Ukraine greift Krim und russische Schwarzmeerküste an
Sewastopol nach Drohnenangriffen ohne Strom – Kiew meldet Treffer auf vier russische Kriegsschiffe.
Quick Look
- Nach nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffen ist Sewastopol auf der Krim ohne Strom.
- Zudem meldet der ukrainische Generalstab Treffer an vier russischen Kriegsschiffen in Noworossijsk.
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Why It Matters
Russland führt seit Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew verteidigt sich unter anderem mit Angriffen auf militärische Anlagen im russischen Hinterland.
Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom.
Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.
In der Nacht zuvor hatte die Ukraine bereits die russische Schwarzmeerküste nach Behördenangaben massiv mit Drohnen angegriffen. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Noworossijsk mit Drohnen, Marschflugkörpern und Seedrohnen. „Bestätigt sind Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens“, schrieb der Staatschef bei Telegram. Der Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte sei dabei mehr als 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Vier russische Kriegsschiffe getroffen
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs in Kiew wurden „vorläufigen Informationen zufolge vier Kriegsschiffe des russischen Aggressors in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt“: zwei Fregatten, die „Admiral Makarow“ und „Admiral Jessen“; ein kleines Raketenschiff des Typs „Bujan-M“ sowie das Patrouillenschiff „Wassili Bykow“.
Russland führt Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich gegen die Invasion auch mit Drohnenangriffen gegen strategisch wichtige Anlagen im russischen Hinterland. Das sind Militärobjekte und Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie. Ziel dieser Schläge ist es, dem russischen Militär die Treibstoffversorgung zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung.
Open Questions
- Wie schwer sind die Schäden an den beschädigten Kriegsschiffen?
- Wann wird die Stromversorgung in Sewastopol wiederhergestellt sein?




