Stimmung im deutschen Wohnungsbau trübt sich weiter ein
Quick Look
- Das Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau sank im Mai leicht auf minus 29,3 Punkte.
- Viele Unternehmen rechnen nicht mit einer spürbaren Belebung des Marktes, trotz leicht besserer Auftragslage.
- Sorgen um Materialversorgung und steigende Stornierungen bleiben bestehen.
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Why It Matters
Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich laut Ifo-Institut weiter eingetrübt. Das Geschäftsklima sank im Mai leicht. Viele Unternehmen rechnen nicht mit einer spürbaren Belebung des Marktes.
Viele Baufirmen rechnen weiterhin mit einem schwierigen Umfeld. Die Auftragslage kann zwar leicht zulegen, doch gerade die Sorgen um die Materialversorgung wachsen. 15.06.2026 - 08:38 Uhr Artikel anhören
Hausbau: Material ist an vielen Baustellen knapp oder teuer. Foto: dpa
Berlin. Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich laut Ifo-Institut weiter eingetrübt. Das Geschäftsklima dazu sank im Mai leicht von minus 28,2 auf minus 29,3 Punkte, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte.
„Der Wohnungsbau verharrt in einer Phase der Unsicherheit“, sagte Ifo-Fachmann Klaus Wohlrabe. „Viele Unternehmen rechnen derzeit nicht mit einer spürbaren Belebung des Marktes.“ Die Betriebe beurteilten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Die Erwartungen verbesserten sich dagegen marginal, sind demnach aber immer noch von großem Pessimismus geprägt.
Zwar verbesserte sich die Auftragslage leicht. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, sank von 43,8 auf 42,2 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl der Stornierungen aber zu – von 10,8 auf 11,7 Prozent.
Auch die Sorgen um die Materialversorgung bleiben bestehen: 9,7 Prozent der Firmen berichteten von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten. „Die Unternehmen erhalten wieder etwas mehr Aufträge, gleichzeitig bleibt die Verunsicherung der Kunden hoch“, erklärte Wohlrabe. „Das zeigt sich nicht zuletzt an den wieder steigenden Stornierungen.“
Die deutsche Bauwirtschaft spürt die negativen Folgen des Iran-Kriegs – vor allem höhere Materialkosten und die Zurückhaltung von Investoren und privaten Bauherren. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) pochte jüngst auf mehr Förderung und Entlastung durch den Staat und auf geringere Standards, etwa in puncto Energie. Der Wohnungsbau sei das größte Sorgenkind der Branche.
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