Newsgather
BackMünchen bleibt Deutscher Meister bei den Mieten
München bleibt Deutscher Meister bei den Mieten
NEWS
Spiegel Wirtschaft2 hours agoReal_estate2 min readGermany

München bleibt Deutscher Meister bei den Mieten

Wer in München eine Bleibe sucht, braucht tiefe Taschen: Die bayerische Landeshauptstadt ist weiterhin teuerstes Mietpflaster in Deutschland. In einer anderen Metropole kostet der Quadratmeter weniger als die Hälfte.

Quick Look

  • München bleibt laut IfW-Analyse im zweiten Quartal mit durchschnittlich 23,70 Euro/m² Kaltmiete die teuerste Stadt Deutschlands.
  • Frankfurt, Hamburg und Stuttgart folgen.
  • Neue Mietwohnungen sind mit 19 Euro/m² deutlich teurer als Bestandswohnungen (13,90 Euro/m²), wobei München auch hier führt.

AI-generated summary

Why It Matters

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) veröffentlichte eine Analyse der Mietpreise in Deutschlands acht größten Städten, die München weiterhin als teuerste Stadt ausweist.

Font size

In der Fußball-Bundesliga hat der FC Bayern praktisch ein Abo auf den ersten Platz (wenn man sich die Saison 2023/24 einmal wegdenkt). Und auch in einer anderen Rangliste landet München mit schöner Verlässlichkeit ganz vorn. Die Metropole im Süden bleibt für Mieter die mit Abstand teuerste Stadt in Deutschland. Die durchschnittliche Kaltmiete lag dort im zweiten Quartal bei 23,70 Euro pro Quadratmeter, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Mittwoch in seiner Analyse mitteilte.

Mit deutlichem Abstand folgen Frankfurt (17,80 Euro), Hamburg (16,50 Euro) und Stuttgart (16,30 Euro). Köln (16,00 Euro) und Berlin (15,30 Euro) bilden demnach das obere Mittelfeld, Düsseldorf liegt bei 14,90 Euro. Das untere Ende der acht größten Städte markiert Leipzig mit 10,50 Euro. »Das aktuelle Mietpreisniveau in Deutschlands acht größten Städten zeigt somit weiterhin eine große Spanne«, lautet das Fazit der Forscher.

Stuttgart verdeutlicht der Studie zufolge, dass Niveau und Dynamik auseinanderfallen: Die Stadt bleibt einer der teuersten Mietmärkte Deutschlands, doch stagnierten die Preise im Vergleich zum ersten Quartal. Auch gemessen am Vorjahreszeitraum fiel das Plus mit 1,3 Prozent vergleichsweise gering aus. »Ein hohes Preisniveau bedeutet also nicht automatisch, dass die Preise weiter kräftig steigen«, so das IfW. Umgekehrt signalisiere ein niedriges Niveau nicht, dass ein Markt ruhig bleibe.

Wenig überraschend: Neue Wohnungen kosten mehr

Auch außerhalb der acht größten Städte bleibt die Entwicklung uneinheitlich. Besonders kräftig stiegen die Angebotsmieten im Quartalsvergleich in Kiel (+2,0 Prozent), Karlsruhe (+1,8 Prozent), Wiesbaden (+1,6 Prozent), Münster (+1,6 Prozent), Lübeck (+1,5 Prozent), Essen (+1,4 Prozent), Wuppertal (+1,4 Prozent) und Potsdam (+1,3 Prozent). Rückgänge blieben die Ausnahme und zeigten sich vor allem in Braunschweig (-0,9 Prozent), Erfurt (-0,8 Prozent), Aachen (-0,4 Prozent) und im Rhein-Erft-Kreis (-0,2 Prozent).

Bei neuen Mietwohnungen ist die Kaltmiete deutlich höher: Im Durchschnitt wurden 19 Euro pro Quadratmeter verlangt, für Bestandswohnungen dagegen nur 13,90 Euro – ein Abstand von rund 36,60 Prozent. Unter den acht größten Städten ist München im Neubau mit 27,10 Euro pro Quadratmeter mit deutlichem Abstand am teuersten. Leipzig bleibt mit 14,60 Euro am unteren Ende der acht größten Städte.

In Deutschland verschärft sich die Wohnungslage. Die Mieten steigen weiter, auch abseits der großen Metropolen.

Open Questions

  • Wie entwickeln sich die Mieten in kleineren Städten weiter?
  • Welche politischen Maßnahmen könnten die Mietpreise beeinflussen?

Related Topics

This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

Related Stories

Düsseldorf: „Grand Hole“ wird zu „Central Living“ – Wohnungsnot bleibt akut
Developing·yesterday

Düsseldorf: „Grand Hole“ wird zu „Central Living“ – Wohnungsnot bleibt akut

Düsseldorf kämpft mit akuter Wohnungsnot, da die Bevölkerung wächst und Bauland sowie bezahlbarer Wohnraum fehlen. Das lange brachliegende Areal hinter dem Hauptbahnhof, einst als „Grand Hole“ bekannt, soll nun mit dem Projekt „Central Living“ von Catella bis 2030 über 1400 Wohnungen schaffen, doch Experten warnen vor einer weiteren Verschärfung der Situation.

Handelsblatt
1 min read
More on this topicMietpreise