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Der Artikel beschreibt eine Marktbewegung am japanischen Aktienmarkt, ausgelöst durch steigende Ölpreise aufgrund von Angriffen auf Schifffahrtsrouten im Nahen Osten und erneute Sorgen über eine mögliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve.
Tokio. Erneute Sorgen vor US-Zinserhöhungen und ein stark gestiegener Ölpreis haben den japanischen Aktienmarkt am Freitag auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex Nikkei fiel um drei Prozent auf 63.244 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab um 1,95 Prozent auf 3.976 Zähler nach.
Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten haben die Sorge vor Lieferengpässen geschürt und den Ölpreis am Freitag weiter in die Höhe getrieben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um ein Prozent auf 108,68 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI stieg ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten steuerten auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu und lagen damit erstmals seit Mitte Mai über der Marke von 100 Dollar pro Barrel.
Hintergrund sind zunehmende Angriffe entlang wichtiger Schifffahrtsrouten. So übernahmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen am Donnerstag die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was eine weitere Bedrohung für den Verkehr im Roten Meer darstellt. Zudem haben die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus zugenommen. US-Präsident Donald Trump warnte, die USA könnten die iranische Berganlage „Pickaxe“ angreifen, die in der Nähe der schwer beschädigten Urananreicherungsanlage Natans liegt. Der Krieg werde nach den Zwischenwahlen im November enden, sagte er.
Auch die Vorgaben der Wall Street belasteten den Handel in Asien. Dort hatten gestiegene Anleiherenditen und die Erzeugerpreise für August die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) geschürt.
Fed-Chef Kevin Warsh hatte zudem eine Abkehr vom sogenannten Zinsausblick signalisiert und angekündigt, sich künftig stärker auf die Inflationsbekämpfung zu konzentrieren. Anhaltende geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran belasteten zudem die Energiemärkte.
„Alle drei großen US-Indizes sind als Reaktion auf die steigenden Rohölpreise und die höheren langfristigen US-Zinsen gefallen, was sich wahrscheinlich auf die japanischen Aktien auswirken wird“, sagte Takuma Ikemoto, Marktanalyst beim Tokai Tokyo Intelligence Lab. Am Markt dürfte sich eine abwartende Haltung verstärken.
Bei den Einzelwerten im Nikkei standen 23 Gewinnern 201 Verlierer gegenüber. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von Resonac Holdings mit einem Minus von 8,12 Prozent, gefolgt von Kioxia Holdings (minus 7,1 Prozent) und Sumco (minus 6,8 Prozent). Auf der Gewinnerseite standen unter anderem Inpex mit einem Plus von zwei Prozent.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ölpreise könnten weiter steigen, wenn die Angriffe auf Schifffahrtsrouten anhalten.
Likely · Within weeks
Die Federal Reserve könnte die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen.
Possible · Within months
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