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Der Irankrieg hat die Straße von Hormus zu einem Hochrisikogebiet für den Schiffsverkehr gemacht, was zu einem Einbruch des Verkehrs und extrem hohen Frachtraten führte.
Kein Seeweg ist derzeit so gefährlich wie die Straße von Hormus. Viele Reedereien ziehen ihre Schiffe ab. Wer dennoch fährt, erzielt Rekordpreise. Vor allem die Reeder einer Nation halten Kurs.
Athen. Der Irankrieg hat die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu einem Hochrisikogeschäft gemacht. Raketen, Drohnen und elektronische Angriffe haben den Schiffsverkehr auf dem schmalen Seeweg einbrechen lassen. Viele Reedereien meiden inzwischen den Persischen Golf.
Für jene, die weiterfahren, ist genau das die Chance. Binnen weniger Monate haben sich die Frachtraten für Supertanker vervielfacht. Was für Besatzungen zur lebensgefährlichen Mission geworden ist, entwickelt sich für einige Reeder zum profitabelsten Geschäft seit Jahren.
Zu den Unternehmen, die trotz der Eskalation Kurs auf Hormus halten, gehören vor allem griechische Reedereien. Sie kontrollieren rund ein Viertel der weltweiten Tankerflotte und transportieren einen erheblichen Teil der Ölexporte aus Saudi-Arabien, Irak, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vor der Krise passierte rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls die Straße von Hormus.
Rekordraten als Entschädigung für Rekordrisiken
Der Markt reagiert auf die wachsende Unsicherheit mit extrem hohen Preisen. Nach Angaben der Shanghai Shipping Exchange werden für einen Very Large Crude Carrier (VLCC) auf der Route vom Persischen Golf nach China inzwischen bis zu 286.000 Dollar pro Tag gezahlt. Vor Ausbruch des Irankonflikts lagen die Tagesraten meist zwischen 25.000 und 50.000 Dollar.

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