Putin und Schröder treffen sich im Kreml
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Russlands Präsident Wladimir Putin und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder haben sich im Kreml getroffen, mögliche Verhandlungen zwischen Russland und der EU könnten diskutiert worden sein
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Why It Matters
Der russische Krieg gegen die Ukraine hat seit März 2022 zu einer humanitären Krise geführt. Die EU und Russland haben sich auf eine Vermittlung durch einen neutralen Dritten geeinigt.
Zum Inhalt und dabei möglichen Perspektiven für Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union konnte er keine Angaben machen. Das Treffen fand demnach im Kreml in Moskau statt. Schröder soll Anfang der Woche bereits in einem Moskauer Hotel gesichtet worden sein.
Die Unterredungen von Putin und Schröder wurden kurz nach einer öffentlichen Fürsprache des Kremlchefs für den Ex-Bundeskanzler als Mittelsmann bekannt. Als Vermittler zwischen der EU und Russland kämen nur neutrale »Leute« infrage, »denen man vertrauen kann«, sagte Putin bei einem Treffen mit Vertretern internationaler Nachrichtenagenturen, darunter die dpa, im Konstantin-Palast in Sankt Petersburg.
Schröder als Vermittler gilt als unwahrscheinlich. Es gehe nicht darum, ob Schröder sein Freund sei oder nicht; der Ex-Kanzler sei ein Staatsmann, der für die Interessen Deutschlands eintrete und seine eigenen Positionen verteidige, sagte Putin bei dem Gespräch am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums. Wegen der Waffenlieferungen an die Ukraine kritisierte er Deutschland und Europa als nicht neutral.
Die Benennung eines Unterhändlers durch die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, der nicht zu einer Regierung gehört, gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich. Das wurde bereits vergangene Woche bei einem informellen EU-Außenministertreffen auf Zypern deutlich.
Neben Schröder waren von anderer Seite die frühere Kanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb sowie Ex-EZB-Chef Mario Draghi als mögliche Vermittler genannt worden.
Trotz zunehmender Kampfhandlungen im Ukrainekrieg geht man in der Bundesregierung davon aus, dass es in den nächsten Monaten zu Gesprächen mit Russland über ein Ende des Kriegs kommen kann. »Langsam öffnet sich ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland«, hieß es aus Regierungskreisen.
Wer die Gespräche für die Europäer führen könne, werde derzeit auf europäischer Seite diskutiert. Es müsse sich um ein möglichst handlungsfähiges Format handeln, das von den Europäern als möglichst legitim angesehen werde.
Als E3 werden Deutschland, Großbritannien und Frankreich bezeichnet. Am Sonntagabend wird es nach Angaben eines britischen Regierungssprechers Beratungen von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und des britischen Premiers Keir Starmer mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London geben.
Die E3-Gruppe war bereits im vergangenen Jahr über Gespräche mit den USA und der Ukraine an den Bemühungen um ein Ende des Kriegs beteiligt.
Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. In seiner Regierungszeit baute er gute Beziehungen zu Wladimir Putin auf, der seit 2000 Präsident der Russischen Föderation ist.
Zum Ende von Schröders Amtszeit vereinbarte er mit Putin den Bau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream unter Umgehung der Ukraine. Später wurde der Ex-Bundeskanzler zuerst Aufsichtsratschef der Nord Stream AG und im weiteren Verlauf auch des russischen Energiekonzerns Rosneft.
Das brachte ihm den Ruf eines russischen Lobbyisten ein. Dennoch war der Altbundeskanzler zu Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine im März 2022 auf Bitten Kyjiws kurzzeitig erfolglos als Vermittler tätig.
Open Questions
- Werden die Gespräche zwischen der EU und Russland zu einem Ende des Kriegs führen?
- Welche Rolle wird Schröder als Vermittler spielen?


