fast vollständig im Einsatz
Quick Look
- Nach einer Woche Einstellung des Betriebs fahren die Straßenbahnen in Leipzig wieder fast vollständig.
- 550 Bürger halfen, verklebte Gleise zu reinigen.
- Eine Untersuchung soll Ursachen für die Hitzeschäden klären.
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Why It Matters
Extreme Hitze hatte die Fugenmasse der Leipziger Straßenbahnschienen aufgeweicht, was zu Verklebungen und Schäden führte. Dies führte zu einer mehrtägigen Einstellung des Betriebs.
Eine Woche nach der Einstellung des Straßenbahnverkehrs in Leipzig wegen gravierender Hitzeschäden fährt ein Großteil der Bahnen wieder.
Am Samstag waren die Leipzigerinnen und Leipzig zum dritten und letzten Mal zum Mitmachen aufgerufen, um Fugenmasse aus verklebten Gleisen zu kratzen. Inzwischen fahren wieder Straßenbahnen in alle Stadtteile, wie die Verkehrsbetriebe (LVB) informierten. Ab Montag soll auch die Linie 2 wieder bedient werden. Einige Bahnen sind noch mit Umleitungen unterwegs.
Am 27. Juni war der Straßenbahnbetrieb in Sachsens größter Stadt vollständig eingestellt worden. Extreme Hitze mit Temperaturen um 40 Grad hatte laut LVB an vielen Stellen an den Schienen die Fugenmasse aufgeweicht. Die Straßenbahnen hatten diese herausgedrückt und mit ihren Rädern auf Schienen und Weichen verteilt - bis zu fünf Millimeter dick. Die Masse härtete dann wieder aus und verklebte die Schienen und beschädigte auch Fahrzeuge.
Mehrere Tage lang fuhr in Leipzig überhaupt keine Bahn. Am vergangenen Dienstag hatten die LVB zur ersten Freiwilligenaktion aufgerufen: Bürgerinnen und Bürger knieten mit Spachteln an den Schienen, um die schwarze zähe Masse wieder zu entfernen. An allen drei Hilfsaktionen beteiligten sich nach Angaben der Verkehrsbetriebe insgesamt 550 Menschen.
Als Dank für die Hilfe und das Verständnis der Menschen gewähren die LVB in der kommenden Woche Freifahrten: Wer ein gültiges Ticket besitze, könne im Stadtgebiet kostenlos eine weitere Person in Bahn und Bus mitnehmen, teilte das Unternehmen mit. Das gelte vom 6. bis 12. Juli. Ausgenommen sind S-Bahnen und Regionalzüge.
Inzwischen hat ein TÜV-Gutachter seine Analyse zu den Schadensursachen begonnen. Er nimmt Materialproben und untersucht unter anderem, warum die Fugenmasse an einigen Stellen schmolz und an anderen der Hitze standhielt. Die Ergebnisse sollen in künftige Bauvorhaben einfließen.
Open Questions
- Warum hielt die Masse an manchen Stellen der Hitze stand?
- Welche baulichen Anpassungen sind zukünftig nötig?


