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Sudetendeutsche Tag in Brünn: Friedensfest mit umstrittenem Austragungsort
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Die Zeit5/24/2026World2 min readGermany

Sudetendeutsche Tag in Brünn: Friedensfest mit umstrittenem Austragungsort

Quick Look

  • Der Sudetendeutsche Tag fand erstmals in Tschechien statt.
  • Bayerns Ministerpräsident Söder nannte es ein "Friedensfest" und "historisches Signal".
  • Der Karlspreis ging an Milan Uhde.

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Why It Matters

Der Sudetendeutsche Tag ist ein traditionelles Treffen vertriebener Deutscher aus der ehemaligen Tschechoslowakei und ihrer Nachkommen. Bayern hat seit 1954 die Schirmherrschaft inne. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben.

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Der erstmals in Tschechien ausgetragene Sudetendeutsche Tag hat mit dem Haupttreffen auf dem Messegelände in Brünn (Brno) seinen Höhepunkt erreicht.

«Das ist ein großes Friedensfest», sagte in seiner Rede der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er sprach von einem historischen Tag und einem historischen Signal. Die vertriebenen Sudetendeutschen seien «absolute Brückenbauer», die keine Revanche forderten.

Seit 1950 kommen aus der damaligen Tschechoslowakei vertriebene Deutsche und ihre Nachkommen zu dem traditionellen Pfingsttreffen zusammen. Bayern hat seit 1954 die Schirmherrschaft über die Volksgruppe inne.

«Wir haben eine klare Botschaft - und diese Botschaft ist eine Botschaft nicht des Hasses, sondern der Liebe», sagte der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt. Der CSU-Politiker betonte: «Wir sind hier nicht, um etwas zu fordern, wir sind hier, um etwas zu geben.»

Karlspreis an Milan Uhde

Der tschechische Schriftsteller und frühere Dissident Milan Uhde nahm den Europäischen Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft entgegen. Posselt lobte ihn als einen «Herzensfreund der Sudetendeutschen und großen Europäer».

Die Auszeichnung geht an Personen, die sich in besonderer Weise um die Völkerverständigung und um die europäische Einheit verdient gemacht haben. Benannt ist der Preis nach dem römisch-deutschen Kaiser und böhmischen König Karl IV. (dem Vierten; lebte 1316 bis 1378).

Die Vertriebenenveranstaltung ist im Gastland umstritten. Minister der tschechischen Regierung unter dem Rechtspopulisten und Milliardär Andrej Babis blieben dem Treffen fern. Das Abgeordnetenhaus sprach sich in einer Entschließung mehrheitlich gegen Tschechien als Austragungsort aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der Nazi-Besatzungszeit wurden rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben.

Open Questions

  • Wie wird die umstrittene Austragung in Tschechien die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien langfristig beeinflussen?
  • Welche konkreten Beiträge "geben" die Sudetendeutschen laut Bernd Posselt?
  • Welche weiteren Reaktionen aus der tschechischen Politik werden erwartet?

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This article was originally published by Die Zeit.

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