Linke: Jan van Aken tritt ab – Ulrich Schneider kandidiert für Bundesvorstand
Quick Look
- Jan van Aken tritt als Parteichef der Linken zurück.
- Seine Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner will mit Luigi Pantisano eine neue Doppelspitze bilden.
- Das Linken-Urgestein Ulrich Schneider kündigt Kandidatur für den Bundesvorstand an.
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Why It Matters
Die Linke wählt auf ihrem Parteitag im Juni eine neue Parteiführung. Parteichef Jan van Aken wird nicht mehr kandidieren. Die Doppelspitze der Partei muss paritätisch besetzt sein.
Wenn die Linke im Juni auf ihrem Parteitag eine neue Doppelspitze wählt, wird Parteichef Jan van Aken nicht mehr kandidieren. Seine Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner allerdings will weitermachen – im neuen Tandem mit dem Baden-Württemberger Luigi Pantisano. Das Duo läuft bisher außer Konkurrenz, Kampfkandidaturen gegen beide wurden bisher nicht angekündigt.
Nun kommt eine weitere Personalie für den erweiterten Bundesvorstand hinzu: Das Linken-Urgestein Ulrich Schneider hat auf X seine Kandidatur verkündet.
Die Reformen der Bundesregierungen bewertet Schneider als »massiven Angriff« auf Arbeitende und den Sozialstaat. Deshalb brauche es eine starke Linke, »die Kämpfe haben gerade erst begonnen«. Seine Partei sieht er in der Verantwortung, für Umverteilung zu streiten, entsprechend will er für den Bundesvorstand der Linken kandidieren, schreibt Schneider.
Pläne als Doppelspitze
In der Linken wird die Parteispitze paritätisch besetzt, je eine Frau und ein Mann müssen sich den Parteivorsitz teilen. Im erweiterten Bundesvorstand finden zudem vier Stellvertretende, ein Schatzmeister, ein Geschäftsführer sowie mehr als ein Dutzend weitere Vorstandsmitglieder Platz. Über die neue Parteiführung entscheidet die Linke auf ihrem Bundesparteitag vom 19. bis 21. Juni in Potsdam.
Bislang gilt als sicher, dass Schwerdtner und Pantisano neue Vorsitzende werden. Pantisano hatte seine Kandidatur nur wenige Stunden nachdem Jan van Aken seinen Rückzug verkündete bekannt gegeben. Mit einem aufwendigen Social-Media-Video wirbt er in seiner Partei um Stimmen. Schwerdtner, die seit anderthalb Jahren die wiedererstarkte Linke mit van Aken führte, gab dann vergangene Woche bekannt, in Doppelspitze mit Pantisano weitermachen zu wollen – so beide gewählt werden.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes wurde suggeriert, Schneider strebe eine Kampfkandidatur gegen Pantisano um den Posten des männlichen Vorsitzenden an. Das ist nicht korrekt – er bewirbt sich lediglich für den Bundesvorstand. Wir haben die Überschrift und Stellen im Text korrigiert.
Open Questions
- Will Ines Schwerdtner tatsächlich mit Luigi Pantisano eine Doppelspitze bilden, falls beide gewählt werden?
- Werden Kampfkandidaturen gegen Schwerdtner und Pantisano angekündigt?
- Welche weiteren Mitglieder werden in den Bundesvorstand gewählt?
- Wie bewertet die Partei die Reformen der Bundesregierung?



