Polizei schießt Mann nahe Frankfurter Hauptbahnhof nieder
Quick Look
- Nahe des Frankfurter Hauptbahnhofs hat die Polizei auf einen 35-jährigen Mann geschossen, der bei einer Kontrolle ein Messer gezogen haben soll.
- Er wurde lebensgefährlich verletzt.
- Das LKA ermittelt.
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Why It Matters
Das Frankfurter Bahnhofsviertel steht seit Jahren wegen seiner offenen Drogenszene im Fokus von Politik und Polizei. Seit Februar 2024 gab es dort über 50 Kontrollaktionen zur Verbesserung der Sicherheitslage.
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Nahe des Frankfurter Hauptbahnhofs hat die Polizei auf einen Mann geschossen. Der Mann wurde dabei verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Wie in solchen Fällen üblich, hat das hessische Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.
Nach WELT-Informationen soll der angeschossene Mann 35 Jahre alt sein. Er habe bei der Polizeikontrolle ein Messer gezückt, heißt es aus Behördenkreisen. Durch die Schüsse sei er lebensgefährlich verletzt und mit schweren Verletzungen im Rumpfbereich in ein Frankfurter Klinikum gebracht worden.
Zeugen berichteten, gegen 16 Uhr mehrere Schüsse gehört zu haben. Anschließend sei zu sehen gewesen, wie Einsatzkräfte einen am Boden liegenden Mann versorgten, berichteten dpa-Reporter. Der Vorfall ereignete sich am Kaisertor, einem Platz gegenüber dem Hauptbahnhof. Der Verletzte war ansprechbar und wurde später mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls führte die Polizei eine ihrer inzwischen regelmäßigen Kontrollaktionen im Bahnhofsviertel durch. Der Straßenbahnverkehr über den Bahnhofsvorplatz wurde vorübergehend eingestellt. Zudem sperrten die Beamten den Bereich rund um den Einsatzort weiträumig ab. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs sind bislang unklar.
Das Frankfurter Bahnhofsviertel steht seit Jahren wegen seiner offenen Drogenszene im Fokus von Politik und Polizei. Seit dem Start der sogenannten Innenstadtoffensive im Februar 2024 fanden dort mehr als 50 Kontrollaktionen statt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Sicherheitslage in dem Viertel zu verbessern. Anwohner und Gewerbetreibende beklagen die Zustände im Bahnhofsviertel seit Langem. Für Freitag ist ein Spitzengespräch zwischen Vertretern der Landesregierung und der Stadt Frankfurt geplant, bei dem die Situation im Viertel Thema sein soll.
Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) hatte die Zustände zuletzt als „unzumutbar“ und „alarmierend“ bezeichnet. Er warf der Stadt Frankfurt einen Zickzack-Kurs vor und kritisierte insbesondere den Umgang mit der offenen Drogenszene. Das Bahnhofsviertel entfalte eine magnetische Wirkung auf Crack-Abhängige, die durch die bisherige Drogenpolitik der Stadt noch verstärkt werde. dpa/jra
Open Questions
- Wie genau kam es zum Schusswaffengebrauch?
- Was war der Auslöser für das Ziehen des Messers?
