LinkedIn kämpft gegen KI-generierte Inhalte
Die Business-Plattform führt neue Funktionen ein, um die Flut von KI-generiertem "Slop" einzudämmen und die Qualität der Beiträge zu sichern.
Quick Look
- LinkedIn führt neue Maßnahmen gegen KI-generierte Inhalte ("KI-Slop") ein, darunter verbesserte Klassifikatoren und eine Meldefunktion.
- Dies geschieht, nachdem ein Bericht von Pangram zeigte, dass bis zu 41 Prozent der Posts auf der Plattform von KI stammen.
AI-generated summary
Why It Matters
Soziale Medien, insbesondere LinkedIn, sind zunehmend von KI-generierten Inhalten betroffen, wobei ein Bericht von Pangram auf einen hohen Anteil solcher Posts hinweist.
Was für eine Reise es war! 🙏
Ich habe in dieser Zeit so unglaublich viel gelernt – über Prozesse, über Menschen, über mich selbst. Ich durfte mit einem außergewöhnlichen Team zusammenarbeiten, das jeden Tag aufs Neue alles gibt. Ihr wisst, wer ihr seid. DANKE. Von Herzen.
Wenn Nutzer der Social-Media-Plattform LinkedIn von ihrem jüngsten Jobwechsel berichten, dann ist das immer eine große Sache, egal wie klein der Schritt auf der Karriereleiter sein mag. Die Posts haben einen typischen Stil, den künstliche Intelligenz leicht imitieren kann: Die oben zitierten Absätze hat das Sprachmodell Sonnet 4.6 geschrieben, nachdem der Autor dieses Textes es um einen »typischen KI-Post« eines Mittelmanagers gebeten hat.
Hari Srinivasan, leitender Produktmanager bei LinkedIn, hat die neue Funktion in einem Post angekündigt. Sie sei eine von mehreren Maßnahmen, die man im Kampf gegen KI-Slop umsetzen wolle. Srinivasan nennt zunächst bestehende Systeme, die automatisierte Beiträge aussieben, dann eine Reihe neuer, nicht näher benannter Klassifikatoren, die dafür sorgen sollen, dass LinkedIn KI-Slop zuverlässiger erkennt und den Nutzern seltener anzeigt. Die neue Meldefunktion soll den Systemen des Netzwerks beim Erkennen helfen: Man wolle damit die Modelle justieren, die das leisten sollen, so Srinivasan.
Außerdem sollen eigene Funktionen zur KI-Bearbeitung der Nutzerbeiträge weniger stark eingreifen als bisher. Srinivasan spricht von »Korrekturlesen« statt »Verbessern«. Damit soll die »Stimme« des jeweils Schreibenden, also die typische Ausdrucksweise, erkennbar bleiben.
Jeder dritte Post soll von KI stammen
Der klischeehafte LinkedIn-Stil, das sollte man der Fairness halber sagen, hat sich auf dem Businessnetzwerk bereits vor der Welle generativer KI entwickelt – mit all seinen Beschönigungen und Überhöhungen, irgendwo zwischen PR und Quartalszahlenbericht. Dass LinkedIn so klingt, wie es klingt, liegt nicht allein an künstlicher Intelligenz.
Allerdings werden inzwischen praktisch alle Social-Media-Plattformen von KI-Inhalten geflutet. Laut einem Vergleich des KI-Detektors Pangram findet sich auf LinkedIn besonders viel davon: Demnach sind 30 Prozent der kurzen Posts von KI geschrieben, bei längeren Texten mit mehr als 250 Wörtern sogar 41 Prozent.
Ob die Bemühungen des Netzwerks diese Zahlen senken können? Ob andere Dienste folgen?
Lassen wir es wieder von Sonnet als LinkedIn-Prosa formulieren:
Die Wahrheit ist: Nicht alles lässt sich planen. Nicht alles lässt sich kontrollieren. Und das ist – und ich meine das ernst – eine der wertvollsten Lektionen, die mir meine Karriere bisher geschenkt hat.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
LinkedIn wird die Wirksamkeit seiner neuen Maßnahmen gegen KI-Slop evaluieren.
Likely · Within months
Andere Social-Media-Plattformen könnten ähnliche Maßnahmen zur Inhaltsmoderation einführen.
Possible · Within months
Open Questions
- Können LinkedIns Maßnahmen die Menge an KI-Slop signifikant reduzieren?
- Werden andere Social-Media-Plattformen ähnliche Schritte unternehmen?






