Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor – Jürgen Klopp soll Bundestrainer werden
Quick Look
- Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor und unterstützt Jürgen Klopp als Bundestrainer.
- Beide treffen sich bald in New York, um über ein Engagement zu sprechen.
- Völler hatte seine Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen.
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Why It Matters
Rudi Völler bleibt DFB-Sportdirektor und wird Jürgen Klopp als Bundestrainer unterstützen. Die Entscheidung fiel nach dem frühen WM-Ausscheiden und dem Rücktritt von Julian Nagelsmann.
Völlers Aufgabenprofil dürfte weitgehend dem bisherigen ähneln. Er sieht sich weiterhin als erster Unterstützer des Bundestrainers. „Alle Augen werden zunächst auf Jürgen gehen“, sagte er. Das sei ihm recht. Wenn es Klopp aber mal zu viel werde, „dann werde ich da sein und ihm unter die Arme greifen.“
Watzke: Klopp und Völler – das passt
Völler verspürt die Unterstützung der Verbandsspitze um Neuendorf und Watzke, der sich schon tags zuvor in einem ZDF-Interview klar für seinen Verbleib positioniert hatte: „Ich würde gerne mit Rudi weitermachen. Ich glaube, dass er und Jürgen wunderbar zusammenarbeiten würden.“
Neuendorf und Klopp-Intimus Watzke wollen in der zweiten Wochenhälfte nach New York fliegen, um dort mit Klopp und dessen Berater Marc Kosicke konkret über ein Bundestrainer-Engagement zu sprechen. Beide Parteien haben ihren Willen zur Zusammenarbeit vorab mehr als deutlich verkündet.
Trotzdem sei das Thema „definitiv noch nicht abgehakt“, sagte Watzke mit Blick auf den Abschluss eines Vertrages. Es muss noch über zentrale Themen wie Gehalt oder auch Laufzeit geredet werden – bis zur EM 2028 oder gleich bis zur nächsten WM 2030.
Völlers Entscheidung fiel wenige Tage nach dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Zuge des frühen WM-Ausscheidens des Nationalteams in Amerika. Diese sei richtig, sagte Völler, der vor einer Woche direkt nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay noch öffentlich für den 38-Jährigen geworden hatte. „Nach kurzen Nächten“ dachte auch Völler um.
Er selbst hatte sich nach der Rückkehr aus den USA eine Bedenkzeit genommen. Völler war in der Sportlichen Leitung eng mit Nagelsmann verbunden. Er hatte diesen im September 2023 nach der Trennung von Hansi Flick als „Wunschlösung“ für den Job als Nationaltrainer gewonnen.
Völler hatte den Posten des Sportdirektors nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2022 in Katar angetreten. Als Mitglied einer damals gegründeten Taskforce für den deutschen Fußball wurde er einmal mehr in ein Amt gedrängt.
Der ewige Rudi: Spieler, Teamchef, Sportdirektor
Nach dem Aus von Flick kehrte der ehemalige DFB-Teamchef Völler für ein siegreiches Länderspiel gegen Frankreich (2:1) sogar als Interimscoach auf die Bank zurück. Als Mentor und enger Vertrauter begleitete er Nagelsmann über die Heim-EM 2024 bis zur nächsten vermurksten WM in diesem Sommer.
Schon sein Engagement als Teamchef von 2000 bis 2004 war auf kuriose Weise zustande gekommen. Erst als Platzhalter für Christoph Daum und dann als feste Lösung wurde er zum Liebling der Massen. Der Finaleinzug 2002 in Japan und Südkorea war ein nicht für möglich gehaltenes WM-Highlight. Bei der EM 2004 war aber nach der Gruppenphase Schluss – Völler trat zurück.
Als Weltklassestürmer hatte der gebürtige Hanauer (90 Länderspiele/47 Tore) großen Anteil am WM-Triumph 1990. Es war der Höhepunkt seiner Karriere als Fußball-Profi. Nun soll die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland für ihn im Idealfall zu einem Happy End werden.
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Klopp und Völler werden sich in New York auf einen Vertrag einigen.
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