Martin Horn bleibt Oberbürgermeister in Freiburg
Parteiloser Amtsinhaber erhält 52,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang
Quick Look
- Martin Horn, parteiloser Oberbürgermeister von Freiburg, wurde mit 52,9 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang wiedergewählt.
- Der 41-Jährige setzte sich gegen acht Kandidaten durch.
- Zentralen Wahlkampfthemen waren Wohnungskosten und die umstrittene Verpackungssteuer, die zum 1.
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Why It Matters
Die Verpackungssteuer in Freiburg wurde trotz Opposition des Oberbürgermeisters vom Gemeinderat beschlossen und trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Freiburg ist nach Tübingen und Konstanz die dritte deutsche Stadt mit einer solchen Abgabe auf Einwegverpackungen.
Martin Horn bleibt Oberbürgermeister in Freiburg. Der parteilose Amtsinhaber erhielt 52,9 Prozent der Stimmen und setzte sich damit bereits im ersten Wahlgang gegen acht Kandidaten durch. »Ich bin unglaublich dankbar und einfach nur glücklich«, sagte Horn im Anschluss auf dem Freiburger Rathausplatz, auf dem er mit viel Jubel und Applaus empfangen wurde. »Das ist eine Riesen-Erleichterung.« Im Wahlkampf sei viel über das Gleichgewicht zwischen Persönlichkeit und Inhalten der Kandidaten gesprochen worden. »Ich glaube, dass mich die meisten der Freiburgerinnen und Freiburger gewählt haben wegen dem, was wir in den acht vergangenen Jahren gemeinsam erreicht haben.«
Verpackungssteuer als zentrales Wahlkampfthema
Horn zeigte sich trotz des Wahlsiegs aber auch selbstkritisch. »Auch mit Martin Horn ist diese Stadt in acht Jahren nicht bezahlbar geworden«, sagte er zum Thema Wohnen, das den Wahlkampf mitbestimmte. »Aber ich glaube, dass wir mit die mutigste Stadt in ganz Deutschland sind.« So habe man unter anderem als Stadt 1,8 Millionen Quadratmeter Fläche zurückgekauft, um diese für Bauprojekte zu sichern. Ein weiteres Thema, das den Wahlkampf entscheidend prägte, war die Verpackungssteuer, die am 1. Januar in Freiburg in Kraft getreten ist – ein Thema, mit dem Horn bei den Wählern punkten konnte.
Der Gemeinderat hatte die neue Abgabe von jeweils 50 bis 70 Cent auf Einwegverpackungen für Speisen und Getränke zum Mitnehmen gegen Horns Willen beschlossen. Der 41-Jährige hatte sich immer wieder ausdrücklich gegen die Verpackungssteuer positioniert, sie unter anderem als »politisches Eigentor« bezeichnet. In Zeiten steigender Preise und Bürokratie-Verdruss handle man damit nicht im Sinne der Menschen, so Horn. Eine repräsentative Umfrage der »Badischen Zeitung« ergab jüngst, dass 58 Prozent der Freiburger dafür sind, die Steuer wieder abzuschaffen. Im Oktober will der Gemeinderat bei der Regelung nachjustieren. Freiburg ist nach Tübingen und Konstanz die dritte Stadt mit einer solchen Abgabe auf Einwegverpackungen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Gemeinderat wird im Oktober 2026 Änderungen an der Verpackungssteuer beschließen
Very likely · Within months
Debatte über Wohnungskosten wird in Freiburg fortgesetzt
Very likely · Within months
Open Questions
- Welche konkreten Änderungen plant der Gemeinderat im Oktober bei der Verpackungssteuer?
- Wie wird die Stadt Freiburg die 1,8 Millionen Quadratmeter zurückgekaufte Fläche für Bauprojekte nutzen?



