Lückenkemper: Von der Zecke zur Deutschen Meisterin - mit Turbulenzen
Rebekka Lückenkemper wird trotz Gesundheitsproblemen deutsche 100-Meter-Meisterin, Jolina Ernst entthront
Quick Look
- Rebekka Lückenkemper wird trotz einer anstrengenden Vorbereitung mit Gesundheitsproblemen (Sommergrippe, Zeckenbeiß) deutsche 100-Meter-Meisterin.
- Jolina Ernst gewinnt das Finale, Lückenkemper sichert sich den dritten Platz.
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Why It Matters
Rebekka Lückenkemper hatte in der Vorbereitung mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen.
Dort hatte sich eine Zecke festgebissen, wie Lückenkemper den Tränen nah erzählte, nachdem sie als deutsche 100-Meter-Meisterin von Jolina Ernst entthront worden war. Nachdem sie schon eine Sommergrippe auskuriert hatte, musste Lückenkemper zwei Wochen lang mit dem Training aussetzen und ein Antibiotikum einnehmen. »Es war echt hart«, sagte die 29-Jährige. »Diese scheiß Zecke hat echt ein paar Mal das Nervensystem gebissen.« Lückenkemper dachte gar daran, auf die Meisterschaften in ihrer westfälischen Heimat zu verzichten. »Vom Herz her nein, vom Kopf zwischendurch ja«, sagte die Doppel-Europameisterin von 2022. »Der Körper war viel zu sehr angegriffen. Das Nervensystem hat so einen Treffer davon genommen. Ich habe nachts acht Stunden geschlafen, aber ich war nicht richtig erholt danach.« Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht behinderten sie beim Start, der ohnehin die Schwachstelle von Lückenkemper ist. So war sie letztlich »unfassbar froh, überhaupt drei Runden auf der Bahn zu stehen« und am Ende im Finale in 11,29 Sekunden noch Dritte geworden zu sein. Trainer von Rebekka Haase half Das große Ziel ist nun die EM vom 10. bis 16. August in Birmingham. Dort braucht die deutsche Staffel Lückenkemper und auch Rebekka Haase, die zwar nur Vierte im Wattenscheider Lohrheidestadion wurde, aber an deutschen Medaillen bei EM, WM und Olympia in den vergangenen Jahren entscheidend beteiligt war. Ihr Trainer half Lückenkemper zuletzt in schweren Zeiten. Auf einen Staffel-Einsatz beim Saisonhöhepunkt hofft auch Jolina Ernst, die bei ihrem Sieg zwar in 11,26 Sekunden persönliche Bestzeit lief, aber nicht für die Einzel-Konkurrenz qualifiziert ist. Auch für die 22-jährige Wattenscheider Lokalmatadorin liefen die vergangenen Wochen eigenen Worten zufolge nicht immer nach Wunsch. »Ich selber bin, glaube ich, am meisten überrascht, weil ich damit nicht gerechnet hätte«, sagte sie daher nach ihrem Titel.
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Lückenkemper wird für die EM nominiert
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