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BackUefa-Präsident Čeferin löst Kontroverse mit WM-Bemerkung aus
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Die Welt6/15/2026Sports2 min readGermany

Uefa-Präsident Čeferin löst Kontroverse mit WM-Bemerkung aus

Quick Look

  • Uefa-Präsident Aleksander Čeferin hat mit Kritik an der Aufstockung der WM auf 48 Teams eine Kontroverse ausgelöst.
  • Mehrere Verbände außerhalb Europas wiesen seine Aussage, viele Spiele seien "uninteressant", entschieden zurück und betonten die Bedeutung der WM für ihre Nationen.

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Why It Matters

Uefa-Präsident Aleksander Čeferin kritisierte die Aufstockung der Fussball-Weltmeisterschaft auf 48 Teams als Ursache für "uninteressante" Spiele. Dies löste eine Reaktion von Verbänden ausserhalb Europas aus, die die Bedeutung der WM-Teilnahme für ihre Nationen betonten.

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Mit einer Bemerkung über die XXL-Weltmeisterschaft hat Uefa-Präsident Aleksander Čeferin kurz vor Turnierbeginn eine internationale Kontroverse ausgelöst. Der Slowene hatte auf einer Konferenz in Ljubljana die Aufstockung des Turniers von 32 auf 48 Mannschaften kritisiert und erklärt, dadurch entstünden „viele Spiele, die völlig uninteressant sind“.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Fußballverbände von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo die Aussagen des Uefa-Chefs zurückgewiesen. Unterstützung erhielten sie von den Verbänden Algeriens, Tunesiens, Marokkos, Ägyptens, Ghanas, der Elfenbeinküste und Südafrikas.

„Für unsere Länder gibt es kein unwichtiges Spiel bei einer Fifa-Weltmeisterschaft“, heißt es in dem Schreiben. Die Unterzeichner weisen Čeferins Aussagen „respektvoll, aber entschieden“ zurück und betonen die Bedeutung einer WM-Teilnahme für viele Nationen außerhalb Europas.

Für Länder wie Kap Verde, Curaçao oder Usbekistan bedeute die erstmalige Qualifikation einen historischen Erfolg und die Erfüllung eines generationenübergreifenden Traums. Haiti und die Demokratische Republik Kongo wiederum kehren nach jahrzehntelanger Abwesenheit auf die größte Bühne des Weltfußballs zurück. „Zu behaupten, einige unserer Spiele seien weniger wichtig, ist zutiefst enttäuschend“, schreiben die Verbände.

Hinter jeder WM-Qualifikation stünden Jahre harter Arbeit, Investitionen und persönliche Opfer. Hinter jeder Nationalmannschaft stünden Millionen Menschen, die im Fußball eine Quelle von Stolz, Hoffnung und Zusammenhalt sähen. Die Bedeutung eines Spiels lasse sich deshalb nicht allein an seiner sportlichen Attraktivität oder Vermarktbarkeit messen.

Der Streit berührt einen Grundkonflikt im Weltfußball. Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte die Erweiterung der Weltmeisterschaft maßgeblich vorangetrieben und damit besonders kleineren Verbänden zusätzliche Chancen auf eine Teilnahme eröffnet. Während viele Nationen außerhalb Europas die Reform begrüßen, sehen zahlreiche Funktionäre in Europa die Gefahr eines sportlichen Qualitätsverlustes.

Čeferin selbst begründete seine Kritik nicht nur mit der größeren Zahl an Spielen. Er warnte auch vor einer zunehmenden Kommerzialisierung des Sports und kritisierte die hohen Ticketpreise für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. „Die Eintrittspreise sind astronomisch“, sagte der Uefa-Präsident und stellte die Frage, ob sich der Fußball damit von seinen traditionellen Fans entferne.

In den betroffenen Verbänden überwiegt jedoch die Verärgerung über seine Aussagen zu den zusätzlichen WM-Teilnehmern. In ihrer Erklärung betonen sie, dass die Weltmeisterschaft gerade deshalb der größte Wettbewerb des Sports sei, weil sie unterschiedliche Kulturen, Geschichten und Fußballtraditionen zusammenbringe.

„Wir glauben, dass jede Nation, die sich qualifiziert, Respekt verdient“, schreiben die Verbände. „Jede Mannschaft hat sich sportlich qualifiziert. Jedes Spiel zählt.“ Damit haben sie den Streit um die erstmals mit 48 Teams ausgetragene Weltmeisterschaft zu einer Grundsatzdebatte über die Bedeutung und die Zukunft des globalen Fußballs gemacht.

Open Questions

  • Wie wird die Fifa auf die Kritik reagieren?
  • Wird es weitere Reaktionen aus Europa geben?

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This article was originally published by Die Welt.

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