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Heise Online5/4/2026Tech7 min readGermany

Testsieger: Die besten Akku-Rasenmäher im Test

Why It Matters

Akku-Rasenmäher stellen eine leisere, umweltfreundlichere und handlichere Alternative zu Benzin- und Kabelmodellen dar. Fortschritte in der Lithium-Ionen-Technik haben die Entwicklung leistungsfähiger Akku-Gartengeräte ermöglicht, wobei sich austauschbare Akkusysteme, die in mehreren Geräten einsetzbar sind, durchgesetzt haben.

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Leiser, flexibler, komfortabler: Akku-Rasenmäher haben klare Vorteile gegenüber Benzin- und Kabelmodellen. Wir zeigen die besten Modelle.

Kaum sitzt man bei Sonnenschein entspannt auf dem Balkon, ertönen auch schon wieder Laubbläser, Heckenscheren und Rasenmäher. Früher lärmten sie mit viel PS und verpesteten die Luft mit blauem Dunst aus ihren Zweitaktmotoren. Die leiseren Elektro-Varianten waren wenig beliebt, weil die sprichwörtlich lange Leitung stets im Weg und umständlich zu handhaben war. Das führte nicht selten dazu, dass das Rasenmähen vorzeitig endete – etwa, wenn das Kabel versehentlich durchtrennt wurde.

Seit einigen Jahren ist die Lithium-Ionen-Technik jedoch weit genug fortgeschritten, um damit nach den Akkuschraubern auch akkubetriebene Trennschleifer, Bohrmaschinen, Bandsägen oder eben Rasenmäher und andere Gartengeräte zu versorgen. Die Mäher können teilweise auch gleich mulchen, was das Entsorgen des Grasschnitts erspart, der stattdessen als feiner Dünger auf dem Rasen verbleibt.

Während die Geräte anfangs jeweils eigene Akkus hatten, die teils auch fest eingebaut waren, haben sich inzwischen austauschbare Akkus durchgesetzt, die in unterschiedlichen Geräten einsetzbar sind. Damit muss man theoretisch nur einen Satz Akkus und Ladegeräte für alle Geräte anschaffen und bereithalten – das spart Platz, Geld und schont die Umwelt. Wir zeigen in dieser Bestenliste die sechs stärksten Modelle, die im Akku-Rasenmäher-Test überzeugen konnten.

Wer das Rasenmähen lieber komplett automatisieren möchte, findet die passenden Modelle in unserer Top 10: Der beste Mähroboter ohne Begrenzungskabel mit Kamera, GPS oder LiDAR.

Welcher ist der beste Akku-Rasenmäher?

Unser Testsieger ist der Stihl RMA 239 C für 417 Euro. Er vereint gute Leistung auf dem Rasen mit durchdachtem Design, das ihn zum praktischen, unkomplizierten und komfortablen Gartenwerkzeug macht.

Als Technologiesieger geht der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A für 350 Euro hervor. Er ist ideal für große Gärten und bringt genug Leistung mit, um auch hochgewachsenem Gras problemlos zu trotzen. Die zwei separaten Klingen sorgen zudem für einen gleichmäßigen Schnitt.

Preis-Leistungs-Sieger ist der Gardena Powermax 30/18V für 193 Euro. Er verrichtet seine Arbeit zufriedenstellend und überzeugt durch seine Wendigkeit, die ihm durch den kompakten Formfaktor ermöglicht wird.

Akkusysteme: Ein Überblick

Die meisten Akku-Rasenmäher werden inzwischen mit einem oder zwei Akkus betrieben, die eine Spannung von 18/20 V oder 36/40 V liefern. Es gibt auch Modelle, die mit nur einem einzelnen 36/40-V-Akku ausgestattet sind. Diese Akku-Modelle sind jedoch vorwiegend nicht mit anderen akkubetriebenen Gartengeräten kompatibel und werden deshalb nur noch selten angeboten.

Da sich ein Akku inzwischen häufig in mehreren Geräten nutzen lässt, lohnt es sich, zunächst eine Grundausstattung aus Akku (einem oder zwei, je nach Mäher) und Ladegerät anzuschaffen.

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Beabsichtigt man dann im „fliegenden Wechsel“, entladene Akkus gegen frisch geladene auszutauschen, kann man weitere hinzukaufen. Diese benötigen dann keine weiteren Ladegeräte, da sie problemlos auf die bereits gekaufte Ladestation desselben Herstellers passen. Ebenfalls praktisch ist, dass man die vorhandenen Akkus gegen neue ersetzen kann, wenn diese über die Jahre ihre Ladung nicht mehr halten können.

Kauft man sich dagegen noch weitere akkubetriebene Gartengeräte derselben Marke, kann man kostensparend umgekehrt zu einer Ausführung ohne mitgelieferte Akkus und Ladegeräte greifen. Im Folgenden stellen wir mehrere Marken und deren jeweiliges Akkusystem vor:

Einhell: Power-X-Change

Eines der in Deutschland umfassendsten Systeme mit bereits über 300 akkubetriebenen Geräten hat Einhell mit dem Power-X-Change-System: Hier gibt es 18-Volt-Lithium-Ionen-Akkus unterschiedlicher Kapazitäten, die in den entsprechenden Geräten entweder einzeln oder paarweise – dann hintereinandergeschaltet mit 36 Volt – nutzbar sind.

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Man kann sie ebenso in Spezialgeräten anderer Marken verwenden, die Teil des Systems sind. Darunter finden sich Industrie-Drehmomentschrauber, Staubsauger, kleinere E-Bikes sowie Scooter und sogar ein Kinder‑E‑Auto. Selbst Campingwagen von Knaus Tabbert lassen sich so über Nacht versorgen. Natürlich hat auch Einhell diverse Rasenmäher im Angebot:

Gardena: Power for All Alliance

Der Gartenspezialist Gardena steht dem mit einem vergleichbaren, aber zu Einhell inkompatiblen 18-V-System gegenüber. Gemeinsam mit Bosch ruft der Hersteller zur „Power for All Alliance“ auf und deckt so herstellerübergreifend über 150 Geräte und 11 Marken ab.

Neben Rasenmähern und -trimmern gibt es unter anderem Heckenscheren, Kettensägen, Baumscheren und Laubsauger. Rasenmäher können hier teilweise auch Kanten schneiden und es sind Ersatzteile für mindestens sieben Jahre erhältlich – vom Fangkorb bis zum Hinterrad. Man kann die Produkte also auch längerfristig nutzen, wenn Verschleißteile ausfallen und ersetzt werden müssen.

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Gardena selbst bietet zwar keine Heimwerker-Werkzeuge an, dafür deckt Bosch diese Sparte ab. Die Akkus der Gardena-Geräte sind so auch in Staubsaugern, Hochdruckreinigern sowie aktuell 78 Elektrowerkzeugen und 50 Gartengeräten von Bosch verwendbar. Als Teil der Power-for-all-Alliance passen sie außerdem in Gartengeräte von Gloria und Flymo (gehört zusammen mit Gardena zum Husqvarna-Konzern, welcher auch mit Geräten unter eigenem Namen am Markt ist) sowie Werkzeuge, Lampen und Baustellenradios anderer Marken – darunter Rapid, Perfectpro und Wagner.

Stihl, Makita und Black & Decker

Andere Hersteller wie Makita, Black & Decker und Stihl nutzen inzwischen ebenfalls solche Bausteinsysteme. Black & Decker verwendet das Powerconnect-System mit 18-V-Akkus und 36-V-Akkus. Makita hingegen verwendet 18-V-LXT-Akkus, die entweder mit 18 V oder im 18-V-Doppelpack mit 36 V insgesamt 360 Elektrowerkzeuge und Gartengeräte des Herstellers versorgen. Das AK-System von Stihl besteht aus den drei 36-V-Akkus AK 10 (72 Wh), AK 20 (144 Wh) und AK 30 S (180 Wh). Diese versorgen neben Rasenmähern unter anderem auch Heckenscheren, Kettensägen und Laubbläser mit Strom. Auch Marken von Discountern wie Ferrex von Aldi, Parkside von Lidl oder AGT von Pearl verwenden eigene Akkus, die geräteübergreifend im jeweiligen Ökosystem funktionieren.

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Man sollte sich vor der Entscheidung für ein Ökosystem ansehen, ob dieses alle Geräte zu bieten hat, die man derzeit und eventuell auch künftig benötigt. Genauso ergibt es Sinn, zu einem bestimmten Ökosystem zu greifen, wenn man bereits andere Werkzeuge daraus nutzt. Zu bedenken ist, dass nur die zwei größten Systeme von Einhell und Gardena auch zu Fremdfabrikaten kompatibel sind. Die Parkside-Akkus von Lidl sehen denen von Einhell zwar sehr ähnlich, haben aber andere Anschlüsse und sind nicht austauschbar.

Die richtige Größe finden

Ist ein größeres Top-Modell überhaupt passend für den eigenen Garten? Wenn dieser klein ist, nicht unbedingt, da es Platz belegt, mehr Geld kostet und schlecht durch Engstellen kommt. Das kleinste Modell im großen Apfelbaumgarten ist dagegen auch fehl am Platz. Die Schnittbreiten der Mäher beginnen bei 22 cm und enden bei 50 cm. Hier kann man sich auf die Empfehlungen der Hersteller verlassen, um das zur eigenen Rasenfläche passende Modell zu finden. Es lohnt sich zudem, wenn man ein bestimmtes Gerät im Auge hat, mit dem Zollstock die Schnittbreite auf dem eigenen Rasen abzubilden. So kann man sich einen guten Eindruck verschaffen, ob einem diese ausreicht oder man doch lieber auf die nächstgrößere Variante wechselt.

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Unabhängig von der Schnittbreite unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller auch in ihrer Ausstattung – ein Aspekt, den man vor dem Kauf unbedingt berücksichtigen sollte. Besonders relevant ist dabei die Frage der Aufbewahrung: Wer einen geräumigen Geräteschuppen besitzt, kann problemlos auch größere und sperrigere Geräte unterbringen. Steht jedoch nur wenig Platz zur Verfügung, sind kompakte, zusammenklappbare oder von vornherein platzsparend konstruierte Rasenmäher mit schlankem Design klar von Vorteil.

Manche Akku-Rasenmäher wie der von uns getestete Gardena Handymower 22/18V verfügen beispielsweise nicht über einen Auffangkorb und sind speziell für das Mulchen ausgelegt. Sie sind dafür allerdings auch deutlich platzsparender. Je nach Beschaffenheit und Aufbau des Gartens ist zudem eine Kombination mehrerer Geräte denkbar, um sowohl großflächig als auch für Engstellen das richtige Mähwerkzeug parat zu haben.

Mähen und Mulchen

Beim Mulchen entfällt das Problem, den Grasschnitt sammeln, kompostieren oder entsorgen zu müssen. Das abgeschnittene Gras verbleibt einfach auf dem Rasen. Das spart Zeit und Mühe und ist zudem gut für den Rasen.

Ein Mulchmäher schneidet die Halmspitzen ab und schreddert sie gleichzeitig klein. Bodenorganismen bauen anschließend die liegengebliebene Mulchmasse ab. Der Rasenschnitt gelangt so – als natürlicher Dünger – wieder in den Nährstoffkreislauf zurück. Im Sommer entzieht man dem Rasen zudem weniger Nährstoffe und Feuchtigkeit. Das spart Geld bei Düngung und Bewässerung.

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Manche Rasenmäher, etwa von Einhell, können zwischen Normal- und Mulchbetrieb umschalten. Allerdings sind Mulchmesser normalerweise anders konstruiert als Schnittmesser – regulärer Grasschnitt ist grober – und auch das Mähdeck ist anders konstruiert. Der Grund: Das Schnittgut soll beim Mulchen möglichst lange im Mähdeck gehalten und mehrfach zerkleinert werden, bevor es auf dem Rasen landet. In einem normalen Mäher soll es dagegen möglichst schnell mit Schwung im Grasfangkorb landen und nicht den Auslass verstopfen.

Ob man lieber regulär mäht oder doch mulcht, hängt am Ende von der eigenen Präferenz sowie der generellen Beschaffenheit und Gesundheit des Rasens ab. Musste man diesen bisher regelmäßig düngen und wieder aufpäppeln, ist ein Umstieg auf die Mulch-Methode eventuell sinnvoll, da so das Düngen bereits Teil des Mähprozesses ist. Verwendet man den Rasen im Garten regelmäßig, kann der herumliegende, feuchte Mulch natürlich schnell stören.

Montage und Bedienung

Die Mäher sind meist praktischerweise schon zusammengebaut, mit Ausnahme des Griffs, um den Transport in normalen Paketgrößen zu ermöglichen. Die Schnittmesser sind im Normalfall austausch- und nachschärfbar, bei der Lieferung aber bereits fest montiert.

Je nach System kann der Akkuwechsel knifflig sein. Es lohnt sich daher, das Einsetzen und Austauschen des Akkus vor dem ersten Einsatz auszuprobieren, um Frust zu vermeiden. Außerdem sind die Sicherheitssysteme zu beachten: Um Verletzungen zu vermeiden, lassen sich die Geräte üblicherweise nur mit zwei Händen einschalten, eine Hand betätigt den Einschaltknopf, während die andere den Sicherheitsbügel am Griff herunterdrückt. Lässt man diesen während des Mähens los, geht der Rasenmäher wieder aus.

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Zusätzlich verfügen die meisten Geräte über einen Sicherheitsschlüssel, der sich oft entnehmen lässt. Ohne ihn startet der Mäher nicht – ein Schutz vor allem für spielende Kinder, die gerne die Eltern imitieren. Allerdings ist ein entnommener Schlüssel schnell verlegt, und dann steht der Mäher still. Sinnvoller und sicherer ist es daher, den Akku nach dem Mähen direkt zu entnehmen und im Haus bei Zimmertemperatur zu lagern. Das hat gleich mehrere Vorteile: Der Akku lässt sich vor dem nächsten Einsatz bequem laden und wird zugleich geschont – bei zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen verliert er sonst an Leistung oder nimmt Schaden.

Unterschiedlich komfortabel gelöst ist die Schnitthöheneinstellung. Manche Mäher bieten dafür Schiebeschalter mit etlichen Stufen, bei anderen muss man das Gerät umdrehen und die Höhe manuell an den Rädern verstellen. Im Normalfall empfiehlt sich eine mittlere Einstellung: Ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen – und bei kleineren Unebenheiten auch dem Mäher selbst. Bei hochgewachsenem Gras sollte man zunächst die höchste Stufe wählen, damit sich der Mäher nicht überfordert, und erst beim nächsten Schnitt wieder auf die Normaleinstellung zurückgehen.

Fazit

Akku-Rasenmäher sind eine leise, umweltfreundliche und handliche Alternative zu Benzinmodellen. Ohne lästige Kabel lassen sie sich leicht manövrieren. Viele Hersteller setzen inzwischen auf durchdachte Akkusysteme, die zahlreiche Geräte und Werkzeuge eines Ökosystems betreiben können – ein klarer Vorteil für Komfort und Kostenersparnis.

In unserer Bestenliste haben wir sechs Modelle aus vier Systemen getestet. Testsieger ist der Stihl RMA 239 C mit starkem Gesamtpaket, Technologiesieger der Gardena Powermax Duo 46/36V P4A und Preis-Leistungs-Sieger der Gardena Powermax 30/18V. Insbesondere Makita und Einhell punkten mit breiten Produktpaletten, Gardena mit seiner markenübergreifenden „Power for All Alliance“, die auch Bosch-Geräte einschließt.

Bei der Wahl des passenden Mähers zählen vorrangig Gartengröße und Stauraum: Große Flächen profitieren von breiteren Schnittwerken, kleine Gärten von kompakten Modellen. Wer regelmäßig mulchen möchte, sollte ein Gerät wählen, das sich auch für den Mulchbetrieb eignet.

Open Questions

  • Wie lange ist die durchschnittliche Lebensdauer der Akkus?
  • Welche spezifischen Wartungsanforderungen gibt es für die verschiedenen Akkusysteme?
  • Wie schneiden die Akku-Rasenmäher im Langzeittest im Vergleich zu Benzinern ab?
  • Welche Auswirkungen hat die Entsorgung von Altakkus auf die Umwelt?

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This article was originally published by Heise Online.

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