Militante Gruppen greifen Bamako und weitere Orte in Mali an
Mali erlebt größten koordinierten Angriff seit Jahren – Armee erklärt, Kontrolle zurückgewonnen zu haben
Quick Look
- In Mali haben militant Gruppen koordinierte Angriffe auf die Hauptstadt Bamako und mehrere andere Orte verübt.
- Die Armee teilte am Samstag mit, die Kontrolle zurückgewonnen zu haben.
- Laut einem Uno-Bericht handelte es sich um »gleichzeitige, komplexe Angriffe« – den größten seit Jahren.
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Why It Matters
Mali kämpft seit Jahren gegen islamistische Extremisten im Norden, wo auch die Tuareg-Volksgruppe Aufstände führt. Die Militärregierung unter Assimi Goita übernahm nach Putschen 2020 und 2021 die Macht und versprach, die Sicherheit wiederherzustellen. Die Zusammenarbeit mit der UN-Mission MINUSMA wurde 2023 beendet.
Im westafrikanischen Mali haben militante Gruppen bei offenbar koordinierten Attacken die Hauptstadt Bamako sowie mehrere andere Orte angegriffen. Die Armee teilte am Samstag mit, sie habe die Kontrolle zurückerlangt. Einem Uno-Bericht zufolge handelte es sich um »gleichzeitige, komplexe Angriffe«. Die Militärregierung sah sich mit einer der größten Offensiven in ihrem Kampf gegen Ableger von al-Qaida und der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) konfrontiert. »Das sieht nach dem größten koordinierten Angriff seit Jahren aus«, sagte Ulf Laessing, Leiter des Sahel-Programms der Konrad-Adenauer-Stiftung. In Mali gibt es im Norden seit Längerem immer wieder Aufstände der Tuareg-Volksgruppe. Zudem kämpft die Armee gegen islamistische Extremisten. Die Militärregierung unter Assimi Goita, die nach den Putschen von 2020 und 2021 die Macht übernommen hatte, versprach die Sicherheit wiederherzustellen, tut sich damit jedoch schwer. Im September 2024 hatte JNIM eine Ausbildungsstätte der Gendarmerie nahe dem Flughafen von Bamako angegriffen und rund 70 Menschen getötet. Die Regierung setzte im Kampf gegen die Extremisten auf russische Söldner und lehnte eine Zusammenarbeit mit westlichen Staaten zunächst ab. Zuletzt bemühte sie sich jedoch um engere Beziehungen zu den USA. Deutschland war über Jahre mit der Bundeswehr an der Uno-Friedensmission Minusma in Mali beteiligt. Die Truppe stellte unter anderem Aufklärungsdrohnen, Kampf- und Transporthubschrauber sowie Stabspersonal in Bamako, um zum Gesamtlagebild der Vereinten Nationen beizutragen. Nachdem die malische Militärregierung im Juni 2023 jedoch die Zusammenarbeit beendet und den Abzug aller Uno-Kräfte gefordert hatte, beschloss der UN-Sicherheitsrat das Ende der Mission. Die letzten Bundeswehrsoldaten aus Mali kehrten im Dezember 2023 nach Deutschland zurück.
Open Questions
- Wie viele Angreifer waren an den koordinierten Angriffen beteiligt?
- Gab es Opfer bei den jüngsten Angriffen?
- Welche konkreten Ziele wurden angegriffen?


