Lukaschenko ruft zu Kompromissen im Ukraine-Krieg auf
Quick Look
- Belarus' Präsident Lukaschenko fordert Kompromissbereitschaft von Russland und Ukraine, da ein militärischer Sieg unrealistisch sei.
- Er entschuldigt sich bei Selenskyj für scharfe Worte und warnt vor ukrainischen Provokationen von belarussischem Gebiet aus.
- Unterdessen meldet Moskau den Abschuss ukrainischer Drohnen über der Hauptstadt und einer Ölraffinerie.
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Why It Matters
Belarus, ein enger Verbündeter Russlands, hat dem Land die Nutzung seines Territoriums für den Einmarsch in die Ukraine 2022 gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.
Um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, ruft der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko beide Länder zur Kompromissbereitschaft auf. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Auch wenn die russischen Truppen weiter vorrücken würden, litten beide Seiten an einem Mangel an Soldaten.
Zugleich versicherte Lukaschenko, die Ukraine habe von seinem Land nichts zu befürchten und entschuldigte sich zudem bei Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Falls Wolodymyr Oleksandrowitsch sich beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich bei ihm für diese Worte“, sagte Lukaschenko und fügte hinzu, dass er angesichts des andauernden Krieges der Ukraine gegen Russland möglicherweise zu scharf gesprochen habe.
Gleichzeitig betonte Lukaschenk jedoch, dass Selenskyj in seinen Äußerungen vorsichtiger sein sollte. Selenskyj hatte kürzlich angedeutet, dass russische Angriffe auch von belarussischem Gebiet ausgehen könnten.
Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, hatte zuvor gesagt, das ukrainische Militär hätte in Belarus 500 potenzielle Ziele identifiziert. Lukaschenko wiederum reagierte mit einer Drohung: Die Ukraine sei ein „sehr ernstes Ziel“, wenn Belarus bedroht werde. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.
Kämpfe gehen weiter
Unterdessen gehen die Kämpfe zwischen Russland und der Ukraine weiter. Russlands Flugabwehr hat in Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Moskauer Ölraffinerie getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte ein Video in seinem Telegram-Kanal von einem in Flammen stehenden Objekt einer Ölraffinerie.
Open Questions
- Wie wird die Ukraine auf Lukaschenkos Entschuldigung reagieren?
- Welche weiteren Ziele könnten von Belarus aus identifiziert werden?




