Tante Enso darf 36 Tegut-Märkte übernehmen
Quick Look
- Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von 36 Tegut-Supermärkten durch die Kette Tante Enso genehmigt.
- Die Märkte befinden sich überwiegend in ländlichen Regionen.
- Edeka und Rewe wollen ebenfalls Tegut-Filialen übernehmen.
AI-generated summary
Why It Matters
The owner of Tegut is withdrawing from Germany, leading to the sale of its markets. Edeka and Rewe are interested in acquiring a large portion of these markets, while the smaller chain Tante Enso also aims to take over 36 stores.
Der Tegut-Eigentümer zieht sich aus Deutschland zurück. Edeka und Rewe wollen einen großen Teil der Märkte übernehmen. Auch die kleine Kette Tante Enso möchte 36 Märkte betreiben. Das darf sie laut Kartellamt auch. Der Name wird jedoch verschwinden.
Die Smart-Store-Kette Tante Enso darf 36 Tegut-Supermärkte von der Genossenschaft Migros Zürich übernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Erwerb freigegeben. Die betroffenen Standorte befinden sich überwiegend in ländlichen Regionen in Hessen, Thüringen und Nordbayern. Der bisherige Tegut-Eigentümer hatte im März angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und die Kette verkaufen zu wollen.
Kartellamtspräsident Andreas Mundt begründete die Entscheidung so: "Tante Enso verfügt bislang über eine vergleichsweise geringe Marktstellung im Lebensmitteleinzelhandel und ist vor allem in ländlichen Regionen tätig." Die Übernahme stärke einen kleineren Wettbewerber in einem Markt, der von wenigen großen Unternehmensgruppen geprägt werde. Zugleich könne sie die Nahversorgung in den betroffenen Regionen sichern.
Tante Enso veröffentlichte eine Liste der 36 Standorte - darunter Märkte in Marburg, Eschwege (beide in Hessen), Schweinfurt, Gerolzhofen (Bayern) und Sondershausen (Thüringen). Mit 16 Standorten entfällt der größte Teil auf Hessen.
Halbautomatisierte Mini-Supermärkte
Das Unternehmen Tante Enso mit Sitz in Bremen betreibt deutschlandweit knapp 90 halbautomatisierte Mini-Supermärkte - vor allem im ländlichen Raum. 2025 setzte die Gruppe laut Kartellamt rund 40 Millionen Euro um. Die Märkte sind rund um die Uhr geöffnet, nur zu bestimmten Zeiten ist Personal vor Ort.
Die Marke Tegut soll aufgegeben werden. Unklar ist, wie viele Standorte bestehen bleiben. Rund 200 Tegut-Supermärkte will der Lebensmittel-Einzelhändler Edeka übernehmen, die Rewe-Gruppe bis zu 40 Filialen. Die Transaktionen bedürfen ebenfalls der Zustimmung der Wettbewerbshüter. Bei Edeka läuft die Frist für das Hauptprüfverfahren noch bis Ende August, bei Rewe bis Ende September.
Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet. Anfang 2013 übernahm Migros die Kette, die in sechs Bundesländern vertreten ist. Die meisten Märkte befinden sich in Hessen. Laut Migros gibt es etwa 340 Tegut-Filialen, inklusive der 40 "Teo"-Minimärkte. Knapp 7500 Menschen sind bei Tegut beschäftigt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Edeka and Rewe will likely receive approval for their respective acquisitions of Tegut stores, possibly with conditions.
Likely · Within months
The Tegut brand will cease to exist in Germany.
Very likely · Within months
Open Questions
- How many Tegut locations will ultimately remain operational?
- What will be the specific impact on employment at the affected Tegut stores?
- Will Edeka and Rewe's acquisition plans be approved by the competition authorities?
- What are the long-term plans for the acquired Tegut stores under Edeka and Rewe?




