Trump: Straße von Hormus für Handelsschifffahrt offen
Quick Look
- US-Präsident Trump erklärt die Straße von Hormus für offen, während die USA und Iran sich weiter angreifen.
- Eine iranische Zeitung droht westlichen Politikern, darunter Kanzler Merz.
- Das US-Militär meldet Angriffe auf 140 Ziele im Iran.
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Why It Matters
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich nach dem Tod von Ayatollah Ali Chamenei und gegenseitigen Angriffen in der Straße von Hormus verschärft. Ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges und zur Sicherung der Schifffahrt scheint gefährdet.
Krieg in NahostTrump: Straße von Hormus für Handelsschifffahrt offen
12. Juli 2026, 16:13 Uhr|
Die für den Ölhandel wichtige Meeresenge sei geöffnet, sagt der US-Präsident in einem Interview. Derweil gehen die gegenseitigen Attacken zwischen USA und Iran weiter.
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viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Iranische Zeitung veröffentlicht Drohung gegen Bundeskanzler Merz
Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen
Iran greift Schiff in der Straße von Hormus an – USA reagieren mit Luftschlägen
Forscher vermuten Reparaturen an iranischen Atomanlagen
USA fordern von Iran Sicherheitsgarantien für Schifffahrt
Trump: Straße von Hormus für Handelsschifffahrt offen
Die Straße von Hormus ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für die Handelsschifffahrt geöffnet. Das erklärt Trump in einem Interview der NBC-Sendung "Meet the Press". Die USA und Iran greifen sich jedoch weiterhin gegenseitig an, was Sorgen über die Sicherheit auf einer der weltweit wichtigsten Routen für Öltransporte aufwirft.
Über die neue Eskalation in der Straße von Hormus lesen Sie hier:
Iranische Zeitung veröffentlicht Drohung gegen Bundeskanzler Merz
Die iranische Zeitung Hamshahri hat auf ihrer Website eine Grafik veröffentlicht, die eine deutliche Drohung gegen westliche Politiker darstellt – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz. Der Titel: „Eine Liste derer, die mit der Rache der iranischen Nation rechnen müssen.“ Es handelt sich offenbar um einen Aufruf zu Racheaktionen als Reaktion auf den Tod des Obersten Führers Irans, Ayatollah Ali Chamenei. Dieser starb im Februar bei einem Angriff der amerikanischen und israelischen Streitkräfte auf Iran.
Die auflagenstarke Teheraner Tageszeitung zeigt auf der Collage US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn. Dazu sind weitere amerikanische und israelische Regierungsmitglieder dargestellt sowie eine Reihe von europäischen Regierungschefs, darunter neben Merz auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Alle werden in orangefarbenen Hemden dargestellt, der Farbe der Overalls, wie sie US-Häftlinge häufig tragen.
Dazu wird der „Revolutionsführer“ – gemeint ist Modschtaba Chamenei, Sohn und Nachfolger von Ali Chamenei – mit den Worten zitiert: „Diese Rache ist der Wille unserer Nation und muss unbedingt vollzogen werden.“ Entsprechend hatte er sich dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am Samstag nach der Beerdigung seines Vaters geäußert. Bundeskanzler Merz hatte sich vor allem im Januar, während der Proteste in Iran, kritisch über das Regime in Teheran geäußert und erklärt, es sei am Ende und er rechne mit seinem baldigen Sturz.
Luzia Geier
USA melden Angriffe auf 140 Ziele in Iran
Das US-Militär hat eine dritte Angriffswelle gegen den Iran in dieser Woche abgeschlossen. Dabei seien rund 140 militärische Ziele getroffen worden, teilt das US-Zentralkommando auf der Plattform X mit. Zu den Zielen gehörten demnach Raketen- und Drohnenstellungen, Marineeinrichtungen, Munitionslager, Kommunikationsnetze und Küstenüberwachungsanlagen.
Luzia Geier
Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen
Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm.
In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate gerieten wieder unter Beschuss. Dort würden Angriffe mit Raketen und Drohnen abgewehrt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Katastrophenschutz warnte die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen.
Das Innenministerium von Katar teilte auf der Plattform X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draußen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fernhalten. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe einen Raketenangriff abgewehrt.
Luzia Geier
Besatzung verlässt brennendes Schiff vor Oman
Die Besatzung eines Containerschiffs hat nach einem Brand an Bord vor der Küste Omans das Schiff verlassen. Die Seeleute seien in einem Rettungsboot, teilt die britische Seefahrtsbehörde UKMTO mit. Militärbehörden hatten gemeldet, das Schiff sei neun Seemeilen östlich von Oman am Heck beschädigt worden, was zu einem Feuer geführt habe.
Das US-Militär hatte am Sonntag mitgeteilt, eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet zu haben. Als Grund nannte es einen Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf ein unter der Flagge Zyperns fahrendes Containerschiff in der Straße von Hormus. Die Marine der Revolutionsgarden erklärte ihrerseits, sie habe ein Schiff gestoppt, weil es „durch das Abschalten seiner Systeme die Sicherheit im Seeverkehr gefährdet“ habe.
Luzia Geier
Vereinigte Arabische Emirate melden Raketenangriff
Die Luftabwehrsysteme der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) reagieren nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf eine Raketenbedrohung. Weitere Einzelheiten nennt die Behörde zunächst nicht.
Newsdesk
Iran greift Schiff in der Straße von Hormus an – USA reagieren mit Luftschlägen
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele in Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf den Beschuss des unter zyprischer Flagge fahrenden Containerschiffs GFS Galaxy in der Straße von Hormus durch die Iranischen Revolutionsgarden. Das teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen.
Irans Revolutionsgarden hatten zuvor auf Telegram mitgeteilt, sie hätten Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgegeben. Der Frachter habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet mit. Zudem hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Strecke zu befahren, und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, die Route zu korrigieren. Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf Weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter.
Iran habe mit dem Angriff auf das Schiff eine weitere Gelegenheit verpasst, sich an das Mitte Juni mit den USA ausgehandelte Rahmenabkommen zu halten, teilte das Centcom mit. Teheran habe versagt. Es handelt sich laut Centcom bereits um die dritte Angriffswelle der USA gegen Iran in dieser Woche.
Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der für den Handel wichtigen Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe. Trotzdem kam es immer wieder zu neuen Angriffen.
Trump: Iran droht mit meiner Ermordung
US-Präsident Donald Trump hat Iran vorgeworfen, ein Attentat auf ihn zu planen. „1000 Raketen sind schussbereit und auf die Islamische Republik Iran gerichtet, und Tausende weitere werden unmittelbar folgen, sollte die iranische Regierung ihre in vielen Teilen der Welt ausgesprochene Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, in diesem Fall MICH, zu ermorden oder das zu versuchen“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Die Befehle wurden bereits erteilt, und das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, innerhalb eines Jahres, vorbehaltlich einer Verlängerung, alle Gebiete Irans vollständig zu dezimieren und zu zerstören“, so Trump weiter.
Forscher vermuten Reparaturen an iranischen Atomanlagen
Satellitenbilder legen Forschern zufolge die Vermutung nahe, dass Iran eine bekannte Militärforschungsanlage wieder aufbaut. Entsprechende Aktivitäten seien in den vergangenen Wochen etwa an dem Militärkomplex in Partschin zu sehen gewesen, wie das auf Nuklearthemen spezialisierte Institute for Science and International Security berichtet.
Den Forschern zufolge war die Anlage zu Beginn des Krieges mehrfach getroffen worden. Nachdem Satellitenbilder anfangs Aufräumarbeiten zeigten, mehrten sich demnach in den vergangenen Wochen Hinweise auf dauerhafte Reparaturen. Dazu zählen mehrere Betonmischer und andere Vorrichtungen, um die Einschlaglöcher dauerhaft zu versiegeln. Zur Verfügung gestellt wurden die Satellitenbilder vom Sender CNN, der sie in Zusammenarbeit mit dem Institut auch selbst analysierte.
Der sogenannte Taleghan-Komplex hat in der Vergangenheit immer wieder zu Spekulationen geführt. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde wurde dort im Rahmen des iranischen Amad-Programms bis 2003 an Technologien gearbeitet, die für Atomwaffen relevant sein könnten. Dabei sollen Tests mit starken Sprengstoffen erfolgt sein, um die Implosion eines nuklearen Sprengkopfs zu simulieren. Iran bestreitet die Existenz des Programms.
Hinweise auf Reparaturen gibt es laut CNN noch an weiteren Anlagen, die mit der mutmaßlichen Entwicklung von Atomwaffen und ballistischen Raketen in Zusammenhang stehen sollen. Dazu zähle die Einrichtung in Pickaxe Mountain, in der tief unter der Erde an den nuklearen Fähigkeiten gearbeitet werden soll. In den vergangenen Wochen war demnach zu sehen, wie mehrere Lkw in die Tunnel hinein und wieder heraus fuhren.
Teheran hatte sich in einem Rahmenabkommen mit den USA für ein Ende des Krieges verpflichtet, bei seinem Nuklearprogramm den „Status quo“ zu halten. Zudem verpflichtete sich Iran, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten. Irans Regierung selbst bestreitet, nach Atomwaffen zu streben.
Luzia Geier
USA fordern von Iran Sicherheitsgarantien für Schifffahrt
Die USA fordern von Iran eine öffentliche Erklärung darüber, dass Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus eingestellt werden. Gegenüber einer kleinen Gruppe von Reportern sagte ein Regierungsvertreter in einer Telefonkonferenz.
Wir fordern, dass die Iraner eine öffentliche Erklärung abgeben, in der sie bestätigen, dass alle Fahrrinnen der Straße von Hormus offen sind und sie nicht mehr auf Schiffe schießen. Entweder geben sie uns diese Erklärung, oder es wird kein gutes Ergebnis für sie geben.
„Entweder geben sie uns diese Erklärung, oder es wird kein gutes Ergebnis für sie geben.“
US-Regierungsvertreter
Die Gespräche zwischen den beiden Ländern seien in den vergangenen Tagen produktiv verlaufen. Die USA behielten sich jedoch militärische Optionen vor, falls es zu keiner Einigung komme.
Luzia Geier
Trump: Bereit zu Gesprächen mit Iran - Aber Waffenruhe vorbei
US-Präsident Donald Trump hat sich im Konflikt mit dem Iran zu weiteren Gesprächen bereit erklärt und zugleich mit weiteren Angriffen gedroht. Auf seiner Online-Plattform Truth Social schrieb der Republikaner:
Die Islamische Republik Iran hat uns gebeten, 'Gespräche' fortzusetzen. Wir haben dem zugestimmt, aber die Vereinigten Staaten haben Iran unmissverständlich mitgeteilt, dass die Waffenruhe VORBEI ist.
Die Regierung in Teheran wies Trumps Darstellung jedoch zurück: Man habe nicht um Gespräche gebeten, sondern lediglich dem Empfang von Vermittlern zugestimmt, sagte Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei dem Staatsfernsehen zufolge. Um die Lage zu deeskalieren, trafen am Freitag katarische Vermittler im Iran ein.
Bei den Gesprächen soll es Insidern zufolge auch um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus gehen, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wurde. Während der iranische Außenminister Abbas Aragtschi nach Angaben seines Landes in den Oman reist, um über die Sicherheit der Wasserstraße zu beraten, verurteilte die UN-Schifffahrtsorganisation Versuche Teherans, erneut die Kontrolle über die Meerenge zu übernehmen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete dagegen, der Iran sei entschlossen, den sicheren Seeverkehr durch die Straße von Hormus zu gewährleisten.
Die USA fordern nun von Teheran eine öffentliche Erklärung, dass alle Fahrrinnen offen bleiben und Angriffe auf Schiffe enden. Andernfalls behalte man sich militärische Optionen vor, sagte ein US-Regierungsvertreter.
US-Regierung: Technische Gespräche mit Iran laufen weiter
Trotz der Angriffe gegen Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass das Verhalten der iranischen Führung einen Verstoß gegen das Rahmenabkommen „inakzeptablen Ausmaßes“ darstelle.
Zudem arbeite auch Teheran an einer diplomatischen Lösung des Konflikts mit Washington. Die iranische Seite habe den Vermittlerstaat Pakistan gebeten, den USA Verhandlungswillen zu signalisieren, wie die Deutsche Presse-Agentur von gut informierten Quellen in Islamabad erfuhr.
Es sei auf verschiedenen Kanälen zwischen den Nachbarländern gesprochen worden. Unter anderem soll ein Gespräch zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Aragtschi und Pakistans mächtigem Armeechef Asim Munir bis spät in die Nacht am Donnerstag gedauert haben, hieß es weiter. Die iranische Seite habe auch von Unsicherheit darüber gesprochen, wie sich Hardliner-Fraktionen im Land zukünftig verhalten werden.
US-Präsident Donald Trump hatte Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.
Luzia Geier
Irans oberster Führer Chamenei beerdigt
Mehr als vier Monate nach seiner Tötung ist Irans früherer oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei beerdigt worden. Die Bestattung erfolgte im Imam-Resa-Schrein seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. Die Trauerzeremonien laufen bereits seit rund einer Woche.
Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Mehr als fünf Wochen führten die USA und Israel daraufhin Krieg gegen Iran, bis Anfang April eine Waffenruhe vereinbart wurde. Es kam trotz der Waffenruhe und einem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs aber auch danach mehrfach zu gegenseitigen Angriffen. Zum neuen Staatsoberhaupt wurde Chameneis Sohn Modschtaba ernannt, der öffentlich jedoch seither nicht auftrat.
An den tagelangen Trauerzeremonien nahmen nach staatlichen Angaben in Iran Mi
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Weitere militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran.
Very likely · Within weeks
Erhöhte Volatilität der Ölpreise.
Likely · Short term
Open Questions
- Wie wird sich die Eskalation auf den globalen Ölmarkt auswirken?
- Werden weitere Länder in den Konflikt hineingezogen?
- Kann die Waffenruhe aufrechterhalten werden?
