Porsche-Designer Peter Varga wechselt zu Mercedes-AMG
Quick Look
- Peter Varga, leitender Designer bei Porsche, wird neuer Chefdesigner bei Mercedes-AMG.
- Er wechselt aus dem VW-Konzern zu Mercedes-Benz und folgt auf Bastian Baudy.
- Varga ist seit fast 22 Jahren bei Porsche tätig und gilt als Perfektionist.
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Why It Matters
Mercedes-AMG, the performance division of Mercedes-Benz, is undergoing significant personnel changes. Peter Varga, a renowned designer from competitor Porsche, is joining AMG as its new chief designer. This move is part of a broader trend of talent shifting within the German automotive industry, particularly between Volkswagen Group brands and Mercedes-Benz.
Ab Juli wird ein ehemaliger Volkswagen-Manager die Sportwagentochter leiten. Der neue Chefdesigner wechselt nun ebenfalls aus dem VW-Konzern, erfuhr das Handelsblatt. Felix Holtermann, Michael Scheppe 20.05.2026 - 13:40 Uhr Artikel anhören
Peter Varga: Der Porsche-Designer wechselt zur Mercedes-Sportwagentochter. Foto: Porsche AG
Los Angeles, Düsseldorf. Die Mercedes-Sportwagentochter AMG bekommt einen neuen Chefdesigner: Peter Varga, bislang leitender Designer beim Rivalen Porsche, wechselt zu Mercedes-Benz. Das erfuhr das Handelsblatt aus Industriekreisen.
Am Rande der Vorstellung des elektrischen AMG GT Viertürer-Coupé am Dienstag in Los Angeles bestätigte AMG auf Nachfrage die Personalie. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Peter Varga“, sagte der noch amtierende AMG-Chef Michael Schiebe.
Damit wechselt ein weiterer leitender Beschäftigter aus dem Volkswagen-Konzern zu Mercedes. Zum 1. Juli tritt Stefan Weckbach seine Stelle als Chef von AMG an. Über die Personalie hatte das Handelsblatt bereits im Dezember berichtet. Weckbach war bis zu seinem Abgang im Herbst zwei Jahre lang Strategiechef von Volkswagen, arbeitete davor aber 15 Jahre bei Porsche.
Der neue AMG-Chefdesigner Varga (Jahrgang 1978) ist bereits seit fast 22 Jahren bei Porsche tätig. In den vergangenen zehn Jahren war er als Director of Exterior Design vor allem für die äußere Formsprache der VW-Sportwagentochter zuständig. Gerade in diesem Segment ist das Design eines der wichtigsten Kaufkriterien.
Varga, der als Perfektionist gilt, bleibt als leitender Designer des Porsche 911 in Erinnerung. Es ist das bekannteste Modell von Porsche und gilt als Inbegriff der Marke. Varga ist verheiratet und hat zwei Töchter. In seiner Freizeit geht er gern Laufen und Windsurfen.
Weitere Abgänge bei Porsche
Vargas Abgang dürfte mit weiteren bei Porsche zusammenhängen. Michael Leiters, seit Januar Chef in Zuffenhausen, hatte in einer seiner ersten Amtshandlungen den langjährigen Porsche-Chefdesigner, Michael Mauer, ausgewechselt. Leiters setzt auf seinen langjährigen Vertrauten Tobias Sühlmann, der schon beim Sportwagenbauer McLaren unter ihm gearbeitet hat.
Es war nicht die einzige Personalentscheidung von Leiters: Anfang Mai hat er den Vorstand von acht auf sieben Mitglieder verkleinert. Der frühere Mercedes-Manager Sajjad Khan, bisher für die Auto-Software zuständig, verlässt den Konzern.
Stefan Weckbach: Ab Juli AMG-Chef. Foto: imago images / rheinmainfoto
Bei Porsche haben die beiden Designer Mauer und Varga über Jahre eng zusammengearbeitet. So dürfte der Abgang von Mauer bei seinem früheren Kollegen Varga dafür gesorgt haben, sich neu zu orientieren. Seinen künftigen Chef Weckbach kennt Varga aus der gemeinsamen Porsche-Zeit. Weckbach verantwortete als Projektleiter verschiedene Porsche-Baureihen. Er war etwa für das Modell Taycan zuständig, das erste reine Elektroauto der Zuffenhausener.
Stelle des AMG-Chefdesigners seit Februar vakant
Die Stelle als Chef des Designcenters von AMG ist seit Februar vakant. Der bisherige AMG-Chefdesigner, Bastian Baudy, ist seitdem als Chefdesigner für den Mercedes-Konzern zuständig. Er war auf Gorden Wagener gefolgt, der den Autobauer nach drei Jahrzehnten verlassen hat.
AMG gilt intern als verlässlicher Ertragsbringer von Mercedes. Die Sportwagentochter mit Sitz in Affalterbach nahe Stuttgart setzte vergangenes Jahr mehr als 140.000 Fahrzeuge ab. Einige Sportwagen wie die Baureihe GT gestaltet AMG in Gänze selbst. Am Dienstag hatte die Firma das Viertürer-Coupé erstmals als reines Elektroauto vorgestellt. Zudem stattet sie Serienfahrzeuge von Mercedes mit besonders starken Motoren aus.
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Mit sechsstelligen Preisschildern und hohen Margen haben die AMG-Verkäufe Einfluss auf das gesamte Mercedes-Ergebnis. Nach Schätzungen von Analysten sorgt AMG für 15 bis 20 Prozent des Konzerngewinns.
In den kommenden drei Jahren sind zwei Dutzend neue und überarbeitete AMG-Modelle geplant. Auch optisch will sich AMG verändern: Die kommenden Modelle folgten einer neuen Designsprache und seien „mutiger und aggressiver“, sagte AMG-Chef Schiebe dem Handelsblatt. Vorher habe AMG Kundengespräche in allen wichtigen Märkten geführt. Käufer sollten auf den ersten Blick erkennen, dass ein Auto ein AMG sei.
Schiebe wird seinen Nachfolger Weckbach ab Juli einarbeiten. Schiebe wird sich danach auf seine Aufgabe als Produktionsvorstand des Mercedes-Konzerns konzentrieren. Seit Dezember ist er Mercedes-Vorstand und AMG-Chef in Personalunion.
Mehr: Mercedes elektrifiziert erstmals AMG-Sportwagen – und geht eine gewagte Wette ein
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Open Questions
- What specific design language will Varga implement at AMG?
- How will Varga's departure affect Porsche's future design direction?
- Will there be further significant personnel changes at AMG or Porsche?
- What is the long-term strategy behind these design leadership changes at AMG?






