
Erbprinz Alois verkündet Änderung der Regeln zum Nationalfeiertag
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Liechtenstein führte das Frauenwahlrecht erst 1984 ein, als letzter Staat Europas.
Liechtenstein öffnet die Thronfolge für Frauen. Erbprinz Alois verkündete am Nationalfeiertag die Änderung der Regeln, die auf das absolute Erstgeburtsrecht umgestellt werden.
Die notwendige Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Familienmitglieder war bereits am Mittwoch erreicht worden. "Die Thronfolge wird vom männlichen Erstgeburtsrecht auf das absolute Erstgeburtsrecht umgestellt", erklärte Alois. Künftig wird damit das erstgeborene Kind, unabhängig vom Geschlecht, Thronfolger und später Fürstin oder Fürst von Liechtenstein sein.
Zunächst hat die Änderung keine Auswirkungen auf die unmittelbare Thronfolge. Staatsoberhaupt bleibt Fürst Hans-Adam II., der 2004 einen Großteil seiner Befugnisse an seinen ältesten Sohn Alois übergab. Dessen ältestes von vier Kindern ist der 31-jährige Prinz Joseph Wenzel.
Liechtenstein führte das Frauenwahlrecht auf nationaler Ebene erst 1984 ein, als letzter Staat Europas. Die männlichen Wähler stimmten in einer Volksabstimmung knapp für die Änderung, die Hans-Adam unterstützt hatte. Im vergangenen Jahr wurde Brigitte Haas zur ersten Regierungschefin des Fürstentums gewählt.
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Weitere Modernisierungsmaßnahmen in Liechtenstein
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