Russischer Ex-Verteidigungsminister Sergej Iwanow gestorben
Quick Look
- Der langjährige Vertraute Wladimir Putins und ehemalige russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow ist tot.
- Er war seit den KGB-Tagen mit Putin befreundet und hatte verschiedene hohe Ämter inne.
- Sanktionen waren gegen ihn verhängt worden.
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Why It Matters
Sergej Iwanow war ein langjähriger Vertrauter Wladimir Putins, der seit gemeinsamen KGB-Tagen bekannt war. Er bekleidete hohe Ämter wie das des Verteidigungsministers und war Mitglied des russischen Sicherheitsrates. Er befürwortete die Annexion der Krim und den Krieg gegen die Ukraine, weshalb Sanktionen gegen ihn verhängt wurden.
Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärte, dass Präsident Wladimir Putin um Iwanow zutiefst trauere. Putin habe der Familie des ehemaligen Verteidigungsministers bereits ein Beileidstelegramm übermittelt. Iwanow war ein langjähriger Gefährte Putins, die beiden kannten sich seit gemeinsamen KGB-Tagen.
Nach seinem Studium als Übersetzer war Iwanow bis Ende der Neunzigerjahre für den sowjetischen und russischen Geheimdienst tätig. Dabei lernte er den ebenfalls aus Sankt Petersburg stammenden, knapp vier Monate älteren Putin kennen. Mit einer Unterbrechung zwischen 2008 und 2012 war Iwanow von 1999 bis 2026 Mitglied des russischen Sicherheitsrates. Von 2001 bis 2007 bekleidete er auch den Posten des Verteidigungsministers.
Gerüchte über schwere Krankheit
2008 galt Iwanow als möglicher Nachfolger Putins, der nach zwei Amtszeiten laut Verfassung nicht mehr bei den Präsidentenwahlen antreten durfte. Der Kremlchef entschied sich letztlich für Dmitrij Medwedew, der in seiner Amtszeit die Verfassung änderte und 2012 erneut Platz für Putin machte. Medwedew und Iwanow galten damals als Konkurrenten um die Nachfolge Putins.
Iwanow hingegen arbeitete bis 2011 als Vizeregierungschef. Anschließend leitete er bis 2016 die Präsidialverwaltung. Zuletzt war der Putin-Vertraute noch als Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten für Fragen des Naturschutzes, der Ökologie und des Verkehrs tätig. Medienberichten zufolge trat er auf eigenen Wunsch im Februar von diesem Posten zurück. Es gab Gerüchte, dass Iwanow zuletzt schwer erkrankt war.
Weil er die russische Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und den 2022 begonnenen russischen Krieg gegen die benachbarte Ukraine befürwortete, verhängten die Europäische Union, die USA und andere Staaten Sanktionen gegen den russischen Politiker. Er hinterlässt eine Ehefrau und einen erwachsenen Sohn.
Die Ukraine hat im Krieg zuletzt einige Fortschritte erzielt. Sie setzt Russland unter anderem mit Schlägen gegen die Halbinsel Krim zu. Der Militärexperte Franz-Stefan Gady erklärt, wie sich dadurch eine neue Dynamik im Krieg entfalten könnte. Hier lesen Sie mehr.
Open Questions
- Wie schwer war Iwanow tatsächlich krank?
- Welche Rolle spielte er zuletzt hinter den Kulissen?


