Macron verärgert über Trumps Zolldrohungen
Quick Look
- Frankreichs Präsident Macron reagiert verärgert auf Trumps Zolldrohungen wegen der Digitalsteuer.
- Er fordert Stabilität und ein Gespräch mit Trump.
- Der G-7-Gipfel soll auch die Umsetzung eines Iran-Abkommens vorbereiten.
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Why It Matters
Frankreich hat eine Digitalsteuer für große US-Tech-Konzerne eingeführt, woraufhin US-Präsident Trump mit Zöllen auf französische Wein- und Champagner-Exporte drohte. Der G-7-Gipfel findet unter diesen Spannungen statt.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump verärgert reagiert. „So läuft das nicht“, sagte er in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G-7-Gipfels in Evian. Trump hatte mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht, sollte Paris seine Digitalsteuer nicht zurücknehmen.
In Frankreich gilt seit 2019 eine Steuer von drei Prozent auf im Land generierte Umsätze von Digitalunternehmen. Die Abgabe betrifft vor allem die großen US-Konzerne Facebook, Amazon, Apple, Google und Microsoft.
Macron verwies in Évian auf das im Sommer 2025 erreichte Zollabkommen zwischen den USA und der EU. „Wir brauchen Stabilität“, betonte der französische Präsident. Zölle seien für niemanden gut, fügte er hinzu, vor allem nicht zwischen G-7-Staaten. Er kündigte ein „respektvolles, aber entschlossenes Gespräch“ darüber mit Trump an.
Die USA sind der wichtigste Abnehmer französischer Weine und Spirituosen. Im vergangenen Jahr entfielen 21 Prozent der Ausfuhren der Branche auf die USA, wie der französische Verband der Wein- und Spirituosenexporte mitteilte. Derzeit unterliegen diese Exporte einem Zollsatz von 15 Prozent.
Im Januar hatte Trump bereits mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent auf französischen Wein gedroht. Hintergrund war damals Frankreichs Weigerung, Trumps „Friedensrat“ für die Lösung internationaler Konflikte beizutreten.
Macron will Trump zum Abschluss des G-7-Gipfels am Mittwoch zu einem Abendessen im Schloss von Versailles einladen. „Das ist kein Gala-Dinner, sondern um die 250-jährige Unabhängigkeit Amerikas zu feiern“, sagte Macron. Dabei habe Frankreich auch eine Rolle gespielt, betonte er.
Iran-Abkommen soll vorbereitet werden
Beim G-7-Gipfel soll nach der Einigung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs unter anderem die Umsetzung der Vereinbarung vorbereitet werden. Die vier europäischen Mitgliedsstaaten der Gruppe demokratischer Wirtschaftsmächte bekräftigten noch in der Nacht ihre Bereitschaft, sich an einer „rein defensiv ausgerichteten, unabhängigen“ Militärmission zur Sicherung der für den Ölhandel so wichtigen Straße von Hormus zu beteiligen.
„Mit dem Abkommen öffnet sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Emmanuel Macron.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Gespräch zwischen Macron und Trump führt zu teilweiser Deeskalation.
Likely · Within days
G-7-Gipfel endet mit gemeinsamer Erklärung zur Handelsstabilität.
Possible · Within days
Open Questions
- Wie wird das Gespräch zwischen Macron und Trump verlaufen?
- Werden die USA die Zölle tatsächlich verhängen?
- Wie wird die G-7 auf die Spannungen reagieren?

