Ukrainische Drohnenangriffe auf Wildberries-Lager und Ziele in Russland
Bei ukrainischen Angriffen auf russische Regionen geraten erneut Wildberries-Logistikzentren ins Visier. Im Moskauer Gebiet sterben fünf Menschen. Auch in der Ukraine gibt es Todesopfer.
Quick Look
- Die Ukraine hat erneut Logistikzentren des Onlinehändlers Wildberries in Russland angegriffen, darunter im Gebiet Leningrad und im Moskauer Gebiet.
- Dort kamen nach Behördenangaben fünf Menschen ums Leben.
- Auch in der Ukraine gab es durch russische Gleitbombenangriffe in Sumy Todesopfer.
AI-generated summary
Why It Matters
Seit Mitte Juli wurden laut russischen Behörden rund 20 Standorte des Onlinehändlers Wildberries in Russland und auf der Krim angegriffen.
Die Ukraine hat erneut an mehreren Stellen den größten russischen Onlineversandhändler Wildberries angegriffen. Nach einer Attacke auf ein Lagerhaus in der Siedlung Krasny Bor im Gebiet Leningrad um die Metropole Sankt Petersburg brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Drosdenko ein Feuer aus. Das Unternehmen bestätigte einen Brand an einem Logistikzentrum in Krasny Bor. Die Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden, Verletzte gebe es nicht.
Im Moskauer Gebiet kamen nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow fünf Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben. Zehn weitere seien verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser gebracht. Bei der Stadt Tschechow brachen Feuer in einem Industriegebiet aus, wie er mitteilte. Den größten Brand gab es demnach bei einem Lagerhaus, das auch von Wildberries genutzt werde. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos, die Rauch über einem Lagerhaus und evakuierte Mitarbeiter zeigen sollen.
Seit Mitte Juli wurden nach Angaben russischer Behörden rund 20 Standorte von Wildberries in verschiedenen Teilen Russlands und auf der Krim angegriffen. Bei den ersten Attacken in der Nacht zum 18. Juli wurden demnach acht Menschen getötet und fast 90 verletzt. Wildberries ist eine der größten Onlinehandelsplattformen Russlands und wird wegen seines breiten Angebots und seines Liefernetzes häufig als »russisches Amazon« bezeichnet.
Tote in der Ukraine
Auch die Ukraine beklagt nach russischen Angriffen Todesopfer. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden Oleh Hryhorow, dem Chef der Militärverwaltung, zufolge zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.
Open Questions
- Welche genauen Schäden sind an den Lagern entstanden?
- Wie reagiert das Unternehmen auf die anhaltenden Angriffe?






