Trump droht Iran mit härteren Angriffen bei anhaltender Gewalt im Libanon
Quick Look
- US-Präsident Trump droht dem Iran mit härteren Angriffen, sollte die Hisbollah im Libanon nicht zur Zurückhaltung gezwungen werden.
- Dies geschieht während laufender Friedensgespräche in der Schweiz, die durch Trumps Äußerungen überschattet wurden.
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US-Präsident Trump droht dem Iran mit erneuten Angriffen, sollte die Führung die Gewalt der mit ihr verbündeten libanesischen Hisbollah nicht eindämmen. Dies geschieht während laufender Friedensgespräche in der Schweiz.
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US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit erneuten Angriffen, sollte die Führung die Gewalt der mit ihr verbündeten libanesischen Hisbollah nicht eindämmen.
„Der Iran muss seine hochbezahlten Stellvertreter im Libanon unverzüglich davon abhalten, Unruhe zu stiften“, schreibt Trump auf seiner Plattform „Truth Social“. „Andernfalls werden wir den Iran wieder sehr hart angreifen, so wie letzte Woche, nur härter.“
Die Drohung erfolgt während laufender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz. Dort startete am Sonntagnachmittag die erste Gesprächsrunde zwischen den Konfliktparteien. Dabei seien auch Delegationen der vermittelnden Länder Pakistan und Katar, erklärte ein katarischer Vertreter. Das am Mittwoch geschlossene Rahmenabkommen sieht vor, innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung für einen Frieden zu schließen.
Nach den Drohungen von Trump waren die Gespräche erneut von Spannungen überschattet. Iranische Staatsmedien berichteten, die Gespräche seien nach der „Veröffentlichung einer beleidigenden Botschaft des US-Präsidenten“ in eine „schwierige Phase“ eingetreten und unterbrochen worden. Anschließend habe sich die iranische Delegation mit katarischen Vermittlern getroffen und den Verhandlungsort zwischenzeitlich in Richtung Hotel verlassen, berichteten die Staatsmedien weiter.
US-Vizepräsident J.D. Vance will für die Verhandlungen mehrere Tage in der Schweiz bleiben. Er sagte, Trump wolle „ein neues Kapitel“ in den Beziehungen mit dem Iran aufschlagen. „Wir haben in den vergangenen Stunden große Fortschritte erzielt“, sagte Vance am Verhandlungsort auf dem Bürgenstock, einem Luxushotel über dem Vierwaldstättersee.
Die in der Schweiz beginnenden technischen Verhandlungen würden es beiden Seiten ermöglichen, zusammenzukommen und an der Lösung der Probleme zu arbeiten, sagte Vance. Neben Vance gehören dem US-Verhandlungsteam in der Schweiz der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an.
Unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen pochte der Iran noch auf sein Recht zur Urananreicherung, schloss zugleich aber erneut ein Streben nach Atomwaffen aus. „Was die USA verlangen, ist, dass der Iran keine Atombombe baut. Das ist nichts Neues, und wir können es auch schriftlich zusichern, dass wir keine Absicht haben, eine Bombe zu bauen“, wurde der iranische Präsident Masud Peseschkian am Sonntag auf seiner Website zitiert. „Wir werden jedoch unser Recht auf Anreicherung nicht aufgeben und die andere Seite wird keine andere Wahl haben, als dieses Recht zu akzeptieren“, fügte er hinzu.
Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich bereits für Freitag angedacht. Es fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte am Sonntag, der anhaltende Konflikt im Libanon zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel werde bei den Verhandlungen zu den wichtigsten Punkten zählen, gemeinsam mit Themen wie den eingefrorenen iranischen Vermögenswerten und dem Verkauf iranischen Öls.
„Das zionistische Regime verletzt weiterhin seine Verpflichtungen im Libanon, diese Angelegenheit wird bei den heutigen Gesprächen das wichtigste Thema sein“, sagte Bakaei in einem von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Video.
Das besagte Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sieht eine Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Der Iran hatte darauf bestanden, dass die Vereinbarung mit den USA eine Einstellung der Käfe im Libanon umfasst. Dennoch gingen die Käfe in dem Land zunächst unvermindert weiter. Weder Israel noch die Hisbollah waren an dem Rahmenabkommen beteiligt.
Zu den Verhandlungen in dem Schweizer Luxushotel sagte Bakaei weiter, die Treffen würden zunächst mit den Vermittlern stattfinden und dann am Nachmittag gemeinsam mit allen beteiligten Seiten. „Das heißt, dass die Delegationen aller vier Länder gemeinsam in einem Raum anwesend sein werden“, führte er aus.
Zudem sollen sich die Gespräche um die Freigabe blockierter iranischer Bankkonten und mögliche Sanktionserleichterungen drehen. Der iranische Zentralbankgouverneur Nasser Hemmati reiste dafür eigens in die Schweiz.
Die Straße von Hormus blieb unterdessen weiter für die Schifffahrt gesperrt. Die Marine der Revolutionsgarden habe bislang keine Durchfahrtsgenehmigungen für die Meerenge erteilt, meldet die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf einen Insider.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Weitere militärische Drohungen oder Aktionen von Trump gegen den Iran.
Likely · Within days
Unterbrechung oder Scheitern der Friedensgespräche in der Schweiz.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie werden die Verhandlungen auf Trumps Drohung reagieren?
- Wird die Gewalt im Libanon fortgesetzt?
- Erreicht der Iran sein Recht auf Urananreicherung?


