Martin Horn bleibt Oberbürgermeister von Freiburg
Parteiloser Amtsinhaber gewinnt Wahl mit 52,9 Prozent im ersten Wahlgang
Quick Look
- Der parteilose Amtsinhaber Martin Horn hat die Oberbürgermeisterwahl in Freiburg mit 52,9 Prozent der Stimmen bereits im ersten Wahlgang gewonnen.
- Der 41-Jährige setzte sich gegen acht Kandidaten durch.
- Im Wahlkampf spielten Wohnungskosten und die umstrittene Verpackungssteuer eine zentrale Rolle, die zum 1.
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Why It Matters
Die Verpackungssteuer in Freiburg wurde trotz Widerstands von Oberbürgermeister Horn vom Gemeinderat beschlossen. Sie beträgt 50 bis 70 Cent pro Einwegverpackung für Speisen und Getränke zum Mitnehmen. Freiburg ist nach Tübingen und Konstanz die dritte deutsche Stadt mit einer solchen Abgabe.
Martin Horn bleibt Oberbürgermeister in Freiburg. Der parteilose Amtsinhaber erhielt 52,9 Prozent der Stimmen und setzte sich damit bereits im ersten Wahlgang gegen acht Kandidaten durch. »Ich bin unglaublich dankbar und einfach nur glücklich«, sagte Horn im Anschluss auf dem Freiburger Rathausplatz, auf dem er mit viel Jubel und Applaus empfangen wurde. »Das ist eine Riesen-Erleichterung.« Im Wahlkampf sei viel über das Gleichgewicht zwischen Persönlichkeit und Inhalten der Kandidaten gesprochen worden. »Ich glaube, dass mich die meisten der Freiburgerinnen und Freiburger gewählt haben wegen dem, was wir in den acht vergangenen Jahren gemeinsam erreicht haben.«
Verpackungssteuer als zentrales Wahlkampfthema
Horn zeigte sich trotz des Wahlsiegs aber auch selbstkritisch. »Auch mit Martin Horn ist diese Stadt in acht Jahren nicht bezahlbar geworden«, sagte er zum Thema Wohnen, das den Wahlkampf mitbestimmte. »Aber ich glaube, dass wir mit die mutigste Stadt in ganz Deutschland sind.« So habe man unter anderem als Stadt 1,8 Millionen Quadratmeter Fläche zurückgekauft, um diese für Bauprojekte zu sichern. Ein weiteres Thema, das den Wahlkampf entscheidend prägte, war die Verpackungssteuer, die am 1. Januar in Freiburg in Kraft getreten ist – ein Thema, mit dem Horn bei den Wählern punkten konnte.
Der Gemeinderat hatte die neue Abgabe von jeweils 50 bis 70 Cent auf Einwegverpackungen für Speisen und Getränke zum Mitnehmen gegen Horns Willen beschlossen. Der 41-Jährige hatte sich immer wieder ausdrücklich gegen die Verpackungssteuer positioniert, sie unter anderem als »politisches Eigentor« bezeichnet. In Zeiten steigender Preise und Bürokratie-Verdruss handle man damit nicht im Sinne der Menschen, so Horn. Eine repräsentative Umfrage der »Badischen Zeitung« ergab jüngst, dass 58 Prozent der Freiburger dafür sind, die Steuer wieder abzuschaffen. Im Oktober will der Gemeinderat bei der Regelung nachjustieren. Freiburg ist nach Tübingen und Konstanz die dritte Stadt mit einer solchen Abgabe auf Einwegverpackungen.
Open Questions
- Wann genau fand die Wahl statt?
- Welche konkreten Änderungen plant der Gemeinderat im Oktober?





