Russland nimmt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause wieder auf
Quick Look
Nach Ablauf einer dreitägigen russischen Angriffspause wegen US-Vermittlerbesuchen in Kiew wurden erneute Raketen- und Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt und Umgebung gemeldet, wobei Gebäude in Kiew, Boryspil und Fastiw getroffen wurden und Menschen unter Trümmern verschüttet sein sollen.
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Why It Matters
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine dauert seit 2022 an. Russland hatte zuvor eine dreitägige Pause seiner Angriffe auf Kiew angeordnet, um Raum für Vermittlungsgespräche mit US-Beamten zu schaffen.
Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadtregion wieder aufgenommen.
Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten mehrere heftige Explosionen in Kiew, nachdem Luftalarm ausgelöst worden war. Die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt meldete einen Raketenangriff. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" schrieb, laut Bürgermeister Vitali Klitschko seien mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet worden.
Zuvor hatte die Militärverwaltung mitgeteilt, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den "Feind" Luftalarm in Kiew ausgelöst worden sei. Sie forderte die Bewohner auf, Schutzräume aufzusuchen. Nach Angaben der Behörden wurden sowohl in Kiew als auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw Gebäude getroffen.
Wittkoff und Kushner in Modskau ud Kiew
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew für drei Tage einzustellen. Diese Entscheidung hänge mit der "Vorbereitung und Aufnahme von Kontakten" mit der in Kiew erwarteten US-Delegation zusammen, zitierte die Nachrichtenagentur Tass am Samstag Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Am Wochenende waren die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump trafen sich am Samstag in Moskau mit Russlands Staatschef Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.
Möglichkeit trilateraler Friedensgespräche
Witkoff bezeichnete die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am Montag als erfolgreich. Zudem stellte er die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche in Aussicht.
Auch Russland meldete Agriffe auf das eigene Territorium. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga seien mehrere Menschen verletzt worden, teilte der regionale Gouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Angriffe auf Kiew werden in den nächsten Tagen fortgesetzt.
Likely · Within days
Trilaterale Friedensgespräche zwischen USA, Russland und der Ukraine werden in den kommenden Wochen stattfinden.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie lange wird die aktuelle Angriffsphase andauern?
- Werden die trilateralen Friedensgespräche tatsächlich stattfinden?
- Wie groß ist der Schaden durch die jüngsten Angriffe genau?




