SAP legt EU-Wettbewerbsverfahren mit Zugeständnissen bei
Quick Look
- SAP hat ein Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission durch Zugeständnisse beigelegt.
- Der Softwarekonzern verpflichtet sich, Kunden mehr Freiheit bei der Wahl externer Dienstleister für Wartung und Support zu gewähren.
- Die Zusagen gelten weltweit für zehn Jahre.
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Why It Matters
Die EU-Kommission untersuchte SAP wegen möglicher wettbewerbswidriger Praktiken im Wartungs- und Supportgeschäft für seine ERP-Software. Kunden sollten angeblich zu externen Dienstleistern gezwungen werden.
Brüssel. Mit mehreren Zugeständnissen hat SAP ein Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission beigelegt. Der Dax-Konzern verpflichtet sich, Kunden im Wartungs- und Supportgeschäft mehr Spielraum bei der Wahl externer Dienstleister zu lassen. Die Zusagen gelten weltweit und für einen Zeitraum von zehn Jahren, teilte die Behörde am Donnerstag mit.
Der Beschluss gebe SAP-Kunden „mehr Freiheit bei der Auswahl“ von Dienstleistern, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. „So wird verhindert, dass unfaire Beschränkungen die Kosten in die Höhe treiben und den Wettbewerb behindern.“
SAP begrüßte den Abschluss des Verfahrens und sprach von einem „konstruktiven und kooperativen Dialog“ mit der Kommission. Für den Softwarehersteller dürfte der Fall glimpflich ausgegangen sein: Die Einigung sieht Verpflichtungen zu geänderten Geschäftspraktiken vor. Eine Geldbuße wird nur bei Verstößen fällig – diese kann bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen.
In dem Verfahren geht es um ein lukratives Geschäft. SAP, Marktführer für Software zur Unternehmenssteuerung (ERP), bündelt Softwarelizenzen in der Regel in einem Wartungsvertrag. Kunden erhalten Sicherheitsupdates und Anpassungen an Gesetzesänderungen, funktionale Neuerungen und Unterstützung bei Problemen.
Open Questions
- Wie wird die Einhaltung der Zusagen überwacht?
- Welche konkreten Änderungen ergeben sich für Kunden?





