Proteste in Southampton nach Tod eines Studenten in Polizeigewahrsam
Quick Look
- In Southampton kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei nach dem Tod eines Studenten in Gewahrsam.
- Der Vorfall ereignete sich im Zusammenhang mit der Verurteilung eines Mannes wegen Mordes an dem Studenten, nachdem ein Video aufgetaucht war, das Polizisten zeigt, die dem Opfer Handschellen anlegten, anstatt ihm zu helfen.
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Why It Matters
Der Tod des 18-jährigen Studenten Henry Nowak in Polizeigewahrsam in Southampton löste Proteste aus. Ein Video zeigte Polizisten, die dem schwer verletzten Opfer Handschellen anlegten, anstatt ihm zu helfen. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
Bei einer Protestkundgebung im Zusammenhang mit dem Tod eines Studenten in Polizeigewahrsam im südenglischen Southampton ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Mehrere Teilnehmer der Proteste bewarfen Beamte mit Flaschen, Steinen und Mülltonnen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Die Demonstrierenden hatten sich vor einer Polizeiwache versammelt und wollten dann durch das Stadtzentrum ziehen, wurden aber von der Polizei aufgehalten.
Hintergrund ist der Mord an dem 18-jährigen Studenten Henry Nowak in der Hafenstadt im vergangenen Dezember durch einen 23-Jährigen, der an diesem Montag zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.
Durch den Prozess war ein Video öffentlich geworden, das zeigt, wie Polizisten dem schwer verletzten 18-Jährigen damals Handschellen anlegten – anstatt ihm zu helfen. Wenig später starb er am Boden liegend, nachdem er mehrmals »I can't breathe« (»Ich kann nicht atmen«) gerufen hatte.
Der Täter hatte gegenüber den Polizisten am Tatort behauptet, er selbst sei das Opfer und als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft Sikh rassistisch beleidigt worden. Dass die Beamten dem Täter Glauben schenkten, rief vielfach Empörung im Vereinigten Königreich hervor, insbesondere bei rechten Politikern. Sie warfen der Polizei vor, Weiße zu benachteiligen.
Open Questions
- Warum wurde dem Opfer nicht geholfen?
- Gab es weitere Zeugen des Vorfalls?
- Wie wird die Polizei auf die Vorwürfe reagieren?
- Welche Konsequenzen hat dies für die beteiligten Beamten?

