
Schutzbrillen für die Sonnenfinsternis sind vielerorts vergriffen. Optiker geben sich optimistisch, doch es gibt auch sichere brillenlose Alternativen.
AI-generated summary
Kurz vor einem astronomischen Ereignis suchen viele Menschen nach geeigneten Schutzbrillen zur Beobachtung.
Auf Amazon sind die Brillen noch erhältlich, ein Anbieter verspricht „sicheres direktes Sonnensehen“, ein Doppelpack Brillen, CE-zertifiziert. Einziger Haken: Schnellste Lieferung ist am 18. August. Und in der Zeit zurückreisen kann man mit der Brille nicht. Allerdings gibt sich der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) in der Süddeutschen Zeitung optimistisch, dass aufgrund der hohen Nachfrage viele Augenoptikerbetriebe noch solche Brillen anbieten. Welche und wie viele Betriebe das sind, könne der Verband jedoch nicht sagen.
Auch bei Fielmann weiß man auf Nachfrage nicht, wie viele Sonnenfinsternis-Brillen in den einzelnen Filialen verfügbar seien. Man gehe davon aus, dass sie in den meisten Niederlassungen ausverkauft seien. Ebenso gibt es keine mehr in den Filialen von brillen.de. Laut dem Vorstandsmitglied Volker Grahl gehören solche Brillen ohnehin nicht in den klassischen Warenkorb eines Optikers, da es „eigentlich keine echten Brillen sind“. „Sie haben keine Gläser, sondern nur eine Spezialfolie“, sagt Grahl.
Für Kurzentschlossene gäbe es noch eine brillenlose Alternative
Mit etwas Glück finden sich in örtlichen Planetarien, Sternwarten oder Museen Schutzbrillen. Für Kurzentschlossene gäbe es noch eine brillenlose Alternative: Die Sonnenfinsternis lässt sich auch indirekt durch eine Lochkamera beobachten – auch bekannt als Camera obscura. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz ist dies sogar die sicherste Variante. Durch ein kleines Loch, beispielsweise in einer Dose, wird das Abbild der Sonne seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend projiziert. Dabei genügt es, die Camera obscura nur ungefähr in Richtung der Sonne auszurichten. Eine Anleitung zum Bau einer Lochkamera aus einfachen Mitteln findet sich unter anderem auf der Nasa-Webseite oder auf der Seite des Bundesamts für Strahlenschutz.
Wer schnell genug war und eine Brille ergattern konnte, sollte trotzdem auf einige Punkte achten.
Geeignete Sonnenfinsternis-Brillen besitzen ein CE-Zeichen und müssen der DIN EN ISO 12312-2:2015 entsprechen, dies wird von den Anbietern gekennzeichnet und steht im besten Fall auf der Brille. Beschädigte Brillen mit Löchern, Rissen oder Kratzern sollen laut ZVA nicht mehr verwendet werden. Alte Brillen von 1999, dem Jahr der jüngsten totalen Sonnenfinsternis, sind somit keine gute Wahl. Genauso wenig wie handelsübliche Sonnenbrillen oder selbstgebaute Schutzbrillen. Wenn man Kameras, Ferngläser oder Teleskope benutzen will, braucht man für die Geräte spezielle Sonnenfilter.
Kinder sollen laut einer Handreichung des Universitätsklinikums Würzburg die Sonnenfinsternis nur unter Aufsicht beobachten, „da jüngere Kinder häufig noch nicht sicher beurteilen können, ob die Schutzbrille richtig sitzt oder beschädigt ist“.
Wer am Mittwochabend im Hinblick auf die Sonnenfinsternis leer ausgeht, kann in derselben Nacht auf ein anderes Ereignis setzen: Der Perseiden-Sternschnuppen-Regen hat dort seinen Höhpunkt.

Die Nasa hat ihre Rettungsmission für den Forschungssatelliten „Swift“ abgebrochen. Das unbemannte Schleppraumschiff „Link“ weist Steuerungsprobleme auf. Der Satellit, der Gammablitze erforscht, wird nun voraussichtlich in die Erdatmosphäre stürzen und verglühen.

Eine in Science veröffentlichte Studie analysiert fossile Blätter aus dem Hanna Basin, Wyoming, um die Auswirkungen des Paläozän-Eozän-Temperaturmaximums vor 56 Millionen Jahren auf die Waldstruktur und Vegetation zu rekonstruieren.

Eine im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlichte Studie zeigt, dass sich mit einer erhöhten Ausbreitungsgeschwindigkeit von Waldbränden auch deren Intensität, die zerstörte Fläche und die Entfernung zu überlebenden Samenbäumen vergrößern.

Die Perseiden, einer der schönsten Meteorströme des Jahres, haben ihren Höhepunkt erreicht. Bis zu 100 Meteore pro Stunde waren in dunklen Orten sichtbar, unterstützt durch die Neumondnacht und günstiges Wetter, mit Ausnahme von Norddeutschland.

Millionen Menschen haben eine totale Sonnenfinsternis in Spanien sowie partielle Phasen in Deutschland verfolgt. Die nächste partielle Finsternis in Deutschland findet in 354 Tagen statt.

Millionen Menschen haben in Europa und Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis verfolgt. Der Mond verdeckte die Sonne hierzulande zu rund 85 bis 90 Prozent. Als astronomische Zugabe folgt der Höhepunkt der Perseiden.