Mehr Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im ersten Quartal
Quick Look
- In Deutschland stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2026 um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 6.275 Fälle.
- Besonders betroffen waren Verkehr, Gastronomie und Baugewerbe.
- Die Forderungen der Gläubiger sanken jedoch deutlich.
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Why It Matters
In Deutschland sind im ersten Quartal 2026 mehr Unternehmen insolvent geworden als im Vorjahreszeitraum. Das Statistische Bundesamt meldete 6.275 Insolvenzen, ein Anstieg von 6,5 Prozent. Besonders betroffen waren die Sektoren Verkehr, Gastronomie und Bau.
Im ersten Quartal haben in Deutschland mehr Unternehmen Insolvenz angemeldet als im selben Zeitraum des Vorjahres. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 6.275 Unternehmensinsolvenzen bei den Amtsgerichten beantragt. Das waren 6,5 Prozent mehr als von Januar bis März 2025.
Zuletzt stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen laut Bundesamt besonders stark an, im März um 15,8 Prozent. Am stärksten betroffen war der Bereich Verkehr und Lagerei. Im ersten Quartal standen 10.000 Unternehmen in dem Sektor 32,1 Insolvenzfällen gegenüber. Zu dem Bereich gehören beispielsweise Unternehmen aus der Schifffahrt, der Luftfahrt oder der Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr. Dahinter folgten mit besonders vielen Pleiten das Gast- und das Baugewerbe.
Zugleich sanken die Forderungen der Gläubiger deutlich: von 19,9 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf rund 9,3 Milliarden Euro. Es handelt sich dabei um die Forderungen aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen. Laut dem Bundesamt ist der Rückgang darauf zurückzuführen, dass im ersten Quartal 2025 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im ersten Quartal 2026.
Experte rechnet mit mehr Firmeninsolvenzen
Der Chefökonom der Wirtschaftsauskunftei Creditreform, Patrik-Ludwig Hantzsch, rechnet wegen der mauen Konjunktur auch im Gesamtjahr mit mehr Firmeninsolvenzen. Kürzlich sagte er: »Es wird auch 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben.« Es komme nicht nur darauf an, wie viele Insolvenzen es gebe, sondern vor allem darauf, wen es treffe. »Besonders besorgniserregend ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen.«
What to Watch
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Es wird auch 2026 mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben.
Likely
Open Questions
- Welche spezifischen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe sind von den Schließungen betroffen?
- Wie wird sich die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe auf die Gesamtwirtschaft auswirken?
- Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Unternehmen in Schwierigkeiten zu unterstützen?


