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BackPolizei und Staatsanwaltschaft in Berlin drücken auf kriminelle Gruppen
Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin drücken auf kriminelle Gruppen
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Die Zeit6/18/2026Crime2 min readGermany

Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin drücken auf kriminelle Gruppen

Razzia gegen Schießereien und Erpressungen von Geschäftsleuten

Quick Look

  • Berlin: Polizei und Staatsanwaltschaft intensivieren den Druck auf mutmaßliche kriminelle Gruppen, die für Schießereien und Erpressungen von Geschäftsleuten verantwortlich gemacht werden.
  • Drei Männer wurden festgenommen, bei Durchsuchungen wurden Schusswaffen, Drogen und Bargeld sichergestellt.

AI-generated summary

Why It Matters

Seit Herbst 2025 hat die Polizei ihre Maßnahmen gegen organisierte Kriminalität in Berlin verstärkt.

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Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin erhöhen den Druck auf mutmaßliche kriminelle Gruppen, die für Schießereien und Erpressungen von Geschäftsleuten verantwortlich gemacht werden. Erneut ging das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mit einer größeren Razzia gegen diese Teile der organisierten Kriminalität vor. Laut Staatsanwaltschaft wurden drei Männer festgenommen. Insgesamt richteten sich die Durchsuchungen gegen 12 Männer im Alter von 16 bis 61 Jahren, wie ein Sprecher sagte. Im Fokus stehen nach Angaben der Ermittler Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen. In Berlin wurden den Angaben zufolge von Polizisten elf Wohnungen durchsucht, unter anderem in Kreuzberg, Neukölln, Tempelhof und im Wedding. Auch in der brandenburgischen Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt gab es laut Staatsanwaltschaft Durchsuchungen. Spezialeinsatzkommandos (SEK) unterstützen die Einsätze. Schusswaffen und Drogen sichergestellt Laut Staatsanwaltschaft wurden fünf scharfe Schusswaffen gefunden. Auch Drogen, darunter Heroin, sowie Bargeld «in fünfstelliger Höhe» seien sichergestellt worden. Zudem wurden nach den Angaben mehrere Messer und Handys beschlagnahmt. Die drei festgenommenen Männer sollten einem Haftrichter vorgeführt werden, wie es hieß. Dieser muss darüber entscheiden, ob sie in Untersuchungshaft kommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben des Sprechers gegen zwei Verdächtige wegen Schutzgelderpressungen, gegen die restlichen Männer wegen des Verdachts des Handels mit Schusswaffen. Die Verdächtigen seien alle der organisierten Kriminalität zuzurechnen, hieß es. Ein Teil der Männer sei vorbestraft. Sondereinheiten erhöhen Druck Seit Herbst 2025 hat die Polizei ihre Maßnahmen verstärkt. Im November wurde die Sondereinheit «Ferrum» (lateinisch für «Eisen») gegründet, um gegen die gewalttätigen Gruppen und die Schusswaffenkriminalität vorzugehen. Die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe «Telum» (lateinisch für «Angriffswaffe») Ende Februar nach. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen. Teils aus der Türkei eingeflogen Nach Erkenntnissen der Polizei werden auch junge Männer aus der Türkei für kurze Zeit eingeflogen. Sie erhalten Aufträge für Schüsse auf Geschäfte oder Autos oder auch Menschen und verschwinden nach ein oder zwei Wochen wieder aus Deutschland. Die Kommunikation läuft oft nur über Internetportale oder Chatgruppen. Die «B.Z.» schrieb von sogenannten «Shootern», sehr jungen Männern, die für kurze Zeit in eigens gemieteten Wohnungen untergebracht seien. In den vergangenen Monaten konnte die Polizei zahlreiche Verdächtige festnehmen. Viele Pistolen und Munition wurden beschlagnahmt. Ende Mai saßen nach Angaben der Staatsanwaltschaft knapp 30 mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Weitere Beschuldigte stehen bereits vor Gericht. Insgesamt laufen weit mehr als 100 Ermittlungsverfahren.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Weitere Razzien und Festnahmen in den kommenden Wochen

    Likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie weit reicht der Einfluss der türkisch agierenden Banden?
  • Welche langfristigen Lösungen werden gegen die Erpressungen ergriffen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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